In vielen nordrhein-westfälischen Orten ist die zweite Runde der Kommunalwahlen gelaufen. In knapp 150 Kreisen und Städten gab es Stichwahlen um die Landrats-, Bürgermeister- und Oberbürgermeister-Ämter. Stichwahlen sind überall dort notwendig gewesen, wo vor zwei Wochen keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit erreicht hat.
WDR

Das war der Liveblog zur Stichwahl in NRW
Der Liveblog ist nun geschlossen. Wir sagen Danke für euer Interesse! Alles weitere Wissenswerte rund um die NRW-Kommunalwahlen gibt es bei uns im Hörfunk, im Fernsehen und natürlich auf WDR.de.
WDR

Wahl-Panne bei der Stichwahl in Mülheim
Bei der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Mülheim kam es zu einer Panne. Dort wurde das Ergebnis eines Briefwahlbezirks falsch zugeordnet. Die Folge: Die SPD-Bewerberin Nadia Khalaf erhielt irrtümlich Stimmen, die eigentlich Amtsinhaber Marc Buchholz von der CDU zustehen. Im Ergebnis liegt nun der 57-Jährige Politiker wieder vorne und bleibt Oberbürgermeister der Stadt Mülheim. Das hat der WDR aus verschiedenen Quellen erfahren. Wie es zu diesem Fehler kommen konnte, ist bisher unklar.
Thomas Drescher
Irritationen bei Briefwählern
Eine Reihe von irritierten Briefwählern hat sich an den WDR und an andere Medienhäuser gewandt, weil sie ihre Briefwahlunterlagen zwar beantragt, aber nie erhalten hatten. Also sie stattdessen am Sonntag im Wahllokal ihre Stimme abgeben wollten, wurden sie abgewiesen - sie hätten ja Briefwahl gemacht, hieß es. Und so ist es natürlich in den Listen in den Wahllokalen vermerkt, damit niemand seine Stimme doppelt abgeben kann. Verständlich, dass Wählerinnen und Wähler erbost sind, wenn sie so an der Stimmabgabe gehindert werden. Aber ist das wirklich eine Wahlpanne? Oder eine Postpanne? Muss womöglich die Frist zwischen Hauptwahl und Stichwahl wegen langer Brieflaufzeiten verlängert werden?
WDR

Ausgeruhte Analyse
Die CDU hat sich schon vor zwei Wochen zur Siegerin der Kommunalwahlen in NRW erklärt. Tatsächlich hat die CDU auch bei den Stichwahlen wichtige Rathäuser gewonnen. Aber auch einige verloren. An die SPD, die also nicht nur verloren, sondern auch gewonnen hat. Drei grüne Rathäuser in den Großstädten gingen verloren, ein neues wurde gewonnen. Die einzig klare Aussage, die man treffen kann ist: Das Bild ist ziemlich bunt, was bei 396 Kommunen und 31 Kreisen kein Wunder ist. Zeit also für eine ausgeruhte Analyse.
Thomas Drescher
Jung und weiblich und eher selten
In den großen Städten und den Kreisen sitzen nun sieben Frauen auf den Chefposten - sieben von 54 möglichen. Vor fünf Jahren waren es sechs. Der Rest der OBs und Landräte ist männlich und meist deutlich älter. Die Kommunalpolitik bleibt männlich dominiert. Hier gibt es ein paar Details.
Thomas Drescher
Die AfD - ein Scheinriese
Von Licht und Schatten reden gerade alle Parteien bei der Nachlese zur gestrigen Stichwahl. Aber wo soll das Licht sein bei der AfD, die keine der Stichwahlen in Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen und Bergheim für sich entscheiden konnte? Das fragt sich unser Autor Christoph Ullrich. War das ganze Gerede von der "blauen Welle", die durch NRW schwappen könnte, nur heiße Luft? Ein Kommentar.
Christoph Ullrich

