Reform des Sozialstaats: Haben wir die Kraft zur Veränderung?
Aktuelle Stunde . 25.08.2025. 43:12 Min.. UT. Verfügbar bis 25.08.2027. WDR. Von Henry Bischoff.
Merz will Sozialstaat umbauen - Antworten auf eure Fragen
Stand:
Bundeskanzler Friedrich Merz will den deutschen Sozialstaat umbauen und dabei geht es längst nicht nur ums Bürgergeld. Antworten auf eure Fragen.
Wir wollen deine Meinung hören!
Jetzt mitdiskutierenIn der schwarz-roten Koalition in Berlin hängt der Haussegen schief. Ein Streitthema: Der Sozialstaat. Kanzler Friedrich Merz (CDU) sagt, der deutsche Sozialstaat sei mit dem, was Deutschland volkswirtschaftlich leistet, nicht mehr finanzierbar. Steuererhöhungen schließt der Kanzler in diesem Zusammenhang aus. SPD-Chef Lars Klingbeil kontert: Der Sozialstaat dürfe nicht kaputt gemacht werden. Dennoch wollen die Sozialdemokraten eine Reform des Bürgergelds mittragen, die auch Einschnitte für Bezieher bedeuten könnte. Anfang September hat eine Sozialstaatskommission ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll bis Ende des Jahres Vorschläge für diese Reformen erarbeiten soll.
Ihr habt uns eure Fragen dazu geschickt. Die häufigsten eurer Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.
Was steckt hinter dem "Sozialstaat"?
Das Sozialstaatsprinzip ist in Deutschland im Grundgesetz verankert. Laut Artikel 20 ist Deutschland ein "demokratischer und sozialer Bundesstaat". Dabei geht es längst nicht nur ums Bürgergeld oder um andere Leistungen für Menschen mit wenig Einkommen.
Kern des Sozialstaats sind die Sozialversicherungen. Das sind neben der Arbeitslosenversicherung vor allem die Renten- und Krankenversicherung, aber auch die Pflege- und Unfallversicherung. Davon profitieren auch Menschen mit hohen Einkommen. Außerdem gehören Leistungen wie das Kindergeld, das Elterngeld und das Wohngeld zum Sozialstaat.
Was kostet der Sozialstaat?
Mehr als 1,3 Billionen Euro - so hoch waren die Sozialausgaben in Deutschland im Jahr 2024. Der größte Block bei den Sozialausgaben sind laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Ausgaben für Renten (408 Milliarden Euro) und Pensionen (77 Milliarden Euro), gefolgt von den Ausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung mit 325 Milliarden Euro (hinzu kommt die private Krankenversicherung mit 31 Milliarden Euro).
Wie haben sich die Kosten entwickelt?
Die Sozialausgaben in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Fast jeder dritte Euro (31 Prozent), der in Deutschland erwirtschaftet wird, fließt inzwischen in Rente, Pflege und andere Sozialausgaben. 1970 lag die sogenannte Sozialleistungsquote noch bei gut 20 Prozent, im Jahr der Wiedervereinigung 1990 lag sie bei 25 Prozent.
Steuern, Beiträge und Co.: Wer finanziert den Sozialstaat?
Das Geld für unser Sozialsystem kommt zu etwa drei gleich großen Teilen von den Versicherten über die Sozialabgaben (30,7 Prozent), von den Arbeitgebern (34,0 Prozent) und vom Staat (33,5 Prozent). Dabei zahlen sowohl der Bund als auch die Länder und Kommunen für die Sozialleistungen.
Die Beiträge zur Sozialversicherung werden in der Regel je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Zusammengerechnet betragen sie schon jetzt rund 42 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Wirtschaftsweise Martin Werding geht davon aus, dass die Sozialabgaben noch im Laufe des Jahres auf 43 Prozent steigen könnten. Das liege vor allem daran, dass zahlreiche Krankenkassen in diesem Jahr ihre Zusatzbeiträge erneut angehoben haben. Auch in der Pflegeversicherung sei zum Jahreswechsel ein Anstieg der Beitragssätze zu erwarten. Perspektivisch schätzte es Werding so ein, dass die Sozialabgaben in Deutschland auf 50 Prozent des Bruttoeinkommens steigen könnten.
Den staatlichen Anteil zur Finanzierung des Sozialstaats könnten höhere Steuern stützen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Vermögende zuletzt nicht ausgeschlossen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hingegen hat sich im „Berlin direkt Sommerinterview“ des ZDF klar gegen Steuererhöhungen ausgesprochen.
Rente und Pensionen
Hier stehen wir: Die Deutsche Rentenversicherung hat im Jahr 2023 knapp 380 Milliarden Euro ausgegeben. Rund drei Viertel davon stammen aus Beitragseinnahmen, der Rest wird vor allem durch Steuergeld finanziert.
Das Problem: Immer weniger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler müssen für immer mehr Rentnerinnen und Rentner bezahlen. Laut einer Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) kamen im Jahr 2022 auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter knapp 30 über 67 Jahre. Im Jahr 2040 werden es laut IW mehr als 40 sein.
Und jetzt? Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will, dass die Menschen in Deutschland länger arbeiten. Es könne auf Dauer nicht gut gehen, nur zwei Drittel des Erwachsenenlebens zu arbeiten und ein Drittel in der Rente zu verbringen, so die CDU-Politikerin. Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hat vorgeschlagen, dass auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um so die Einnahmen zu erhöhen.
Mit einer ganz anderen Idee hat sich kürzlich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung zu Wort gemeldet. Die Ökonomen fordern einen so genannten "Boomer-Soli", eine Abgabe, bei der Rentner mit hohen Einkünften diejenigen mit weniger Geld unterstützten. Diese Umverteilung innerhalb der älteren Generation soll die jüngere Generation entlasten.
Diese Fragen haben euch rund um die Altersvorsorge besonders interessiert:
Wie unterscheiden sich gesetzliche Renten und Pensionen? Für die Höhe der Pension von Beamtinnen und Beamten spielen zwei Faktoren eine Rolle: Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses und die Höhe der Bezüge in den letzten zwei Jahren vor der Pensionierung. So ergibt sich eine maximal mögliche Pension in Höhe von gut 71 Prozent der letzten Bezüge. In der Praxis lagen die Pensionen für Bundesbeamte 2024 durchschnittlich bei knapp 67 Prozent.
Das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung liegt derzeit bei 48 Prozent. Das bedeutet: Wer 45 Jahre lang mit einem durchschnittlichen Einkommen in die Rentenversicherung eingezahlt hat, bekommt eine Rente in Höhe von 48 Prozent dieses Durchschnittsverdienstes.
Der Bundestag hat am 05.12.2025 für das Renten-Paket der schwarz-roten Koalition gestimmt. Ein zentraler Punkt war, diese sogenannte Haltelinie bis 2031 festzuschreiben. Höchst umstritten war, ob das auch für die Zeit danach gelten soll.
Zentral für die Höhe der gesetzlichen Rente sind die Entgeltpunkte, oft auch als Rentenpunkte bezeichnet. Wer in einem Jahr genau so viel verdient hat, wie der Durchschnitt aller Versicherten (derzeit 50.493 Euro), erhält dafür einen Rentenpunkt. Jeder Rentenpunkt ist aktuell 40,79 Euro wert.
Laut Alterssicherungsbericht der Bundesregierung bekamen Rentnerinnen und Rentner zuletzt im Schnitt 1093 Euro im Monat. Die durchschnittliche monatlichen Pension für Bundesamte und Richter lag bei 3480 Euro für Männer und 2980 Euro für Frauen.
Warum sind die Pensionen so viel höher als die Renten? Pensionen und gesetzliche Renten lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Das liegt zum einen daran, dass bei der Rente die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bereits abgezogen sind. Pensionäre müssen die Kosten, die nicht durch die Beihilfe abgedeckt werden, hingegen selbst bezahlen.
Hinzu kommt, dass die gesetzliche Rente nur die erste Säule der Altersvorsorge abdeckt, die so genannte Regelsicherung. Daneben gibt es - zumindest in der Theorie - noch die zweite Säule, die betriebliche Altersvorsorge. Für Beamte gibt es eine solche Zusatzsicherung nicht, hier muss die Pension beide Säulen der Altersvorsorge abdecken. Für die dritte Säule, die private Vorsorge, sind sowohl gesetzlich Versicherte als auch Beamte selbst verantwortlich. Verzerrt wird der Vergleich zwischen Renten und Pensionen laut Bundesinnenministerium außerdem dadurch, dass bei der Berechnung des Rentenniveaus oft auch niedrige Renten etwa von Minijobbern oder von Beschäftigten mit nur wenigen Versicherungsjahren einfließen. Darüber hinaus müssen Pensionen voll versteuert werden, Renten hingegen derzeit noch nur teilweise.
