Hochsauerlandkreis: Kritik an Maßnahmen gegen Schweinepest
00:30 Min.. Verfügbar bis 06.08.2027.
Günther Wiese, Vorsitzender des Briloner Forstausschusses und SPD-Mitglied, fordert härtere Maßnahmen. Die Zäune allein würden die Tierseuche nicht eindämmen, auch die Jagd könne das Problem nicht lösen.
Forderung: Ganze Rotten töten
Jäger würden auf herkömmliche Weise die vielen Wildschweine in den Sauerländer Wäldern nicht dezimieren können. Sobald auf ein Wildschwein geschossen werde, liefen alle anderen weg. Dadurch würden sie die Seuche möglicherweise weitertragen.
Der Briloner Forstpolitiker fordert deshalb, dass Maßnahmen wie in anderen betroffenen Bundesländern greifen sollten: Dort werden ganze Rotten in ein Gatter gelockt und dann komplett getötet.
Tatsächlich sind solche Maßnahmen von den Veterinären im Sauerland angedacht – konkrete Pläne dazu sind aber noch nicht bekannt.
Engmaschige Überwachung im Märkischen Kreis
Unterdessen hat der Märkische Kreis angekündigt, die Ausbreitung der Schweinepest engmaschiger überwachen zu wollen. Jäger müssen ab sofort jeden Monat Zahlen melden, wie viele Tiere sie erlegt haben. So könne die aktuelle Situation besser eingeschätzt werden. Im Sauer- und Siegerland sind bisher 48 infizierte Tiere nachgewiesen worden.
Unsere Quellen:
- Günther Wiese, Briloner Forstausschuss
- Märkischer Kreis
- Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung