Merz und Klingbeil: Reform-Aufschlag
Aktuelle Stunde . 25.03.2026. 43:15 Min.. UT. Verfügbar bis 25.03.2028. WDR. Von Jan Hofer.
Riester-Reform, Aktivrente, Boomer-Soli: Eure Fragen zum Sozialstaat
Stand:
Wie sicher die Rente in Deutschland tatsächlich noch ist, dazu gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Klar ist: Die gesetzliche Rente allein reicht in vielen Fällen nicht zum Leben. Der Bundestag hat am Freitag (27.03.2026) nun eine neue Förderung der privaten Altersvorsorge beschlossen. Bereits seit Anfang des Jahres soll außerdem die neue Aktivrente dafür sorgen, das Rentnerinnen und Rentner freiwillig weiterarbeiten.
Wir wollen deine Meinung hören!
Jetzt mitdiskutierenDie Riester-Rente ist in den vergangenen Jahren immer unbeliebter geworden: Zu hohe Kosten und zu geringe Erträge, so eine häufige Kritik. Die Riester-Rente wird deshalb immer unattraktiver, die Zahl der Verträge geht seit 2018 immer weiter zurück. Ende 2024 gab es noch knapp 15 Millionen Verträge. In viele davon wurde jedoch gar nicht mehr eingezahlt. Mit der Reform der privaten Altersvorsorge will die Bundesregierung das Sparen fürs Alter attraktiver machen.
Hintergrund der Pläne ist ein Grundproblem des deutschen Rentensystems: Immer weniger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler müssen für immer mehr Rentnerinnen und Rentner bezahlen. Laut einer Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) kamen im Jahr 2022 auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter knapp 30 über 67 Jahre. Im Jahr 2040 werden es laut IW mehr als 40 sein.
Die Deutsche Rentenversicherung hat im Jahr 2023 knapp 380 Milliarden Euro ausgegeben. Rund drei Viertel davon stammen aus Beitragseinnahmen, der Rest wird vor allem durch Steuergeld finanziert. Die Aktivrente könnte die Rentenkasse zumindest ein wenig entlasten. Denn die Einnahmen sind zwar steuerfrei, allerdings sozialversicherungspflichtig. Wer im Alter weiter arbeitet, muss also auch weiterhin in die Rentenversicherung einzahlen.
Im vergangenen Jahr hatten wir euch gebeten, uns Fragen zum Rentensystem zu schicken. Die häufigsten eurer Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.
- Wie genau sieht die Reform der Riester-Rente aus?
- Wie unterscheidet sich die neue Förderung der privaten Altersvorsorge von der alten Riester-Rente?
- Wie funktioniert die neue Aktivrente?
- Werden bei der Aktivrente Sozialabgaben fällig?
- Wer profitiert von der Aktivrente?
- Was kostet die Aktivrente den Staat?
- Welche Ansätze zur Reform des Rentensystems werden noch diskutiert?
- Auf welchen Säulen steht die Altersvorsorge?
- Wie unterscheiden sich gesetzliche Rente und Pensionen?
- Warum sind die Pensionen so viel höher als die Renten?
- Wie haben sich Renten und Pensionen zuletzt entwickelt?
- Müssen Renten versteuert werden?
Wie genau sieht die Reform der Riester-Rente aus?
Mit einer neuen staatlichen Förderung soll die private Altersvorsorge attraktiver werden. Ab 2027 wird es mehrere staatlich geförderte Altersvorsorge-Depots geben. Damit können Sparer in Aktien oder Fonds investieren, dafür gibt es staatliche Zuschüsse.
Für jeden eingezahlten Euro bis jährlich 360 Euro wird es 50 Cent vom Staat geben. Für jeden eingezahlten Euro zwischen 360 und 1.800 Euro 25 Cent. Jährlich ergibt sich so ein Zuschuss von maximal 540 Euro. Am größten ist der Vorteil für Sparer, die monatlich nur bis zu 30 Euro zurücklegen. Außerdem erhalten Eltern einen Kinderzuschlag von maximal 300 Euro pro Jahr und Kind, dafür müssen sie monatlich mindestens 25 Euro einzahlen.
Wie unterscheidet sich die neue Förderung der privaten Altersvorsorge von der alten Riester-Rente?
Bei der 2002 eingeführten Riester-Rente sind Anbieter verpflichtet, die eingezahlten Beiträge zu 100 Prozent zu garantieren. Wer über einen Riester-Vertrag fürs Alter spart, geht also kein Risiko ein. Ein geringeres Risiko bedeutet aber auch eine geringe Rendite. Zugleich kassieren Versicherungen und Banken bei den Riester-Verträgen vergleichsweise hohe Abschluss- und Verwaltungskosten. Unterm Strich lohnten sich die Verträge deshalb häufig nicht.
Mit der Reform der privaten Altersvorsorge fällt die starre Beitragsgarantie weg. Damit steigt zwar das Risiko für die Sparerinnen und Sparer, gleichzeitig wächst aber auch die Renditechance, sodass die Altersvorsorge attraktiver wird. Für diejenigen, die kein Risiko eingehen wollen, soll es weiterhin Angebote geben, bei denen 100 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert ausgezahlt werden. Neu ist außerdem, dass auch Selbständige von einer staatlichen Förderung für die Altersvorsorge profitieren.
Wie funkioniert die neue Aktivrente?
Mit der Aktivrente könnten Rentnerinnen und Rentner jeden Monat bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Dieser Freibetrag gilt direkt bei der Lohnzahlung. Das heißt: Wer als Rentner weiterarbeitet, profitiert direkt von einem höheren Nettogehalt und muss nicht erst auf die Rückzahlung nach der Steuererklärung warten. Die Aktivrente muss auch nicht beantragt werden, der Freibetrag wird vom Arbeitgeber automatisch bei der Berechnung der Lohnsteuer berücksichtigt.
Außerdem hat sich die Bundesregierung darauf geeinigt, dass die Aktivrente nicht dem so genannten Progressionsvorbehalt unterliegt. So wird vermieden, dass Rentner wegen ihrer zusätzlichen Einkünfte aus der Aktivrente in einen höheren Steuertarif rutschen und zum Beispiel auf ihre reguläre Rente oder Mieteinkünfte höhere Steuern zahlen müssen.
Werden bei der Aktivrente Sozialabgaben fällig?
Ja - wenn auch nicht in vollem Umfang. Wer Aktivrente bezieht, muss Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Der Arbeitgeber muss zudem Beiträge für die Rentenversicherung zahlen. Nur die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung fallen bei der Aktivrente komplett weg.
Wer profitiert von der Aktivrente?
Wer die Aktivrente in Anspruch nehmen will, muss die Regelaltersgrenze erreicht haben. Diese Grenze wird schrittweise erhöht und liegt für den Geburtsjahrgang 1959 derzeit bei 66 Jahren und zwei Monaten. Diejenigen, die vorzeitig in Rente gehen, profitieren erst dann vom Steuerbonus, wenn sie das reguläre Renteneintrittsalter erreicht haben.
Außerdem gilt die Aktivrente nur für sozialversicherungspflichte Jobs. Ausgeschlossen sind zum Beispiel Beamte, Selbständige und Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft. Auch für Minijobs gilt die Aktivrente nicht.
Was kostet die Aktivrente den Staat?
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erwartet jährliche Mindereinnahmen in Höhe von 890 Millionen Euro. Davon sollen jeweils 348 Millionen auf den Bund und die Länder entfallen, 134 Millionen auf die Gemeinden.
Laut Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft sind die Einnahmeausfälle für den Staat deutlich höher. Grundlage für die Analyse sind Zahlen aus dem Jahr 2023. Damals waren bundesweit rund 600.000 Menschen im Rentenalter beruflich tätig. Weil diese Menschen weniger Steuern mit der Aktivrente zahlen müssten, ergeben sich laut IW Mitnahmeeffekte in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Ob die Aktivrente tatsächlich ein Anreiz für ältere Menschen ist, länger zu arbeiten, sei hingegen unklar.
Welche Ansätze zur Reform des Rentensystems werden noch diskutiert?
