Städte stimmen über Olympia-Standorte ab | WDR aktuell

02:35 Min. Verfügbar bis 10.03.2028

Olympia in NRW: Was dafür spricht und was dagegen

Stand:

Welche Auswirkungen hätte Olympia an Rhein und Ruhr für uns? Und wie stehen die Chancen, dass es in absehbarer Zeit Olympische Spiele in NRW geben wird? Die Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab.

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Ein wichtiger Faktor für Olympia in NRW ist die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 19. April können die Wahlberechtigten der 17 NRW-Kommunen, in denen sportliche Wettbewerbe stattfinden sollen, darüber abstimmen, ob sie generell für oder gegen die Spiele sind. Offiziell firmieren diese unter der Ortsmarke "Köln-Rhein-Ruhr", beteiligt sind nach derzeitigem Stand Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen, Wuppertal sowie Köln als "Leading City".

Aber welche Vorteile hätten Olympische Spiele vor unserer Haustür? Und welche Nachteile würde ein solches sportliches Mega-Ereignis mit sich bringen, das 2036, 2040 oder 2044 stattfinden könnte?

DAS SPRICHT FÜR OLYMPIA IN NRW

Einige Argumente für Olympische Spiele in NRW könnten sein:

Infrastruktur in der Region wird verbessert

Olympische und Paralympische Spiele können nachhaltige Entwicklungen in Gang setzen, von denen die Bevölkerung auch dann profitiert, wenn die Sportler längst wieder fort sind. Es fließen Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und in die Digitalisierung. Der Deutsche Behindertensportverband sieht ebenfalls positive Auswirkungen: "Investititionen in barrierearme Mobilität, moderne Sportstätten und Assistenztechnologien sowie eine zugängliche öffentliche Infrastruktur bleiben als dauerhaftes Vermächtnis bestehen", hieß es in einer Mitteilung. Auch werden viele Sportstätten und Trainingsgelände auf Vordermann gebracht, wovon später auch der Breitensport profitieren kann.

Dazu versprechen sich die Ausrichter einen städtebaulichen Effekt: Das Olympische Dorf und das temporäre Leichtathletikstadion, das im Kölner Norden entstehen soll, sollen nach dem Ende der Spiele die Basis für einen neuen Stadtteil bilden. Das Stadion soll zu einem grünen Park umfunktioniert werden, in den Tribünen sollen Büros, Geschäfte und Kitas aufmachen. Auch die Apartements des olympischen Dorfs mit ca. 16.000 Betten sollen nach den Spielen von den Bürgern genutzt werden, hier soll sozialer Wohnraum geschaffen werden.

Bessere Stimmung und Zusammenhalt im Land

Tausende Zuschauer verfolgen auf der Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin das WM-Fußballspiel zwischen Deutschland und Argentinien

WM 2006: Als "Schland" geboren wurde

Wer sich an das "Sommermärchen 2006" erinnern kann, als bei der Fußball-WM "die Welt zu Gast bei Freunden" war, weiß: Ein solches Ereignis kann durchaus helfen, die Stimmung in einem Land zu verbessern. Angesichts der aktuellen politischen und sozialen Probleme wäre eine positive Geschichte, die möglichst viele Menschen teilhaben lässt, bestimmt nicht zu verachten. Erreichen wollen das die Olympiamacher mit einer Rekordkulisse: 14 Millionen Menschen sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele besuchen können - das wären mehr als in Los Angeles 2028.

Zugute kommen sollen NRW dabei die schon vorhandenen Stadien und Sportstätten: Die Schwimmwettbewerbe sollen vor 60.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke stattfinden, das Handballfinale könnte im Düsseldorfer Stadion vor 50.000 Menschen ausgetragen werden. Die bereits existierenden Stadien und die Erfahrung, die man in NRW mit großen Sportveranstaltungen hat, sollen es laut Christoph Niessen "ermöglichen, die Spiele viel breiter zugänglich zu machen". Das sagte der Chef des Landessportbundes der "Aachener Zeitung". Man habe den Anspruch, sehr preisgünstige Tickets anzubieten, damit möglichst vielen Menschen die Spiele besuchen können.

Zeichen für Demokratie setzen

Olympische Spiele in Sotschi und Peking, Fußball-WMs in Russland, Katar und bald in Saudi-Arabien: Viele Menschen haben ein Problem damit, sich unbeschwert auf sportliche Großereignisse einzulassen, wenn im Austragungsland Demokratie und Menschenrechte im Argen liegen. Aber autoritäre Regime betreiben eben gerne "Sportswashing", um ihr Image zu verbessern und von ihren problematischen Strukturen abzulenken. Auch Katar will sich um die Spiele 2036 bewerben und könnte dann in direkter Konkurrenz zum Austragungsort "Köln-Rhein-Ruhr" stehen.

Es mag etwas hochgestochen klingen, aber in Zeiten, in denen autoritäre Regierungen und Systeme immer stärker werden, können Olympische Spiele, die in einer offenen und freien Gesellschaft stattfinden, auch über den Sport hinaus wirken. "Die Spiele können ein positives Zeichen für internationalen Zusammenhalt, Frieden und Inklusion setzen", heißt es in einer Stellungnahme des Landessportbundes. "Sie bieten die Chance, gesellschaftliche Themen wie Barrierefreiheit, Klimaschutz und Teilhabe sichtbar zu machen und zu fördern. Es gilt, die Chance zu nutzen und die Olympischen und Paralympischen Spiele in ein demokratisches Land wie Deutschland zu holen."

Sportstandort NRW profitiert

Die drei Goldmedaillen und die Bronzemedaille von Quentin Fillon Maillet

Team Deutschland bei Olympia: Mehr Medaillen sollen her

Sind wir mal ehrlich: Mitmachen ist toll, aber Gewinnen ist toller. Das sieht nicht nur Bundeskanzler Friedrich Merz so, der unlängst die deutsche Bilanz der Olympischen Winterspiele als "gut, aber nicht gut genug" bezeichnete. Auch viele Sportzuschauer wunderten sich, dass Team Deutschland bei den vergangenen beiden Sommerspielen im Medaillenspiegel schlechter abschnitt als die Niederlande.

Das könnte sich mit "Köln-Rhein-Ruhr" ändern. Denn es zeigt sich immer wieder: Olympische Spiele im eigenen Land sind ein regelrechter Booster für Medaillen und Top-Leistungen. Zum einen hat man als Gastgeberland in jedem Olympischen Wettbewerb einen Startplatz bereits sicher. Und zum anderen tun sich im Vorfeld von Heimspielen diverse zusätzliche Fördertöpfe auf, es gibt verbesserte Trainingsmöglichkeiten und einen größeren Fokus auf die Sportlerinnen und Sportler. Bei Olympia werden Helden und Idole geboren, die wiederum den Sport-Nachwuchs animieren und motivieren können.

DAS SPRICHT GEGEN OLYMPIA IN NRW

Gegen die Olympischen Spiele in NRW könnte sprechen:

Spiele bringen unkalkulierbare Kosten

Wie viel Olympische Spiele letztendlich kosten, ist schwer abzuschätzen - auch im Nachhinein. Aber dass es teurer als geplant wird, war in der Vergangenheit meist die Regel.

US-Schauspieler Tom Cruise hält während der Schlussfeier die olympische Fahne

Olympia in Paris kostete 2024 über 6 Milliarden Euro

So wurden bei der Bewerbung für Paris 2024 öffentliche Kosten von 2,4 Milliarden Euro veranschlagt, nach den Spielen bezifferte der französische Rechnungshof die Kosten mit 6,6 Milliarden Euro - und da waren die 1,4 Milliarden Euro, die für die Reinigung der Seine ausgegeben wurden, um dort Schwimmwettbewerbe abzuhalten, noch nicht einmal komplett eingeschlossen. Natürlich haben Investitionen in Olympische Spiele auch positive Effekte, etwa für die Infrastruktur und den Tourismus. Das gegenzurechnen, ist jedoch derzeit seriös nicht machbar.

Laut Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) liegen die Durchführungskosten für die "Köln-Rhein-Ruhr"-Spiele bei 4,8 Milliarden Euro (Stand Februar 2026). Um diese zu decken, würden allerdings keine öffentlichen Mittel benötigt. Im Bewerbungskonzept heißt es dazu: "Die Kosten für die Durchführung der Spiele (...) werden vollständig über Einnahmen durch TV-Rechte, Werbung und IOC-Zuschüsse abgedeckt. Öffentliches Geld würde nur für Sicherheit und medizinische Versorgung eingesetzt." Ein ausgeglichenes Budget sei das "klare Ziel". Der Deutsche Olympische Sportbund rechnet mit einem Gewinn von rund 400 Millionen Euro.