Der Tag des Rosinenpickens
Guten Morgen aus Düsseldorf,
der Tag nach der Stichwahl gehört den Parteianalysten in den Landeszentralen und der Suche nach Erfolgen, mit denen irgendwie jeder zufrieden ist. Beim Wahlsieger - der NRW-CDU - hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zur Wahlnachlese angekündigt. Bei der SPD dagegen wird man analysieren müssen, warum man Dortmund verloren hat und relativ schnell feststellen, dass es an Amtsinhaber Thomas Westphal und dessen konfrontativen Wahlkampf der letzten Tage lag. Und dann wird man sich den Erfolgen in Köln, Wuppertal, Oberhausen und Mülheim widmen - in allen Städten stellt man wieder die Verwaltungsspitze. Die Grünen werden dagegen - wie die FDP - einzelne Erfolge hervorheben, die über Verluste hinwegtrösten sollen. (Münster, Telgte oder Nettetal)
Und die AfD? Die spricht davon in NRW endlich auf der Landkarte angekommen sein und peilt Siege für 2030 an - zur Wahrheit gehört jedoch: Außer in Hagen konnte sie weder in Duisburg, Gelsenkirchen oder Bergheim mehr Wähler und Wählerinnen mobilisieren als vor zwei Wochen. Mehr noch: In allen drei Fällen stimmten nach absoluten Zahlen weniger Menschen für die AfD als noch am 14. September.
der Tag nach der Stichwahl gehört den Parteianalysten in den Landeszentralen und der Suche nach Erfolgen, mit denen irgendwie jeder zufrieden ist. Beim Wahlsieger - der NRW-CDU - hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zur Wahlnachlese angekündigt. Bei der SPD dagegen wird man analysieren müssen, warum man Dortmund verloren hat und relativ schnell feststellen, dass es an Amtsinhaber Thomas Westphal und dessen konfrontativen Wahlkampf der letzten Tage lag. Und dann wird man sich den Erfolgen in Köln, Wuppertal, Oberhausen und Mülheim widmen - in allen Städten stellt man wieder die Verwaltungsspitze. Die Grünen werden dagegen - wie die FDP - einzelne Erfolge hervorheben, die über Verluste hinwegtrösten sollen. (Münster, Telgte oder Nettetal)
Und die AfD? Die spricht davon in NRW endlich auf der Landkarte angekommen sein und peilt Siege für 2030 an - zur Wahrheit gehört jedoch: Außer in Hagen konnte sie weder in Duisburg, Gelsenkirchen oder Bergheim mehr Wähler und Wählerinnen mobilisieren als vor zwei Wochen. Mehr noch: In allen drei Fällen stimmten nach absoluten Zahlen weniger Menschen für die AfD als noch am 14. September.
Martin Teigeler
Das war der Liveblog an diesem Stichwahl-Sonntag
Die Stichwahlen sind gelaufen. Die Ergebnisse stehen fest. Wir sagen Danke für euer Interesse! Alles weitere Wissenswerte rund um die NRW-Kommunalwahlen gibt es bei uns im Hörfunk, im Fernsehen und natürlich auf WDR.de.
Martin Teigeler
Wahlbeteiligung bei Stichwahlen deutlich niedriger als vor zwei Wochen
In den Stichwahlen lag die Beteiligung der Stimmberechtigten - wie üblich - deutlich niedriger als bei den Kommunalwahlen am 14. September. Beispiel Dortmund: Bei der OB-Hauptwahl vor zwei Wochen betrug die Wahlbeteiligung 53,1 Prozent, heute waren es nur noch 36,1 Prozent. Bei den Stichwahlen 2020 hatten in Dortmund 32,6 abgestimmt.
In Münster waren es 2020 bei der OB-Stichwahl 53,9 Prozent, diesmal gingen 55,4 Prozent zur Wahl. In Düsseldorf waren es vor fünf Jahren 45,3 Prozent in der Stichwahl, 2025 lag die Wahlbeteiligung bei 42,8 Prozent. In Köln stieg die Wahlbeteiligung heute im Vergleich zur Stichwahl von 2020 spürbar an von 36,2 auf 44,7 Prozent.
In Münster waren es 2020 bei der OB-Stichwahl 53,9 Prozent, diesmal gingen 55,4 Prozent zur Wahl. In Düsseldorf waren es vor fünf Jahren 45,3 Prozent in der Stichwahl, 2025 lag die Wahlbeteiligung bei 42,8 Prozent. In Köln stieg die Wahlbeteiligung heute im Vergleich zur Stichwahl von 2020 spürbar an von 36,2 auf 44,7 Prozent.
Anja Lordieck