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hält es für nötig, dass die Menschen in Deutschland länger arbeiten. Es könne auf Dauer nicht gut gehen, nur zwei Drittel des Erwachsenenlebens zu arbeiten und ein Drittel in der Rente zu verbringen, so die CDU-Politikerin. Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hat vorgeschlagen, dass auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um so die Einnahmen zu erhöhen.
Mit einer ganz anderen Idee hat sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung zu Wort gemeldet. Die Ökonomen fordern einen so genannten "Boomer-Soli", eine Abgabe, bei der Rentner mit hohen Einkünften diejenigen mit weniger Geld unterstützen würden. Diese Umverteilung innerhalb der älteren Generation soll die jüngere Generation entlasten.
Auf welchen Säulen steht die Altersvorsorge?
Die Altersvorsorge in Deutschland steht auf drei Säulen. Der Kern ist dabei für die meisten Menschen die gesetzliche Rentenversicherung beziehungsweise die Beamtenversorgung. Neben diesen so genannten öffentlich-rechtlichen Pflichtsystemen gibt es noch die betriebliche Altersversorgung und die private Versorgung, zum Beispiel über Riester-Verträge, private Rentenversicherungen oder Aktiensparpläne.
Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass es häufig nicht ausreicht, sich allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen. Diese werde in den kommenden Jahrzehnten langsamer wachsen als die Löhne. "Es ist deshalb sehr wichtig, zusätzlich fürs Alter vorzusorgen", heißt es von der Deutschen Rentenversicherung.
Wie unterscheiden sich gesetzliche Rente und Pensionen?
Für die Höhe der Pension von Beamtinnen und Beamten spielen zwei Faktoren eine Rolle: Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses und die Höhe der Bezüge in den letzten zwei Jahren vor der Pensionierung. So ergibt sich eine maximal mögliche Pension in Höhe von gut 71 Prozent der letzten Bezüge. In der Praxis lagen die Pensionen für Bundesbeamte 2024 durchschnittlich bei knapp 67 Prozent.
Das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung liegt derzeit bei 48 Prozent. Das bedeutet: Wer 45 Jahre lang mit einem durchschnittlichen Einkommen in die Rentenversicherung eingezahlt hat, bekommt eine Rente in Höhe von 48 Prozent dieses Durchschnittsverdienstes. Zentral für die Höhe der gesetzlichen Rente sind die Entgeltpunkte, oft auch als Rentenpunkte bezeichnet. Wer in einem Jahr genau so viel verdient hat, wie der Durchschnitt aller Versicherten (derzeit 50.493 Euro), erhält dafür einen Rentenpunkt. Jeder Rentenpunkt ist aktuell 40,79 Euro wert.
Laut Alterssicherungsbericht der Bundesregierung bekamen Rentnerinnen und Rentner zuletzt im Schnitt 1093 Euro im Monat. Die durchschnittliche monatlichen Pension für Bundesamte und Richter lag bei 3480 Euro für Männer und 2980 Euro für Frauen.
Warum sind die Pensionen so viel höher als die Renten?
Pensionen und gesetzliche Renten lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Das liegt zum einen daran, dass bei der Rente die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bereits abgezogen sind. Pensionäre müssen die Kosten, die nicht durch die Beihilfe abgedeckt werden, hingegen selbst bezahlen.
Hinzu kommt, dass die gesetzliche Rente nur die erste Säule der Altersvorsorge abdeckt, die so genannte Regelsicherung. Daneben gibt es - zumindest in der Theorie - noch die zweite Säule, die betriebliche Altersvorsorge. Für Beamte gibt es eine solche Zusatzsicherung nicht, hier muss die Pension beide Säulen der Altersvorsorge abdecken. Für die dritte Säule, die private Vorsorge, sind sowohl gesetzlich Versicherte als auch Beamte selbst verantwortlich. Verzerrt wird der Vergleich zwischen Renten und Pensionen laut Bundesinnenministerium außerdem dadurch, dass bei der Berechnung des Rentenniveaus oft auch niedrige Renten etwa von Minijobbern oder von Beschäftigten mit nur wenigen Versicherungsjahren einfließen. Darüber hinaus müssen Pensionen voll versteuert werden, Renten hingegen derzeit noch nur teilweise.
