Tristan Vitt (SPD) wird neuer Bürgermeister in Siegen

01:36 Min. Verfügbar bis 28.09.2026

Siegen-Wittgenstein: Vitt (SPD) wird knapp Bürgermeister von Siegen

Stand:

Tristan Vitt ist neuer Bürgermeister der Stadt Siegen - mit zehn Stimmen Vorsprung. Der abgewählte Siegener Bürgermeister Steffen Mues ist enttäuscht. Der amtierende Landrat Andreas Müller (SPD) setzte sich in der Stichwahl gegen Susanne Otto (CDU) durch.

Update: Vorsprung noch knapper als gedacht

Dieser Artikel gibt den Stand am Ende des Wahlabends des 28. September 2025 wieder. Erst am Dienstag (30.09.) stellte sich heraus, dass Tristan Witt (SPD) wohl nur sieben Stimmen Vorsprung auf Steffen Mues (CDU) hat. Das hat der Wahlausschuss der Stadt Siegen bestätigt. Nach der Auszählung am Wahlabend wurde noch angenommen, er hätte zehn Stimmen Vorsprung.

In Siegen hat sich in der Stichwahl Tristan Vitt (SPD) gegen den amtierenden Bürgermeister Steffen Mues (CDU) durchgesetzt. Mit nur zehn Stimmen Vorsprung. Vitt erhielt 50,02 Prozent der Stimmen, Mues bekam 49,98 Prozent. Der Jurist Vitt dürfte mit 28 Jahren einer der jüngsten Bürgermeister in NRW sein.

Er müsse seinen Sieg erstmal verarbeiten, sagte der SPD-Mann Vitt dem WDR: "Es muss erstmal ankommen, dass man vielleicht Bürgermeister der Stadt Siegen wird. Aber dass wir nach fast 30 Jahren wieder den Bürgermeister in der Kreisstadt stellen und gemeinsam mit dem Landrat Müller hier endlich ein starkes Team bilden können, das ist ehrlicherweise ziemlich grandios."

Allerdings will er erstmal das amtliche Endergebnis abwarten: "Zehn Stimmen sind kein großer Vorsprung und am Mittwoch gibt´s das amtliche Endergebnis und dann können wir wirklich feiern", so Vitt am Sonntagabend.

Große Enttäuschung beim abgewählten Mues

Wahlplakat von Steffen Mues (CDU) zur Stichwahl

Vorahnung auf dem Wahlplakat? Mues´ Gegenkandidat Vitt bekam 10 Stimmen mehr

Steffen Mues war 18 Jahre lang Bürgermeister der größten Stadt Südwestfalens. Er zeigt sich tief enttäuscht über seine Niederlage: "Ich habe den Job immer sehr gerne gemacht. Das war für mich ein Traumjob. Es waren 18 erfolgreiche Jahre. Ich glaube, das wird mir niemand absprechen. Wir haben es nicht geschafft, unsere Wählerinnen und Wähler wieder zu mobilisieren", sagt er.

Tristan Vitt und Steffen Mues

Tristan Vitt und Steffen Mues

Mues hatte den ersten Wahlgang mit 39,7 Prozent gewonnen und wollte auch aus der Stichwahl als Sieger hervorgehen. Er hoffte im Vorfeld: "Die Leute kennen mich und wissen, was sie an mir haben. Ich habe einen satten Vorsprung. Von daher müsste das hinhauen." Vitt kam auf 26,5 Prozent.

Landrat Müller sieht das Ergebnis als Bestätigung seiner Arbeit

Als Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein hat sich Andreas Müller (SPD) durchgesetzt. Er erhielt 62,2 Prozent der Stimmen. Seine Gegenkandidatin Susanne Ute Otto (CDU) erhielt in der Stichwahl 37,80 Prozent.