Umweltaspekte

Kritik an der NRW-Olympiabewerbung kommt unter anderem vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). So sollen das Olympische Dorf sowie das Leichtathketikstadion im Kölner Norden auf einer bisher unbebauten Fläche entstehen. Allerdings werde dieses Areal bisher unter anderem landwirtschaftlich genutzt und fungiere als wichtige Kaltluftschneise für die Stadt. "Die dürfen wir nicht versiegeln für Olympia oder ein olympisches Dorf", sagt BUND-Vorstand Helmut Röscheisen dem WDR.

IOC: Fragwürdiger Verband hält Hand auf

Die olympischen Ringe am Sitz des Internationalen Olympischen Komitees

Das IOC sehen viele kritisch

Wie genau die Kommunen und das Land NRW von Olympischen Spielen profitieren würden, ist derzeit ungewiss. Nur für einen der Beteiligten lohnt sich "Olympia Köln-Rhein-Ruhr" auf jeden Fall: für das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Das IOC nimmt die größten Summen ein aus der medialen und werberechtlichen Vermarktung. Die gibt er zu 40 Prozent auch an den Ausrichter zurück. Den Rest verwendet er, um den Olympischen Gedanken zu fördern", sagt der Sportökonom Timo Zimmermann.

Ähnlich wie die FIFA hat auch das IOC seit Jahren einen schlechten Ruf: Kritiker bemängeln Korruption, Intransparenz und zu große Nähe zu autoritären Regimen. Hinzu kommt, dass die Ausrichter in den Verträgen oft Steuererleichterungen für das IOC und seine Partner zusagen müssen. "Das IOC zwingt den Ausrichtern Host-City-Contracts auf, die der Stadt die volle Haftung auferlegen und das IOC von sämtlichen Steuern und Zöllen befreien", bemängelte etwa die Leverkusener Linken-Fraktion vergangene Woche im Stadtrat laut "Rhein-Wupper-Zeitung".

Bei den Sportlerinnern und Sportlern bleibt von den Milliarden, die die Spiele dem IOC in die Kasse spülen, aber nur ein Bruchteil hängen, kritisieren Athletenverbände. Laut einem Bericht der Organisation "Global Athlete" wurden 2020 nur 0,5 Prozent der IOC-Einnahmen für Stipendien, Zuschüsse oder Preisgelder verwendet.

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagenturen dpa, AP
  • Olympiabewerbung Köln-Rhein-Ruhr
  • Landessportbund NRW
  • Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags
  • Rhein-Wupper-Zeitung vom 6.3.2026
  • Aachener Zeitung

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 10.03.2026, 12.45 Uhr

Kommentare zum Thema

19 Kommentare

  • 19 Canasta-Furie 12.03.2026, 12:08 Uhr

    Abstimmungsverhältnis gilt schon bei 10% Wahlbeteiligung. Ist das noch Demokratie. 10% können immer manipuliert werden. Sauerei diese teure Kampagne. Isabell Werth und ihr Pferd haben schon genug Geld.

  • 18 Franziska 1 11.03.2026, 14:03 Uhr

    NRW, wie wäre es, wenn es als Erster der Welt eine Sportspiel - Olympiade ins Leben bringen würde, nur für international sportliche Kinder zur besseren Verständigung untereinander? Damit Migration und Integration in Zukunft besser als Erwachsener gelingt? Die Olympiaden die auf der Welt praktiziert werden, haben doch nebenbei auch ähnliche Ziele. So eine Olympia im kleineren Stil müsste nicht XXX - Milliarden kosten. Olympia geht in wenigen Wochen zu Ende, was bleibt sind die Kosten die nicht kalkuliert wurden? Würde, Respekt und humanen Umgang zu anderen Menschen lernen Kinder leichter, wenn Erwachsene sich als gute Vorbilder zeigen. Dazu brauchen sie als Kinder eine internationale Bühne mit allen Religionen der Welt. Schulen schaffen es nicht alleine. Eine bessere Stimmung und Zusammenhalt wünscht man sich im Land? Wenn Menschenrechte im Argen liegen, bedarf es auch Mal mehr zu tun, als nur den Blick auf den eigenen Traditions- Ablauf hinzulenken.

    Antworten (2)
    • Canasta-Furie 11.03.2026, 21:56 Uhr

      Leider gibt es immer mehr kulturellen Druck, so dass Mädchen aus ethnischen/religiösen Gründen vom Sport- und Schwimmunterricht ausgeschlossen werden sollen. Unsere Gesellschaft wird immer ungleicher. Die Gesellschaft wird gespalten. Religiöse Ernährungsgewohnheiten werden auch Schulen und Kindergärten aufgezwungen. St-Martin soll Lichterfest heißen. Tannenbäume werden teilweise nicht mehr geschmückt, weil man sich religiös nicht mehr auf die Tradition einigen kann. Mädchen sollen durch das Kopftuch ausdrücken, dass sie sich dem antiquierten Männlichkeitsideal unterordnen. Wie kann sich eine Gesellschaft wie die unsere nur so dermaßen selbst verraten. Die Kinder der Nationen werden nicht zu einer Kinderolympiade zusammenfinden können. Unsere Nation wird sich wahrscheinlich auflösen. Unsere Werte auch.