Beamte profitieren allerdings davon, dass sich die Höhe ihrer Pension nur an den Bezügen ihrer letzten beiden Beschäftigungsjahre orientiert. Hier sind die Einkünfte in der Regel besonders hoch, niedrigere Bezüge, etwa aus den ersten Berufsjahren, fallen bei der Pension daher nicht ins Gewicht. Bei der gesetzlichen Rente hingegen wird das Einkommen des gesamten Berufslebens berücksichtigt, also auch die Jahre, in denen die Versicherten noch nicht so viel verdient haben.
Wie haben sich Renten und Pensionen zuletzt entwickelt?
Laut Bundesinnenministerium sind Pensionen und Renten in den vergangenen Jahren in vergleichbarem Umfang gestiegen, weil sich beide Systeme an der Entwicklung der Löhne und Gehälter orientieren. Während die Renten in den westlichen Bundesländern von 2011 bis 2020 um 25,7 Prozent gestiegen sind, wurden die Pensionen der Bundesbeamten im gleichen Zeitraum um rund 27,6 Prozent erhöht.
Müssen Renten versteuert werden?
Ja, auch für Renten fallen auch Steuern an. Bei der Besteuerung der Renten läuft in Deutschland gerade eine Umstellung. Dabei wächst der steuerpflichtige Teil der Rente mit jedem Jahr. Wer beispielsweise im Jahr 2025 in Rente geht, muss 84 Prozent der Rente versteuern.
Diese Umstellung führt auch dazu, dass immer mehr Rentnerinnen und Rentner verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben. Eine Steuererklärung ist immer dann nötig, wenn der steuerpflichtige Teil der Jahresbruttorente über dem Grundfreibetrag liegt, derzeit sind das 12.348 Euro.
Worüber noch bei der Reform des Sozialstaats diskutiert wird:
Das Bürgergeld kürzen oder Steuern erhöhen - hier könnt ihr weitere aktuelle Debatten zum Sozialstaat verfolgen, eure Fragen stellen und mitdiskutieren:
Unsere Quellen:
- Bundesinnenministerium
- Deutsche Rentenversicherung
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Alterssicherungsbericht 2024
- Institut der Deutschen Wirtschaft
- Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
- tagesschau.de: "Wir müssen mehr und länger arbeiten."
- tagesschau.de: Beamte sollen in die Rentenversicherung einzahlen
- tagesschau.de: Aktivrente würde Milliarden kosten
- Mails und Kommentare, die uns zu diesem Thema von Usern erreicht haben
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 25.03.2026, 18:45 Uhr
28 Kommentare
Kommentar 28: Horst schreibt am 17.10.2025, 11:20 Uhr :
Sehr geehrte Damen und Herren, ich war gestern bei einem Vortrag über unsere Pflegeversicherung. Ich habe leider nicht gewusst das ich schon viele Jahre einbezahlt habe aber nie etwas bekommen werde. Weil ich so unglaublich dumm war 35 Jahre meine kleine zwei Zimmer Eigentumswohnung abzuzahlen, ich war der Meinung keine Miete als Rentner zu bezahlen wäre eine gute Idee. Weit gefehlt, wenn ich Pflegebedürftig werde zahlt der Staat nicht einen Cent für mich, es wird die Wohnung als Vermögen herangezogen, usw , mein Fleiß war es also umsonst gearbeitet zu haben. Mir kann Mann es ja wegnehmen ! Ich bin ja reich!Ne nur unglaublich dumm. Eine Frage in die Runde , ein Asylant , das sind ja nicht wenige, wer bezahlt das Pflegeheim? Das ist kein sozialer Neid von mir, das verbitte ich mir ausdrücklich. Aber warum werde ich für mein Lebenswerk noch so abgezogen?
