Einfach und köstlich : Indian Butter Chicken mit Gemüsereis
Das indische „Butter Chicken“ ist weltweit berühmt und eines der liebsten Rezepte, die Björn Freitag jemals im Fernsehen gekocht hat – so sagt er selbst! Die cremige, buttrige Soße mit einem Hauch Tomate und vielen indischen Gewürzen passt wunderbar zum zarten Hähnchenfleisch. Die Beilage ist appetitlich bunt – es gibt Basmati-Reis mit gedünstetem Gemüse. Das Hähnchenfleisch am besten über Nacht marinieren!
Von Björn Freitag
Alle Zutaten für 4 Personen
Zutaten
- 4 Hähnchenkeulen
- 1 EL Ghee/ Butterschmalz
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- 2 TL Chilipulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Schwarzkümmel
- 1 TL Garam Masala
- 50 ml Wasser
- 250 g Joghurt, natur
- 1 EL Limettensaft, frisch gepresst
- 1 EL Ingwer, frisch gerieben
- 1 EL Kurkuma, frisch gerieben
Info: Garam Masala ist in Indien eine traditionelle Gewürzmischung, jede Familie hat ein eigenes Rezept – so sagt man. Z.B. Koriandersamen, gemahlene Muskatblüte, Kardamom, Gewürznelken und Zimt gehören hinein.
Für die Soße
- 2 Zwiebeln
- 1 EL Ghee/ Butterschmalz
- 10 Kirschtomaten
- ½ Peperoni oder Chilischote (schärfe nach Belieben)
- 1 TL Knoblauch, frisch gerieben
- 1 TL Ingwer, frisch gerieben
- ½ TL Kurkuma, frisch gerieben
- 1 TL Bio-Zitronenabrieb
- 1 Prise Kreuzkümmel
- 1 Prise Zimt
- 1 Prise Paprikapulver edelsüß
- 1 TL Honig
- 250 g Sahne
- Salz
- ½ TL Bio-Zitronenabrieb
- Zitronensaft und/ oder Essig zum Abrunden
Zubereitung
- Haut von den Hähnchenkeulen abziehen und abgedeckt beiseitestellen.
- Fleisch von den Schenkelknochen lösen, in mundgerechte Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Hände und Arbeitsfläche sowie das Messer danach gut mit heißem Wasser und Seife reinigen. Tipp: Aus den Knochen und anhaftenden Fleischresten kann man zusammen mit Suppengemüse eine Geflügelbrühe kochen.
- Die Gewürze ohne Fett in einer kleinen Pfanne einige Minuten anrösten, dann mit Wasser ablöschen und alles zu einer Paste verrühren.
- Paste mit dem Joghurt mischen. Limettensaft, Ingwer und Kurkuma unterziehen.
- Fleisch mit der Marinade mischen, abdecken und mindestsens 3 Stunden, am besten aber über Nacht im Kühlschrank marinieren.
- Für die Hähnchenhaut-Chips die Haut in einer Pfanne großflächig ausbreiten und bei mittlerer Hitze kross anbraten. Damit sie beim Braten schön platt bleiben, ein Stück Backpapier obenauf legen und mit einem hitzefesten Gefäß z.B. einem Topf beschweren.
- Hühnerhaut nach ca. 10 Minuten wenden und mit Salz würzen. Weitere 10 Minuten krossbraten.
- Für die Soße die Zwiebeln schälen, grob kleinschneiden und in Ghee anschwitzen.
- Peperoni in Ringe sowie Tomaten in Viertel schneiden und zu den Zwiebeln geben.
- Alle Gewürze hinzufügen, gut unterrühren und alles rund 10 Minuten bei wenig Hitze schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.
- Vor dem Servieren: Mariniertes Fleisch aus der Marinade nehmen, diese gut abstreichen. Geflügelstücke in einer Pfanne anbraten, die Marinade wird dabei nach einiger Zeit leicht kross.
- Honig und Sahne zum Soßenansatz geben, alles unter Rühren aufkochen.
- Soße im Standmixer (oder Pürierstab) pürieren und zu den gebratenen Hähnchenstücken in die Pfanne geben. Gut vermischen und mit Salz abschmecken.
Für den Gemüsereis
- ½ rote Paprika
- 1 Möhre
- 1 TL Ghee/ Butterschmalz
- 200 g Basmatireis
- Salz
- 100 g grüne Erbsen frisch oder TK
- 2 Stiele glatte Petersilie
Zubereitung
- Paprika waschen, Möhre schälen und beides in kleine Würfel schneiden.
- In etwas Ghee in einer Pfanne anschwitzen, dann den gegarten Reis und Salz hinzufügen und alles gut mischen und etwas braten lassen.
- Die doppelte Menge an Wasser hinzufügen, Reis einmal aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten gar ziehen lassen.
- Erbsen und gewaschene und gehackte Petersilie unterziehen.
Anrichten
- Fleisch mit Soße und Reis in tiefen Tellern anrichten.
- Die Hähnchenhautchips ggf. etwas kleinschneiden obenauf drapieren.
Info: “Butter Chicken” soll eine kulinarische Erfindung dreier indischer Köche aus Delhi (um 1950) sein. Bevor das Gericht weltweiten Kult-Status erlangte, war es ein simples indisches Resteessen. Heute betreiben die Köche eine erfolgreiche Restaurantkette, das Butter Chicken gilt als Spezialität des Hauses. Zubereitet wird es traditionell in einem Tandur, einem indischen Lehmofen.
Guten Appetit!