    • Franziska 1 12.03.2026, 11:25 Uhr

      @Canasta-Furie …Ja, man kann sich Gedanken machen wie man will, es scheitert an so vielen Dingen. Wie wollen wir jemals in Frieden leben können, wenn sich Menschen selbst Knüppel vor die Beine legen, wo manches einem selbst so unwichtig erscheint. Danke für ihre Antwort!

  • 17 Dieter 11.03.2026, 11:21 Uhr

    Ich lehne die Spiele ab. Weil......... die Spiele kosten sehr viel Geld. Das wissen wir aus der Vergangenheit. Und wir haben in NRW noch so viel zu tun, da haben wir keine Zeit dafür, und kein Geld. Fangen wir doch mal an: 1. Wir brauchen dringend Wohnungen. 2. Unsere Brücken sind veraltert. 3. Das Radwegenetz muss ausgebaut werden. 4. Unsere Schulen sind reparaturbedürftig. 5. Schwimmbäder mussten stillgelegt werden, wil kein Geld da war. 6.Viele Straßen müssen erneuert u. instandgesetzt werden. 7. Der öffentliche Nahverkehr darf nicht zu teuer werden. 8.Wir haben zu wenig Altenheime,bzw. Seniorenwohnungen. 9. DB.......das Schienennetz ist veraltert, u. muss erneuert werden. Mit Sicherheit fehlen noch mehrere Punkte, aber ich muss Schluss machen. Und das alles kostet viel,viel Geld. Und überall sin die Kassen leer. Und deswegen können wir kein Olympia veranstalten!!!!!-

  • 16 Brigitta S. 11.03.2026, 11:03 Uhr

    Jahrelang wird von NRW negativ berichtet, woran es vorne und hinten fehlt für die Bürger. Ich würde eine Olympiade dem NRW gerne vergönnen, aber nicht wenn die Politik meint , dass sie finanziell mit einer Olympiade das große Los ziehen wird. Meine Verwandtschaft in NRW stimmt jetzt schon gedanklich dagegen, wenn sie sich das ärmliche Umfeld in mancher NRW- Region anguckt.

  • 15 Canasta Furie 11.03.2026, 10:21 Uhr

    Leute, in Kleve an einer Schule sollen sich Kinder wegdrehen, wenn sie im Beisein eines praktizierenden Ramadan-Schülers in ein Pausenbrot beißen wollen. Wie soll dann die knappe Sportkleidung der Athletinnen in die vom Islam immer zunehmender dominierten Öffentlichkeit von Rhein/Ruhr passen?

    Antworten (4)
    • Brigitta S. 11.03.2026, 16:57 Uhr

      @Canasta ..Meine Güte, da wird Deutschlandweit eine Mobbing- Hetz-Welle eingeleitet zwischen Muslime und anderen Kindern. Eine Mutter einer Schülerin hat den Vorfall geschildert der Presse, weil petzende Mädchen sich an einen Lehrer gewandt haben. „Kinder sollen sich beim Essen (bei Ramadan) wegdrehen“. Es war bestimmt nur eine zu schnelle flapsige Antwort zu dem Zeitpunkt, bestimmt nicht ernst gemeint. Kinder reagieren ab und zu Mal so, auch bei einem anderen Verhalten. Die Presse und Erwachsene machen ein Politikum, ein flächenmäßiges Drama daraus? War „Bild“ genau vor Ort und hat eindeutig die Kommunikation zwischen den Kindern und Lehrer gehört?

    • Paul S. 11.03.2026, 18:29 Uhr

      Jeden Tag gehen Schüler an meinen Garten vorbei, wobei ich feststelle, nicht nur Migrantenschüler betreiben Mobbing, auch deutsche Schüler, meisten übertreiben die Mädchen. Wer wirft von ihnen den ersten „sauberen fairen Stein“? Deutsche Eltern erkennen und hören es nicht? Die Presse ebenfalls nicht? Seid nicht so unfair im Land.