Kommentar 27: Roger schreibt am 17.10.2025, 08:34 Uhr :
Erstaunlich finde ich allerdings, dass bestimmte Kräfte ständig den Sozialstaat abbauen wollen. Immer wird mit den steigenden Kosten und angeblich leeren Staatskassen argumentiert. Dieses Spiel ist seit Jahrzehnten beobachtbar. Es führt aber eben nicht zu Wachstum und Wohlstand, sondern zu einer Zunahme von ganz prekären Verhältnissen. Dabei wäre eine Regierung in der Lage, den Fokus auf Steuerbetrug einzustellen. Umsatzsteuerkarusselle, CumCum und CumEx zum Beispiel, müssen ja nicht sein. Hier kann die Regierung doch sinnvoll tätig werden. Aber das wird offenbar alles stillschweigend ignoriert, obwohl es ohne diese Plünderungen eine Billion Euro mehr im Staatshaushalt geben würde. So hoch wird der Steuerausfall durch Betrug für die letzten 10 Jahre mindestens eingeschätzt!
Kommentar 26: Renate schreibt am 17.10.2025, 07:04 Uhr :
Nebelkerzen wie die geplanten Änderungen beim Bürgergeld, um zu verschleiern, dass Konservative und Rechte keinerlei Antworten haben auf die dringenden Probleme unserer Zeit. Dabei ließe sich bei den Reichen in diesem Land doch wirklich genug holen.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 17.10.2025, 10:53 Uhr :
@Renate, man kann nicht alle Reiche einfach so pauschal über einen Kamm scheren. Viele sind mit Fleiß, mit Schweiß, Bildung und Anstand zu ihrer Belegschaft privat reicher geworden. Wo ich kritisiere, dass sind die großen Konzerne, die Lobby der Versorgung, die uns täglich abzocken und selbst enorm hohe Gehälter, Honorare jährlich privat erhalten. Beim Sport ist es auch so, muss ein Fußballspieler um die 20/25 Jahren schon ein (X) Millionär sein, der sich eine Yacht für 26 000 Euro am Tag buchen kann im Urlaub? Bei vielen Millionäre könnte man was holen, die in Luxus leben, aber uns über das TV sagen wie wir zu sparen haben ist hochnäsig der unteren Gesellschaft gegenüber.
Kommentar 25: Rose schreibt am 16.10.2025, 20:14 Uhr :
Wer in der Wirtschaft oder Dienstleistung gearbeitet hat, hat sich doch seine Rente verdient! Es sind doch die Beamten, mit höheren Einkünften, die aus dem was andere erwirtschaften, bezahlt werden, das ist das Problem! Da muß man kürzen, oder alle einzahlen, statt dessen spricht man nur negativ über die, die es sich in erster Linie verdient haben.
Antwort von Bernd1 , geschrieben am 16.10.2025, 21:49 Uhr :
Die paar Beamten im Vergleich zu allen anderen Arbeitnehmern sind es also, wobei die meisten bei Ländern angestellt sind, die die Rentenkasse ausbeuten? Mann oh mann, wie einfach es doch ist *Kopfschütteln*
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 16.10.2025, 22:06 Uhr :
@Rose ....Sorry, irgendwie und wo, liegen Sie falsch!
Antwort von Bernd1 , geschrieben am 16.10.2025, 22:15 Uhr :
@ Franziska1: vielen Dank
Antwort von Bernd1 , geschrieben am 16.10.2025, 22:28 Uhr :
@ Rose: die meisten Beamten haben Abitur und ein Hochschulstudium, was Grundlage einer entsprechenden Anstellung ist. Hier konkurriert der Staat mit der Privatwirtschaft um die fähigsten Köpfe. Genau die sollen für eine nicht von ihnen verursachte Krise zahlen? Man kann auch gerne 1-2 IQ Stufen runtergehen, aber gehen Sie dann mal auf ein Amt. *völligesunständnis*
Antwort von Ohje , geschrieben am 25.03.2026, 20:08 Uhr :
War ja klar, dass das "Beamtenbashing" und die "Neiddebatte" nicht lange auf sich warten lassen. Beamte verdienen Zeit ihres Arbeitslebens weniger als jeder in der freien Wirtschaft in vergleichbarer Stellung. Kleines Beispiel: Dienst zu ungünstigen Zeiten (DUZ). Einfach mal reinschauen (Seiten der Finanzverwaltungen). Dafür bekommt er/sie halt am Ende aber eine Pension. Die übrigens NICHT aus der Rentenversicherung bezahlt wird. Zudem kann ein Pensionär nicht zurück in die GKV. Bezahlen Sie doch mal eine private Vollversicherung von Ihrem Nettogehalt. Beamte tun dies. Und dann auch von ihrer Pension. Von mir aus kann man Beamte mit in die gesetzl. Rentenversicherung nehmen. Dann aber ohne private Vollversicherung, sondern GKV und natürlich den altbekannten "Sozialabgaben". Am Ende ist und bleibt es eine Tatsache: DAS würde das marode Rentensystem nicht retten. Im Gegenteil, es verursacht noch mehr Kosten. Zudem steht jedem der Weg in das Beamtentum nach §33 Grundgesetz offen.
Kommentar 24: Trebor schreibt am 16.10.2025, 14:58 Uhr :
Aktivrente schön und gut, für die Rentner, die im Alter noch Fit und Gesund sind, aber diejenigen, die nach mehr als 45 Jahren kaputtgearbeitet und krank vorzeitig in Rente gehen müssen, und dafür mit Abzügen bestraft werden, die können oft nicht mehr arbeiten, und dürfen die letzten Jahre oft in Armut leben, da viele dieser Menschen oft nicht mal mehr die 48 % bekommen, a denen die Politiker angeblich festhalten wollen, zudem warum wird immer unterschlagen, das der Rentenkasse von den Politikern seit 1957 fast 1. Billion Euro für andere Zwecke entnommen wurde, und immer noch Geld entnommen wird, und das Boomer Problem, vor allem in körperlich belastenden Berufen arbeitende Bommer erreichen das Rentenalter oft gar nicht, oder nur kurz, nachzulesen in jeder seriösen Tageszeitung auf der letzten Seite, und der fehlende Nachwuchs bei den Beitragszahlern ist ein auch dem geschuldet, das viele jungenicht mehr arbeiten wollen.
Kommentar 23: Wastl schreibt am 16.10.2025, 14:30 Uhr :
@WDR,Sebastian Moritz Zunächst einmal vielen Dank für den Beitrag, nüchtern und informativ. Ich vermisse allerdings das Thema Finanzen welche nichts mit Rentenauszahlung zu tun haben im Bundeshaushalt und würde mich freuen wenn Sie diese ebenfalls mit einbeziehen. Vielleicht eine Tabelle oder Grafik wäre super, daraus wäre auch ersichtlich wofür sonst das viele Geld ausgegeben wird welches wir durch die gigantische Neuverschuldung "haben" - (nicht Sondervermögen, das ist "Neusprech")
Kommentar 22: B. Pettelkau schreibt am 16.10.2025, 12:56 Uhr :
Seit 1990 war ich im Osten selbständig. Beim Aufbau der Firma und in der Rezession habe ich auf Altersvorsorge und teilweise Gehalt verzichtet, ich hatte Verantwortung für 12 Leute. Jetzt bekomme ich 565,00 € Rente. Um einigermaßen klar zu kommen arbeite ich als selbständiger Einzelunternehmer weiter . Weil ich auf diese Art weiter arbeite, habe ich nichts von der Aktiv-Rente. Danke dafür. Die Idee mag gut gemeint sein, ist aber leider nicht bis zum Ende durchdacht, weil offensichtlich keiner in der Bundesregierung weiß, was Selbständigkeit in der freien Wirtschaft und im Mittelstand bedeutet.
Antwort von Hausärztin , geschrieben am 16.10.2025, 19:50 Uhr :
Ganz genau, wie bei Mutterschutz und Elterngeld sind wir Selbstständigen leider mal wieder vergessen worden. Wir dürfen aber die Renten der anderen gern mit unseren Steuern mitfinanzieren und die Aktivrente auch.
Antwort von Bernd1 , geschrieben am 16.10.2025, 21:54 Uhr :
@ Hausärztin: ich habe zwar kein Rezept und keine Überweisung, stimme Ihnen aber voll zu. Davon werden Sie nicht in den Fokus geraten wie die Beamten, aber manche leiden eben ohne zu klagen. Hut ab vor denen.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 16.10.2025, 22:13 Uhr :
@B. Pettelkau....wie viel wurde in eine Rentenversicherung/ Kasse eingezahlt? Der niedrigste Satz oder teilweise gar nicht?