Wüst sieht CDU als Wahlsiegerin der Stichwahlen
Ministerpräsident Hendrik Wüst bezeichnet nach den Stichwahlen die CDU in NRW als "das Kraftzentrum der CDU in ganz Deutschland". Sie sei Schrittmacher, liefere starke Wahlergebnisse für die CDU. Das sei "großartig und nicht selbstverständlich". Alle Gewählten tragen gemeinsam eine große Verantwortung, so Wüst.
Martin Teigeler
Grünen-Chef Banaszak selbstkritisch: "Vertrauen wieder aufbauen"
Grünen-Chef Felix Banaszak will aus dem eher enttäuschenden Ergebnis seiner Partei bei den Kommunalwahlen in NRW Schlüsse für kommende Wahlen ziehen. "Was wir jetzt zu tun haben, in Richtung Landtagswahl und in Richtung Bundestagswahl, ist das Vertrauen wieder aufzubauen, dass grüne Politik die richtigen Antworten auf die Fragen der Gegenwart und der Zukunft liefert", sagte Banaszak der dpa. Er sprach von einem "gemischten Ergebnis". Der Duisburger Bundestagsabgeordnete war bis 2022 Co-Landeschef der Grünen in NRW.
Die Grünen Landesvorsitzenden Yagülü Zeybek und Tim Achtermeyer betonten, die Grünen seien in den Kommunen Nordrhein-Westfalens "eine feste und verlässliche Kraft in der Stadt und auf dem Land". Zudem verwiesen sie auf Bürgermeister-Siege in Münster, Telgte, Emsdetten, Nettetal und Monschau.
Die Grünen verloren die Rathäuser in Aachen, Bonn und Wuppertal. In Münster gewann hingegen ein Grüner die OB-Wahl. Vor zwei Wochen hatten die Grünen zudem erhebliche Einbußen bei den Rats- und Kreistagswahlen hinnehmen müssen und nur noch 13,5 Prozent geholt - nach 20 Prozent bei den Kommunalwahlen 2020.
Die Grünen Landesvorsitzenden Yagülü Zeybek und Tim Achtermeyer betonten, die Grünen seien in den Kommunen Nordrhein-Westfalens "eine feste und verlässliche Kraft in der Stadt und auf dem Land". Zudem verwiesen sie auf Bürgermeister-Siege in Münster, Telgte, Emsdetten, Nettetal und Monschau.
Die Grünen verloren die Rathäuser in Aachen, Bonn und Wuppertal. In Münster gewann hingegen ein Grüner die OB-Wahl. Vor zwei Wochen hatten die Grünen zudem erhebliche Einbußen bei den Rats- und Kreistagswahlen hinnehmen müssen und nur noch 13,5 Prozent geholt - nach 20 Prozent bei den Kommunalwahlen 2020.
Anja Lordieck

SPD-Landesvorsitzende Sarah Philipp zu Dortmund: "Das ist schmerzhaft"
Zum ersten Mal seit 1946 wird Dortmund nicht mehr von der SPD regiert werden. Für die NRW-Landesvorsitzende Philipp ist damit das Ziel klar: In fünf Jahren das Rathaus in Dortmund zurückzuholen.
Martin Teigeler
SPD gewinnt in weiteren Ruhrgebietsstädten
Die Sozialdemokraten stellen weiter den Oberbürgermeister in Bottrop. Matthias Buschfeld (SPD) wird mit mehr als 62 Prozent der Stimmen neuer Rathauschef und übernimmt den Posten von Bernd Tischler (SPD), der 16 Jahre an der Spitze der Stadt gestanden hatte. Auch in Hattingen und Witten setzten sich SPD-Kandidaten bei den Stichwahlen durch.
Martin Teigeler
CDU weiter dominant in den Kreisen
Bei den heutigen Landrats-Stichwahlen kann die CDU ihre Vorherrschaft noch leicht ausbauen. Ohnehin stellten die Christdemokraten die meisten Kreischefs - nun gewann sie auch im Kreis Herford. Im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde der SPD-Amtsinhaber hingegen mit großem Vorsprung wiedergewählt. Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis gewann die SPD.
Anja Lordieck

SPD gewinnt in Wuppertal
Miriam Scherff konnte sich knapp drei Viertel der Stimmen sichern und wird neue Oberbürgermeisterin von Wuppertal. Damit hat sie den CDU-Kandidaten Matthias Nocke deutlich geschlagen. Das will sie zusammen mit ihrem Team feiern.