Beamte profitieren allerdings davon, dass sich die Höhe ihrer Pension nur an den Bezügen ihrer letzten beiden Beschäftigungsjahre orientiert. Hier sind die Einkünfte in der Regel besonders hoch, niedrigere Bezüge, etwa aus den ersten Berufsjahren fallen, bei der Pension daher nicht ins Gewicht. Bei der gesetzlichen Rente hingegen wird das Einkommen des gesamten Berufslebens berücksichtigt, also auch die Jahre, in denen die Versicherten noch nicht so viel verdient haben.
Wie haben sich Pensionen und Renten in den vergangenen Jahren entwickelt? Laut Bundesinnenministerium sind Pensionen und Renten in den vergangenen Jahren in vergleichbarem Umfang gestiegen, weil sich beide Systeme an der Entwicklung der Löhne und Gehälter orientieren. Während die Renten in den westlichen Bundesländern von 2011 bis 2020 um 25,7 Prozent gestiegen sind, wurden die Pensionen der Bundesbeamten im gleichen Zeitraum um rund 27,6 Prozent erhöht.
Gesundheit
Hier stehen wir: Die gesetzliche Krankenversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Die Kassen geben deutlich mehr Geld aus als sie einnehmen. Im Jahr 2024 haben die gesetzlichen Krankenkassen ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro verbucht.
Das Problem: Hohe Tarifabschlüsse für das Krankenhauspersonal und gestiegene Kosten für Medikamente haben zuletzt für gestiegene Ausgaben im Gesundheitssystem gesorgt. Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) macht aber auch veraltete Strukturen im Gesundheitssystem für die schlechte Finanzlage verantwortlich.
Viele Krankenkassen haben ihre Zusatzbeiträge zuletzt auf ein Rekordniveau erhöht. Der Bundesrechnungshof erwartet, dass die Zusatzbeiträge in den nächsten Jahren weiter steigen könnten. In einem mittleren Szenario sei bis 2029 ein Anstieg auf 4,05 Prozent möglich.
Und jetzt? Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform des Gesundheitssystems, mit effizienteren Strukturen sollen auch Kosten gesenkt werden. Eine Idee ist das Primärarztsystem, dabei übernehmen die Hausärzte eine Art Lotsenfunktion und entscheiden, welche Patienten einen Termin beim Facharzt bekommen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich für eine Kontaktgebühr ausgesprochen, die Patienten in Arztpraxen zahlen müssten. Das solle unnötige Arztbesuche vermeiden und damit Kosten senken.
Um den Druck für Beitragsanhebungen zum 1. Januar zu mindern, hatte Bundesgesundheitsministerin Warken ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro mit Ausgabenbremsen vor allem bei den Kliniken vorgesehen. Der Bundesrat stoppte das bereits vom Bundestag beschlossene Gesetz aber im November vorerst und schickte es in den Vermittlungsausschuss.
Diese Fragen haben euch rund um Gesundheit und Pflege besonders interessiert:
Warum werden Privatversicherte bevorzugt behandelt? Gesetzlich versicherte Patienten decken häufig nicht die Kosten. Ihre Behandlung wurde bislang mit einem Pauschalbetrag, der sogenannten Budgetierung abgedeckt. Damit wurde gesetzlich festgelegt, welche Geldmenge pro Quartal ausgegeben werden darf. Wenn dieses Budget überzogen wird, werden die Behandlungen von den Krankenkassen oftmals nicht komplett erstattet. Für Ärzte macht es deshalb einen finanziellen Unterschied, wie ihre Patienten versichert sind. Die Ampel-Regierung hatte jedoch bereits ein Ende der Budgetierung auf den Weg gebracht. Bereits seit Oktober fällt diese für hausärztliche Praxen zum großen Teil weg.
Wer zahlt, wenn man pflegebedürftig wird? Voraussetzung für Leistungen aus der Pflegeversicherung ist, dass ein Pflegegrad festgestellt wurde. Je nach Pflegegrad haben Versicherte dann Anspruch auf bestimmte finanzielle Unterstützung - von den Gebühren des Hausnotrufs über Zuschüsse zu Umbaumaßnahmen in der eigenen Wohnung bis hin zu den Kosten für das Pflegeheim.
Wichtig: Die Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung, das heißt: Pflegebedürftige müssen weiterhin für einen Teil der Kosten selbst aufkommen. Laut einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen liegt der Eigenanteil für Pflegebedürftige in Pflegeheimen in NRW bei monatlich 3.566 Euro. Je nach Aufenthaltsdauer reduziert sich die Eigenbeteiligung. Wer sich die Kosten im Pflegeheim nicht leisten kann, hat in NRW unter Umständen Anspruch auf Wohngeld, Pflegewohngeld und Hilfe zur Pflege.
Welche Unterstützung gibt es, wenn Angehörige pflegebedürftig werden? Pflegebedürftige, die von Angehörigen, Freunden oder Ehrenamtlichen zu Hause gepflegt werden, haben ab dem Pflegegrad 2 Anspruch auf ein "Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen". Je nach Pflegestufe liegt das Pflegegeld derzeit zwischen 347 Euro und 990 Euro im Monat. Solange eine angemessene Pflege und Betreuung sichergestellt ist, kann das Pflegegeld frei verwendet werden.
Zuletzt war darüber diskutiert worden, ob der Pflegegrad 1 aus Spargründen abgeschafft werden sollte. Damit bekommen zum Beispiel pflegende Angehörige kostenfreie Pflegekurse. Es gibt finanzielle Zuschüsse zum Beispiel zum Einbau einer barrierefreien Dusche und für bestimmte Hilfsmittel. Außerdem werden pro Monat bis zu 131 Euro (sogenannter Entlastungsbetrag) erstattet, etwa wenn ein Pflegedienst beim Duschen, Einkaufen oder Wäsche waschen hilft.
Laut Bundesgesundheitsministerium hatten Ende 2024 rund 4,8 Millionen Menschen einen Pflegegrad, davon 861.000 Pflegegrad 1. Er war 2017 eingeführt worden. Aus vorher drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade, die eine genauere Einschätzung der Bedürftigkeit ermöglichen sollten.
Bürgergeld
Die Ausgaben für das Bürgergeld steigen. Im vergangenen Jahr hat der Bund rund 46,9 Milliarden Euro ausgegeben, das sind rund vier Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kommen unter anderem noch Kosten der Kommunen.
Wie könnte man die Ausgaben senken? Fragen und Antworten gibt es hier:
Unsere Quellen:
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Sozialbudget 2024
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Alterssicherungsbericht
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenatlas 2024
- Institut der Deutschen Wirtschaft
- Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung
- Bundesinnenministerium
- Mails und Kommentare, die uns zu diesem Thema von Usern erreicht haben
- Kassenärztliche Bundesvereinigung KVB
- Nachrichtenagenturen dpa und AFP
214 Kommentare
Kommentar 214: Brigitta S. schreibt am 03.09.2025, 11:12 Uhr :
98 Prozent der Pflegefachleute sind nicht akademisch ausgebildet und qualifiziert in Deutschland. Zitat Presse. Meint die Politik die Pflege kommt ohne Ausbildung zurecht in Zukunft? Pflegefachberufe wären wichtig, nicht jeder Mustermann/Frau ist für die Pflege geeignet. Pflegebedürftige könnten ein Lied darüber singen, sie werden jedoch nicht gefragt. Ein besseres Pflegekompetenzgesetz müsste geschaffen werden, um die Pflegeinfrastruktur in Deutschland zu verbessern. Da ist die Politik gefragt, endlich was richtig in die Wege bei der Pflege zu bringen. Das Klein- Klein Geschiebe, Senioren pflegen zu müssen, hilft weder den Senioren noch die Pfleger. Ehrenamtliche Helfer einfach auf die Senioren loslassen nur mit häuslicher Erfahrung, dass ist zwar gut gemeint. Emotional können sie human reagieren auf die zu Pflegenden, es fehlt ihnen aber das Wissen wie man unterschiedliche Pflegefälle zu behandeln hat. Das Sozialbudget der Pflege, wird es aufgestockt werden?
