620 Wildschweine sind in NRW bereits an der Afrikanischen Schweinepest gestorben.
In Netphen-Grissenbach im Siegerland sind seit Anfang Mai mehrere tote Wildschweine entdeckt worden. Mittlerweile ist klar: Die Tiere sind alle an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben. Das hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt CVUA Westfalen in Arnsberg festgestellt.
Sperrzonen-Erweiterung betrifft drei Kreise
Das NRW-Landwirtschaftsministerium erweitert deswegen in den drei Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und Hochsauerland die Sperrzonen I und II. Das ist eine weitere Maßnahme, um die zunehmende Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Die Wildschweine waren alle in der Sperrzone I entdeckt worden.
Für die Menschen in den Sperrzonen, auch für Waldbesucher, hat das Konsequenzen: In der Sperrzonen dürfen Straßen und Wege auf keinen Fall verlassen werden und Hunde müssen an die Leine. Zum Teil sind auch die Vermarktung für das Fleisch und die land- und forstwirtschaftliche Nutzung eingeschränkt.
Zäune müssen länger werden
Wie groß die die Sperrzonen I und II künftig sein werden, ist laut Ministerium momentan noch nicht klar. Aktuell laufen noch Abstimmungen, Ende nächster Woche soll die Entscheidung stehen. "Klar ist, dass sich die Sperrzonen II und I deutlich vergrößern werden", so Ministeriumssprecher Matthias Kowalski.
Warnung vor dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest
Die Erweiterung der Sperrzonen hat auch Auswirkungen auf die Zäune, die das Land wegen der Schweinepest aufstellen lässt. Erst Mitte April hatte das Landwirtschaftsministerium mitgeteilt, dass ein neuer, rund 300 Kilometer langer Zaun gebaut werden soll.
Das Land hatte bereits beschlossen, dass Jägerinnen und Jäger mehr Geld bekommen, wenn sie Wildschweine im Kerngebiet und der Sperrzone II schießen: Pro geschossenem Wildschwein gibt es im Kerngebiet und der Sperrzone II 200 Euro. In der Sperrzone I 150 Euro.
Das Gebiet bei Grissenbach wird jetzt weiter intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht. Wer ein totes Wildschwein findet, soll sich direkt beim zuständigen Kreisveterinäramt melden. Das übernimmt dann die Bergung.
Unsere Quellen:
- NRW-Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz in NRW
- Ministeriumssprecher Matthias Kowalski
- bisherige Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Schweinepest-Sperrzonen in Südwestfalen erweitert, 09.05.2026, 12.46 Uhr