AfD-Politiker Gerald Christ wurde wegen einer Beleidigung zu 4.000 Euro Strafe verurteilt
Der Vorfall liegt bereits ein Jahr zurück. Im Juni war der AfD-Politiker Gerald Christ in der Linie 61 an der Endhaltestelle Quirinusplatz in Bonn-Dottendorf unterwegs. Dort ist ein Streit ausgebrochen. Christ ist nach Angaben des Gerichts dabei ausfallend geworden und hat einen Mann als "Arschloch" bezeichnet.
Streit eskaliert
Hintergrund des Streits war ein lautes Telefonat eines Mannes mit Migrationshintergrund in der Bahn. Darüber ärgerten sich einige Fahrgäste. Als Christ sich daraufhin als AfD-Politiker zu erkennen gab, kam es zu dem Streit, der eskalierte und schließlich in der Beleidigung gipfelte.
Bei der Verhandlung heute gab es keinen Zeugen, der die Beleidigungen gehört hatte. Trotzdem hielt die Richterin die Aussagen des Geschädigten für glaubwürdig und verurteilte den AfD-Politiker.
Christ bestritt die Vorwürfe vor Gericht.
Der Verteidiger von Christ sagte, dass ein Zusammenhang zum politischen Hintergrund seines Mandanten offensichtlich sei. Ohne Christs AfD-Zugehörigkeit wäre diese Sache nie angeklagt worden, so sein Verteidiger.
Höhere Strafe
Das Amtsgericht Bonn hatte gegen Christ zuerst einen Strafbefehl über 900 Euro erlassen. Da er dagegen Einspruch einlegte, kam es heute zum Prozess. Jetzt hat das Gericht ihn zu 4.000 Euro Strafe verurteilt. Noch ist das Urteil aber nicht rechtskräftig. Ob Christ Revision einlegt, ist noch unklar.
Unsere Quellen:
- Amtsgericht Bonn
- Rechtsanwalt des Angeklagten
Sendung: WDR.de, Urteil Bonner AfD-Politiker, 18.06.2026, 19:15 Uhr