Kommentar 213: Rossi schreibt am 03.09.2025, 10:09 Uhr :
Fangt endlich mal an - ALLE - Beamten mit zur Kasse in die PFLICHT zu nehmen! Beamte zahlen keine Rentenbeiträge! Beamte zahlen keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge! Beamte zahlen kaum Krankenversicherungsbeiträge und sind aber Privat versichert! Beamte erhalten Kindergeld und zusätzlich noch Familiengeld pro Kind! Beamte erhalten 14 x pro Jahr eine Pension die meist 3 x höher ist pro Monat als bei einem Angestellten! Das wäre doch mal ein Ansatz und würde die Rentenkasse - sofort - entlasten!
Kommentar 212: Ulrike K. schreibt am 03.09.2025, 08:48 Uhr :
Ich habe in fünf Jahren 48 Berufsjahre voll und möchte in meinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Wie ich finde, habe ich mir erarbeitet und verdient. Was mich nervt sind Aussagen, die Babyboomer sind schuld, ein soziales Jahr für Rentner, an den Renten muss gespart werden, Steuererhöhungen, Krankenkassenleistungen müssen gestrichen werden. Jeder, der Berufstätig ist, zahlt Steuern und trägt zum Wohl unseres Staates bei und hat ein Recht auf eine Gegenleistung. Jeder, der Nichts tut und sich auf den Leistungen des Sozialstaates ausruht, hat kein Recht auf das volle Leistungsprogramm! Es sollte ein Minimum an Leistungen geben, für alle die, die wirklich Nichts tun. Wenn ich höre, dass ein Bürgergeldempfänger 560 € im Monat für sich (Essen, Kleidung, Freizeit) hat, dann ist das viel Geld. Um die Miete, Heizung/Nebenkosten, muss sich der Bürgergeldempfänger nicht kümmern, diese Leistungen kommen on Top.
Kommentar 211: Anonym schreibt am 03.09.2025, 07:23 Uhr :
Die Agenda von Sozis,& grüner friends der gesamten Rettung des Planeten mit ca. 8 Mrd. Bewohnern durch ca. 83 Mio. Michels vor Armut und dem angeblich bevorstehenden Klimahitzetod kann halt nicht aus der Portokasse finanziert , sondern kostet Billionen Euro. Wer aber wie sie bereits exorbitante Probleme mit dem Dezimalsystem hat, vorzugsweise work-life-balance ,Schampus schlürfen, bis der Arzt kommt , praktiziert , gerne Beamtenmikado "Wer sich zuerst bewegt, hat verloren !", spielt, wird auch das intellektuell bereits nicht raffen.
Kommentar 210: Maritta Kieven schreibt am 03.09.2025, 07:02 Uhr :
Wie wäre es, wenn Bundestag, Landtag etc. deutlich verkleinert würden, z.B. die Sitze der Wahlbeteiligung entsprächen. Würde vielleicht auch wieder mehr Volksinteressen in den Vordergrund bringen und nicht nur das eigene Säckel... Warum werden BürgergeldempfängerInnen nicht Stadtreinigungs-und Grünpflegearbeiten (Straßenreinigung/Müllbeseitigung, Unkrautbeseitigung auf Straßen und Wegen, wo früher die Giftspritze ihren Einsatz fand) eingesetzt. Es ist doch wohl zumutbar, 2-4 Stunden für sein Geld zu arbeiten. Dies würde vielleicht auch die Motivation, wieder einem Erwerb nachzugehen, erhöhen. Außerdem könnte man so evtl. den Fall in das "ich kann mich rumlümmeln, weil habe ja nichts zu tun/keine Aufgabe" entgegenwirken. Nichtsdestotrotz ist es erschreckend, dass man als Erwerbstätige, vor allem mit Kindern, soviel schlechter da steht und für Altersarmut quasi Tür und Tor geöffnet werden.
Kommentar 209: Brigitta S. schreibt am 02.09.2025, 17:09 Uhr :
„Brauchen wir höhere Steuern? Eure Fragen zum Sozialstaat“. WDR sorry, warum soll man bei Ihnen per E-Mail fragen? Das Gästebuch ist doch perfekt um Fragen zu stellen, sie werden auch gemacht. Braucht man dazu die Mail- Adresse der User? Kann mir nicht vorstellen, dass WDR jeden darauf Antwort gibt. In der digitalen Zeit kann doch jeder seine Information bekommen von seriösen Quellen und sich die Antwortgeber selbst aussuchen? Ausgesuchte Experten die befragt werden sind sehr unterschiedlich geworden bei Antworten, von Politiker hört man und sieht sie oft vor der Kamera. Am Ende ist keiner schlauer als vorher, da noch nicht alles was die Politik vor hat mit Brief und Siegel darüber auf dem öffentlichem liegt. Kritisieren kann man die Vorschlags- Pläne der Regierung und dazu hat jeder eine andere Meinung, meistens geschieht es wenn es sein finanzielles Leben betrifft. Noch ist alles in der Schwebe was sich neu entwickelt bei Steuern und bei den vielen Sozialleistungen.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 02.09.2025, 22:35 Uhr :
Irgendwann gibt nicht nur jeder die E-Mail Adresse freiwillig raus, auch Kosten werden sich einstellen um Medienberichte lesen zu können im Internet. Es werden immer mehr von der gewohnten Online - Presse die ein Abo fordern um ihre Artikel lesen zu können. Falls noch Foren bestehen bleiben, für das kommentieren wird sozusagen dann noch Geld wegen Abo bezahlt. Ich denke, so falsch liege ich nicht mit meiner Meinung. Kostenlos wird es in Zukunft nicht bleiben. Das Leben wird teurer, auch in einen Sozialstaat, wo angeblich "es uns gut ging " laut Merkel als Kanzlerin in ihrer Regierungszeit. Ob die Sozialstaat -Reform uns Freude macht, wir werden sehen bzw. es dann spüren.
Kommentar 208: Stoppt das Kalifat in D ! schreibt am 02.09.2025, 10:40 Uhr :
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Kommentar 207: Anonym schreibt am 02.09.2025, 09:31 Uhr :
Die megamegafaulen Grünen sollen endlich arbeiten gehen, statt Work-life balance ohne work bis der Arzt kommt und die ganze Welt mit ihren affinen Staatsfunker herbeitrommeln zu lassen und von uns alimentieren zu lassen .Dann wird Alles wieder gut !
Antwort von Anonym , geschrieben am 02.09.2025, 16:55 Uhr :
Inwischen reift immer mehr die Erkenntnis , daß es wie eine göttliche Gnade ist, daß die grüne Sekte in der Bundesregierung nicht mehr mittmischt. Das wird auch viele Jahre so bleiben, besonders mit den aktuellen Vorturnern und die Schlauen haben schon längst den grünen Luxusdampfer verlassen. Da kann KGE als TV-TalkShow-Laberqueen noch so sehr den Heiligen Geist um göttlichen Beistand anflehen: Die Rezession bleibt nämlich länger, besonders in D und bei Wahlen gilt immer Its the economy und nicht Klima /Migration.
Kommentar 206: Franz von Wirth schreibt am 02.09.2025, 09:11 Uhr :
Warum kann man den Renteneinstieg nicht über die geleisteten Beitragsjahre, aber ohne Anrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit, festlegen. Zum Beispiel auf 45-47 Jahren. In der Boomer Zeit haben viele menschen bereits mit 15-17 Jahren begonnen zu arbeiten. Meine Vermutung ist, dass über die Jahre der Einstieg in die bezahlte Arbeit oder Ausbildung immer später stattgefunden hat. Das macht es natürlich dann erforderlich, dass Leute, die erst spät beginnen auch länger arbeiten.
Antwort von Moeschtijall , geschrieben am 02.11.2025, 17:23 Uhr :
1968 habe ich mit 14 (!!!) eine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen. Da wurde man schon vom ersten Tag an zu voller Arbeitsleistung herangezogen....natürlich für all das, was de fertigen Vorgesetzten zu lästig und zu anstrengend war!
Kommentar 205: Franz von Wirth schreibt am 02.09.2025, 09:03 Uhr :
Was brächte eine Bürgerversicherung in der wirklich alle einzahlen, also neben den Beamten, auch Architekten, Rechtsanwälte, Ärzte und andere Berufsgruppen, die ihre eigene Rentenversicherungsysteme haben?
Kommentar 204: Eckhard Rupp schreibt am 02.09.2025, 08:59 Uhr :
Es sollten endlich die Beamten in die Pflicht genommen werden, und der ganze Beamtenaperrat verschlankt werden, die Leistungsgeselschaft sollte auch für diese Privilegierten gelten,