Antwort von Anonym , geschrieben am 17.10.2025, 06:16 Uhr :
Eigenverantwortung gehört zur Selbsständigkeit dazu.
Kommentar 21: Brigitta S. schreibt am 16.10.2025, 11:49 Uhr :
Die Regierungs- Koalition, will es allen Bürgern recht machen? Freiwillig können Rentner arbeiten? Dabei sind vermutlich Hintergedanken der Politik vorhanden. Eine höhere Arbeitsaltersgrenze will sie bestimmt freiwillig erreichen, wenn Rentner ab 66/67 Jahren noch arbeiten gehen, dann erfüllt der Rentner der Regierung den Wunsch, ihre gewünschte höhere Arbeitsaltersgrenze ist somit erreicht ohne Druck. Die Aktivrente ist nicht bei einer vorhandenen kleinen Rente zu erkennen, Minijobs zählen nicht. Sie ist für den vorhandenen Besserverdiener der bessere Jobs hatte oder hat in der Firma. Kein Geld in der Staatskasse wird gesagt, aber Geschenke machen wobei noch drauf gezahlt werden muss vom Staat, dass muss einer erst verstehen lernen. Anreize in dieser Form ist wie: Mit Speck lockt man freiwillig Mäuse, warum wird die Jugend damit nicht gelockt? Man könnte die Aktivrente, auch Aktiv-Vorsorge nennen für die Jugend! Welche Regierung weiß genau, was eine Regierung ändert später in Zukunft?
Kommentar 20: Theo schreibt am 16.10.2025, 10:55 Uhr :
Rente wird aus Arbeit bezahlt, das ginge auch mit weniger Einzahlern, aber dazu muss der Produktivitätsfortschritt beim Lohnempfänger ankommen. Die Löhne können aber nicht steigen wenn im Nachbarland die Arbeitskosten nur ein Drittel von unseren betragen. Bereits mit derzeitigen Lohnniveau wird Arbeit in EU-Billiglohnländer ausgelagert, rasend schneller seit der Ampel. Zoll könnte helfen aber den gibt es nicht in der EU geben, sonst wäre der gemeinsamer Markt kein gemeinsamer Markt mehr. Bevor wir über Verteilung und Sozialsystem im Inland nachdenken müssen wie über die EU nachdenken und statt Produktivitätsfortschritt kommt weiter Lohndumping in Deutschland bei den Bürgern an. In der Zwickmühle verliert man immer, es sei denn, man ändert die Spielregeln.
Kommentar 19: Anonym schreibt am 16.10.2025, 09:44 Uhr :
Ich frage mich wozu? Wäre es nicht sinnvoller ehrenamtlich und in der Bildung freiberuflich tätige Senioren zu unterstützen? Oder wie steht es mit den Betroffenen von Vorruhestandsregelungen im Rahmen von Stellenabbau? Wer mit 67 noch versicherungspflichtig arbeiten kann und möchte, soll es ruhig tun. Ob da nun Steuergeschenke bei leeren Kassen wirklich notwendig sind, stelle ich ernsthaft in Frage.
Kommentar 18: Horst schreibt am 16.10.2025, 06:38 Uhr :
Sehr geehrte WDR Redaktion, wieder einmal sind die Kommentare eindeutiger Beweis über die Meinung der Bürger in Deutschland. Warum wird das nicht in der Aktuellen Stunde mal gesagt, eben veröffentlicht! Mal wieder nichts sagen ist nicht die Lösung !
Antwort von Bernd 1 , geschrieben am 16.10.2025, 22:42 Uhr :
@ Horst: eine sehr gute Frage, die, wie vermute, wegen ihres unbequemen Inhalts wohl unbeantwortet bleibt. Wer geht schon in ein Studio und läßt sich im übertragenden Sinne die Hosen ausziehen. Dazu gehört ein ausgeprägter Charakter aus dem Arbeitsleben geboren. Wer hat das schon? Amthor, Baerbock …. und co, die noch nie gearbeitet haben… eher nicht. Die aber leisten wir uns für jeweils ca. 150.000 pro Jahr… sorry, ich brauch ne Pause…