Spionage-Drohnen können auch Privatunternehmen angreifen.

WDR 01:49 Min. Verfügbar bis 12.05.2028

Gefahr aus der Luft Telekom und Rheinmetall planen Drohnenabwehr

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Die Telekom und der Rüstungskonzern Rheinmetall wollen gemeinsam ein Drohnen-Schutzschild für Deutschland entwickeln. Dabei geht es vor allem um die Sicherung ziviler Einrichtungen, wie zum Beispiel Häfen, Industrieanlagen oder Energieunternehmen.

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Josef Kaiser

Wie der Drohnenschutzschild funktionieren soll, erklärten Vertreter der beiden Unternehmen bei der Fachausstellung des Vereins AFCEA, die noch bis Mittwoch im Bonner World Conference Center läuft. Ziel des gemeinsamen Projekts sei es, nicht nur militärische Objekte vor Spionage zu schützen.

"Viele Unternehmen aus der Privatwirtschaft sind sich gar nicht bewusst, dass auch sie Ziel von Angriffen werden können", sagt Mark Bürvenich von Rheinmetall. Um sie für diese Gefahr zu sensibilisieren, sei die Telekom ein idealer Partner.

Telekom will ihr Mobilfunknetz mit Sensoren nachrüsten

Und so soll der Drohnenschutzschild funktionieren: Das Herzstück bildet jeweils eine mobile Leitstelle, die in einem Container untergebracht ist. Darin sitzen Sicherheitsmitarbeiter, die die Umgebung nach Drohnen absuchen. Der Container steht dann zum Beispiel auf dem Gelände eines Chemie-Unternehmens. Verbunden ist die Leitstelle mit einem ebenfalls mobilen 5G-Mast, der das Handynetz der Umgebung kontrolliert.

Damit das überall in Deutschlandweit funktioniert, will die Telekom ihre Funkmasten mit entsprechenden Sensoren nachrüsten. "Dafür nutzen wir spezielle Frequenzen, die die meisten Drohnen erkennen", erklärt Philipp Stockmann, Senior Vice President Defense.

Drohnen können gezielt zum Absturz gebracht werden

Zur Abwehr gibt es dann mehrere Möglichkeiten. Laut Rheinmetall könne man die Drohnen mit Funksignalen zum Absturz bringen. Möglich seien aber auch der Einsatz vom Kamikaze-Drohnen oder der Abschuss von Fangnetzen. Denkbar wäre in Zukunft auch der Einsatz von Lasern.

Fachausstellung will Kommunikation zwischen Militär und Wirtschaft fördern

Ein Kongresssaal, der mit vielen Menschen gefüllt ist

Die Fachausstellung der AFCEA tagt im World Conference Center in Bonn.

Dass sich die Telekom für die Bekanntgabe ausgerechnet die Fachausstellung des Bonner Vereins AFCEA ausgesucht hat, freut die Veranstalter. Die Ausstellung fördert seit Jahrzehnten den Austausch und die Kommunikation zwischen Militär, Verwaltung, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden.

"Als wir 1986 in der Stadthalle Godesberg angefangen haben, hatten wir 17 Mitglieder", erinnert sich Geschäftsführer Thomas Wirsching an die Anfänge. Heute sind es mehr als 1500, darunter Weltmarken wie Siemens, Airbus, IBM oder SAP. Ursprünglich gegründet wurde AFCEA International 1946 von Angehören der US-Streitkräfte. Damals ging es um die Verbesserung des Fernmeldewesens.

Unsere Quellen:

  • Telekom
  • Rheinmetall
  • AFCEA Bonn
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Telekom entwickelt Drohnenabwehr mit Rheinmetall

WDR 12.05.2026 00:56 Min. Verfügbar bis 11.05.2028

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Sendung: WDR.de, Gefahr aus der Luft: Telekom stellt neue Drohnenabwehr vor, 12.05.2026, 16:57 Uhr

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