Unterrichtsmaterial | Modul II : Formate und Kanäle
Welche Formate und Marken findet man beim WDR? Über welche Kanäle werden sie ausgestrahlt? Wie wichtig ist die Zielgruppe für die Berichterstattung? Wie werden Podcasts und Social-Media-Beiträge produziert? Medienprofis nehmen Sie und Ihre Schüler:innen mit hinter die Kulissen von Quarks und zeigen die typischen Arbeiten in Medienberufen.
Das Modul ist in thematische Einheiten gegliedert. Diese können Sie in der klassischen Reihenstruktur oder als individuelle Auswahl verwenden. Legen Sie gerne eigene Schwerpunkte fest und setzen Sie das Material lerngruppenbezogen ein.
Deine Media-Kanäle
Ihre Schüler:innen nutzen täglich verschiedene Media-Kanäle. Anhand eines Schaubildes (Arbeitsblatt 2.1) sollen sie diese angeben und ihre Lieblingsformate notieren. Besonders auf Social-Media sind Jugendliche aktiv. Wem folgen sie dort und warum? Lassen Sie darüber berichten.
Tipps zur Differenzierung
Das Glossar (Materialblatt 2.10) hilft dabei, typische Medienbegriffe voneinander zu unterscheiden.
Markenvielfalt – für jeden was dabei
In der ARD und im WDR gibt es viele Marken. Die Schüler:innen lernen zunächst, was eine Marke ausmacht und warum sie wichtig ist (Arbeitsblatt 2.2). Im Anschluss untersuchen sie die verschiedenen Web-Präsentationen von 1LIVE, Tagesschau und Die Maus. Woran erkennt man in den unterschiedlichen Auftritten das Besondere? Ihre Beobachtungen halten sie in einem Analysebogen fest (Materialblatt 2.3). Zum Schluss skizzieren sie einen Charakter, welcher der typischen Zielgruppe einer ausgewählten Marke entspricht.
Tipps zur Differenzierung
Die Aufgabe 3 auf dem Arbeitsblatt 2.2 können Sie auch als Vertiefung behandeln. Der Tipp-Kasten bietet dabei eine Hilfe zur Erstellung der Charakter-Skizze einer bestimmten Zielgruppe.
Lieblingsformate
Zu einer Marke können verschiedene Formate gehören. Die Schüler:innen suchen sich aus einer Auswahl zunächst ein Format aus und setzen sich mit einigen Beiträgen auseinander (Arbeitsblatt 2.4). Dabei erstellen sie ein Profil, um das Format zu beschreiben (Materialblatt 2.5). Wer sind die Moderator:innen? Welche Themen sind typisch? Zum Schluss tauschen sich die Jugendlichen über ihre persönlichen Bewertungen aus.
Tipps zur Differenzierung
Auch die Erstellung mehrerer Format-Profile ist möglich.
Quarks – Wissenschaft auf vielen Kanälen
Es gibt verschiedene Sendungen und Formate, die alle zu Quarks gehören und über ähnliche Themen berichten. Während ältere Nutzer:innen eher die Fernsehsendungen kennen, sind bei jüngeren User:innen die Social-Media-Angebote von Quarks sehr erfolgreich. Im Podcast schildert Redakteur Jonathan Focke, wie sich die Aufbereitung wissenschaftlicher Themen für die unterschiedlichen Kanäle unterscheidet. Die Schüler:innen befassen sich in Teamarbeit näher damit (Arbeitsblatt 2.6). Sie stellen die Fernsehsendung den Social-Media-Kanälen gegenüber. Durch den Vergleich erfahren sie mehr über Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den medialen Ausspielwegen. Im Anschluss setzen sie sich eingehender mit dem redaktionellen Prozess auseinander, in dem unterschiedliche Medienprodukte entstehen. Dabei erfahren sie einiges über die verschiedenen Medienberufe.
Passgenau produzieren
Viele Jugendliche glauben, dass sie in den sozialen Medien über "alles" informiert würden. Durch die folgende medienpraktische Aufgabe sollen die Schüler:innen reflektieren, ob diese Ansicht wirklich richtig ist. Die Schüler:innen planen eigene Beiträge und fragen sich dabei, was einen guten Podcast und was einen guten Social-Media-Beitrag ausmacht (Arbeitsblatt 2.7). Dafür recherchieren sie zunächst Quarks-Themen und machen sich Notizen. Dann skizzieren sie einen Instagram-Post (Materialblatt 2.8) oder planen einen Podcast (Materialblatt 2.9). Während die Schüler:innen die Beiträge entwickeln, werden sie merken, dass sich in den unterschiedlichen Medien nicht dieselben Inhalte transportieren lassen. Thematisieren Sie das im Anschluss deutlich im Klassengespräch.
Tipps zur Differenzierung
In Arbeitsblatt 2.7 können Sie die Aufgaben 2 (Instagram-Post) und 3 (Podcast) zur Wahl stellen. Ein Post-Entwurf ist weniger aufwendig als die Planung eines Podcasts.
Sie können Ihre Schüler:innen auch eigene Beiträge produzieren lassen. Der Tipp-Kasten verweist auf die Medienbox NRW der Landesanstalt für Medien (LfM). Dort können sich die Schüler:innen darüber informieren, wie man Podcasts aufnimmt, verarbeitet und veröffentlicht.