Nach eigenen Angaben richten sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen insgesamt zehn Beschuldigte wegen Korruptionsvorwürfen.
Ermittler stellen Unterlagen und Datenträger sicher
Am Dienstagmorgen durchsuchten Korruptions-Ermittler insgesamt 40 Wohn- und Geschäftsräume vor allem im Ruhrgebiet, am Niederrhein sowie im Rheinland. Dabei habe man zahlreiche beweisrelevante Unterlagen und Datenträger sichergestellt, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft.
Die Behörde wirft einem 37-jährigen Mitarbeiter aus der Telekom Technik GmbH vor, Bauunternehmern lukrative Aufträge für den Glasfasernetzausbau zugeschanzt zu haben. Dafür soll er im Gegenzug Provisionszahlungen erhalten haben. Neun weitere Beschuldigte sind überwiegend bei der Baufirma tätig, wie die Kölner Staatsanwaltschaft mitteilte.
Im Hinblick auf diese zu Unrecht erlangten Zahlungen soll laut Staatsanwaltschaft im Rahmen der heutigen Razzia auch ein Vermögensarrest in Höhe von etwa einer halben Million Euro vollstreckt werden.
Bestechung, Untreue und Geldwäsche
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung im geschäftlichen Verkehr, der Untreue und der Geldwäsche laufen offenbar bereits seit mehreren Monaten. Nach einem anonymen Hinweis soll das betroffene Unternehmen die Korruptionsermittler selbst eingeschaltet haben.
Unsere Quellen:
- dpa
- Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft
Sendung: WDR.de, Korruptionsverdacht: Razzia bei Telekom-Tochter in Bonn, 21.04.2026,19:35 Uhr
Sendung: WDR2, WDR aktuell, 21.04.2026, 17 Uhr