KatRetter-App findet Ersthelfer in Nofallnähe

WDR 03:16 Min. Verfügbar bis 08.05.2038

Jede Sekunde zählt KatRetter-App informiert Ersthelfer bei Notfällen

Stand:

Bei einem Herzstillstand kommt es auf jede Sekunde an. Die Profis vom Rettungsdienst sind zwar schnell, dennoch vergehen bis zum Eintreffen wertvolle Minuten. Genau diese Lücke soll eine neue Erste-Hilfe-App in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis jetzt schließen.

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Josef Kaiser

Die Alarmierung über die "KatRetter“-App wird von der gemeinsamen Leitstelle in Siegburg ausgelöst. Im Idealfall werden bis zu drei Personen informiert, die sich in der Nähe des Notfalls aufhalten und so sehr schnell mit der Wiederbelebung beginnen können.

Die Helfer entscheiden, ob sie den Einsatz annehmen

"Die Helfer entscheiden in der App selbst, ob sie den Einsatz annehmen oder ablehnen“, erklärt Daniel Schneider vom Amt für Bevölkerungsschutz im Rhein-Sieg- Kreis. Wenn jemand ablehnt, würden weitere Personen im Umfeld des Notfalls alarmiert.

Ulrich Heister, Ärztlicher Leiter des Bonner Rettungsdienstes, ein Mann mit grauen Haaren und schmaler, schwarzer Brille, trägt eine blaue Feuerwehr-Uniform und sitzt vor einer holzvertäfelten Wand.

Ulrich Heister, Ärztlicher Leiter des Bonner Rettungsdienstes, stellt die Notfallapp vor.

So soll die lebensbedrohliche Lücke zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen der Rettungskräfte geschlossen werden. "Bei einem Herzstillstand kommt es auf jede Sekunde an“, erklärt am Vormittag Dr. Ulrich Heister, der Ärztliche Leiter des Bonner Rettungsdienstes. Ohne Sauerstoff werde das Gehirn sehr schnell geschädigt.

"Jeder kann helfen, egal, ob Arzt oder Bäcker“

Wer bei dem Projekt mitmachen möchte, muss sich einmalig in der App registrieren. Einzige Voraussetzung: Ein Erste-Hilfe-Nachweis und ein Mindestalter von 18 Jahren.

"Jeder kann helfen, egal ob Arzt oder Bäcker“, stellt Daniel Schneider klar. Es gehe darum, möglichst schnell ins "Drücken“ zu kommen, also mit der Herzdruckmassage zu beginnen. "Wer das macht, ist ganz egal.“

Pro Einsatz werden immer mehrere Personen alarmiert

Ein Mann schaut auf drei Computerbildschirme. Auf den Bildschirmen ist die Karte für Notfälle der "KatRetter-App" dargestellt.

In der Leitstelle Siegburg wird die "KatRetter"-Karte gesichtet.

Niemand müsse Sorge haben, etwas falsch zu machen, meint Christian Diepenseifen, der Ärztliche Leiter des Rhein-Sieg-Kreises. Auch deshalb würden immer mehrere Personen alarmiert, um sich notfalls gegenseitig zu unterstützen. Außerdem stehe die Leitstelle über die App jederzeit für Nachfragen bereit.

Rettungsdienste sind oft länger unterwegs

Wie wichtig es ist, diese Lücke zu schließen, zeigt die Statistik. In der dicht besiedelten Stadt Bonn dauert es von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte knapp sechseinhalb Minuten, in den eher ländlichen Gebieten des Rhein-Sieg-Kreises im Schnitt 13 Minuten und länger.

Eine Pressekonferenz von sechs Personen, mit einer blauen Werbetafel im Hintergrund, mit der Aufschrift "Zuhause und Zukunft."

Spitzen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises stellten die App vor.

Bonns Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster (CDU), appellierten an die Bürgerinnen und Bürger, sich in der App zu registrieren. Wirklich jeder könne helfen.

KatRetter-App informiert Ersthelfer über Notfälle in ihrer Nähe

WDR 07.05.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 07.05.2028

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Unsere Quellen:

Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 07.05.2026, 13.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bonn, 07.05.2026, 19.30 Uhr

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