Andreas Müller (SPD) bleibt Landrat in Siegen-Wittgenstein

01:48 Min. Verfügbar bis 28.09.2026

"Ich freue mich persönlich wirklich sehr über dieses deutliche Ergebnis, über das große Vertrauen, was mir die Siegerländer und Wittgensteiner im übrigen ja in allen elf Städten und Gemeinden des Kreises ausgesprochen haben. Das werte ich als Bestätigung meiner Arbeit bisher, aber auch als Auftrag, weiterhin das Beste für den Kreis zu suchen", sagt er.

Nach der Auszählung der Stimmen für den Landratsposten im ersten Wahlgang war klar: Es wird eine Stichwahl geben. Der amtierende Landrat Andreas Müller von der SPD hatte zwar die meisten Stimmen erhalten, jedoch die absolute Mehrheit verfehlt. Er kam auf knapp 44 Prozent der Stimmen.

Kandidatin für die CDU Susanne Otto

Enttäuschte CDU-Landratskandidatin Otto

Heute trat Müller daher gegen die CDU-Kandidatin Susanne Otto an. Besonders brisant: Als Polizistin in Führungsposition trat sie gegen ihren aktuellen Vorgesetzten an. "Mein Ziel war die Stichwahl", sagte Otto vor der Stichwahl. "Jetzt gebe ich nochmal alles, um als Siegerin hervorzugehen."

Bürgermeister in Burbach und Bad Laasphe stehen fest

Auch in Burbach gab es eine Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Die hat Jonas Becker (CDU) für sich entschieden, mit 62,86 Prozent. Seine Gegenkandidatin, Andrea Usung (unterstützt von der SPD) bekam 37,14 Prozent. Im ersten Wahlgang hatte Becker 48,7 Prozent der Stimmen geholt, Andrea Usung kam auf 25,4 Prozent.

In Bad Laasphe hat sich Dirk Terlinden (Einzelbewerber) mit 56,87 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Sein Gegenkandidat Samir Schneider (SPD) holte 43,13 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang war es mit 35,8 Prozent der Stimmen für Terlinden und 33,2 Prozent der Stimmen für Schneider ein Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen.

Hier findet ihr alle Wahlergebnisse im Kreis Siegen-Wittgenstein:

Meinen Wahlkreis finden:

Wer mehr über einzelne Kandidatinnen und Kandidaten erfahren möchte, findet viele Informationen im Kandidat:innencheck zur Kommunalwahl 2025.

Rückblick: Erster Wahlgang am 14. September

In Wilnsdorf ist der amtierende Bürgermeister Hannes Gieseler (SPD/BfWuFDP/Grüne) mit 61,4 Prozent im Amt bestätigt worden. In Erndtebrück gab es ebenfalls keinen Wechsel im Rathaus. Henning Gronau (SPD) holte 85,2 Prozent der Stimmen. Auch in Freudenberg bleibt Nicole Reschke (SPD) mit 54 Prozent der Stimmen im Amt.

In Bad Berleburg gewann Volker Sonneborn (CDU) mit 77,4 Prozent. In Kreuztal Michael Kolodzig (SPD) mit 53,2 Prozent und in Netphen Marco Müller (CDU) mit 51,8 Prozent.

In Hilchenbach gab es zuerst Probleme beim Auszählen der Stimmen. Später am Abend war klar: Kyrillos Kaioglidis (Einzelbewerber) bleibt Bürgermeister. Er holte 86,5 Prozent der Stimmen. Kaioglidis hatte keinen Gegenbewerber.

Andreas Müller (SPD) bleibt Landrat in Siegen-Wittgenstein

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Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • infratest dimap

Über die Ergebnisse der Stichwahlen berichten wir am 28. September auch im Radio auf WDR 2. Das WDR Fernsehen berichtet ab 18 Uhr live über die Stichwahlen. Sonderausgaben der Lokalzeit mit Ergebnissen aus der Region sind geplant für 18.30 Uhr, 19.49 Uhr und innerhalb der WDR aktuell-Ausgabe ab 21.45 Uhr.

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