    • Canasta-Furie 12.03.2026, 09:26 Uhr

      @Brigitta. War das Mädchen, das nach heutiger Berichterstattung in einem Jugendclub in Neukölln von einer arabisch-stämmigen Jugendgruppe vergewaltigt worden ist, auch ein petzendes Mädchen? Der Jugendclub meldete den Vorfall nicht. Man wollte nicht, dass die Jugendgruppe marginalisiert würde und gesagt werde "die Muslime". Wo leben wir eigentlich?

    • Martin Schmidt 12.03.2026, 13:10 Uhr

      Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber für billige Hetzposts ist halt überall Platz.

  • 14 Gilbert 11.03.2026, 08:53 Uhr

    2036, 2040, 2044? Nicht, wenn wir uns bis dahin -aufgrund von nimmersatter Raffgier, kindergartenähnlichem Macht- und Imponiergehabe und Überdrehen der kriegerischen Eskalationsspiralen- alle längst und gegenseitig schon pulverisiert haben. Vor diesem aktuellen Hintergrund ("Zeitenwende"), erscheint der "Olympische Gedanke" (Völkerverständigung, Freundschaft, Fairness im sportlichen Wettbewerb) nur noch heuchlerisch.

    Antworten (1)
    • Franziska 1 11.03.2026, 19:47 Uhr

      @Gilbert, Sie haben recht! Wer weiß, was in 10 Jahren sich tut auf der Welt? Ja, die vorhandenen Kriege zeigen, wie schnell sich die Politik verändern kann, zu Ungunsten der Menschen. Morgen ist wieder allgemein Alarm, Sirenen werden heulen. Ist zwar nur ein Probe -Alarm, aber im Osten heulen sie wegen echter Zerstörungs- Gefahr an Leib und Seele. Von Sachschaden braucht man gar nicht reden, da wird die Versorgung für Menschen zerstört, skrupellos können Mächte sein. Die sind auch heuchlerisch und dazu setze ich die "Scheinheiligkeit" ihrer Politikarbeit.

  • 13 Bernd 11.03.2026, 07:30 Uhr

    All das was positiv an Olympia sein soll kann auch ohne die Spiele umgesetzt werden und das ohne die erwähnten Nachteile in Kauf zu nehmen. Verbesserte Infrastruktur: Keiner der politischen Entscheidungsträger wird daran gehindert sie umzusetzen Mehr Zusammenhalt im Land: Kann auch ohne Olympia entstehen. Es braucht halt einen Focus. Zeichen für Demokratie setzen: Genau weil Olympia für Demokratie steht ... ROTFL (Sotchi, Russland ist ja eine lupenreine Demokratie ;-) Sportstandort profitiert: siehe verbesserte Infrastruktur. Kann auch ohne Olympia umgesetzt werden.

  • 12 Franziska 1 10.03.2026, 23:20 Uhr

    Falls NRW die Olympischen Spiele bekommen sollte, dann erhoffe ich für die Teilnehmer der Paralympics -Spiele, dass NRW gut versorgt für die Behinderten bei der nötigen Barrierefreiheit der Unterkünfte. Ein Rollstuhl kommt zwar durch eine normale Tür ins Bad, er muss jedoch auch ausreichend einen Wendekreis zur Verfügung haben. Es wird viel gesagt, was man berücksichtigt beim Bauen der Unterkünfte und trotzdem hundertprozentig wird oft nicht alles durch gedacht, was Behinderte benötigen. In Paris war nicht alles barrierefrei, weder in manchen Unterkünften noch in der Öffentlichkeit, bei den Stadien wurde sichtbar vorgesorgt. NRW müsste daran denken, einsparen lässt sich bei der Vorsorge für Sportler -Behinderte nichts. Behinderte brauchen mehr Ohr von der Presse, schließlich leisten auch sie enorm viel beim Sport und möchten sich dann in NRW umsehen.

  • 11 Ruhr.2010 10.03.2026, 21:16 Uhr

    Man möge bitte bedenken, dass auch NRW endlich mal ein richtiges Prestige-Projekt braucht: Bayern hatte seine Autobahnmaut, Baden-Württemberg Stuttgart 21, Nordrhein-Westfalen nun hoffentlich (NICHT!) die noch viel großartigeren Olympischen Spiele! Natürlich befragt man zur Olympiade nicht ganz NRW, denn dann wäre eine Ablehnung doch viel zu wahrscheinlich... Hat der WDR eigentlich schon mal darüber berichtet, wieviel Geld NRW und die Kommunen bis jetzt schon für das Olympia-Projekt ausgegeben haben?

    Antworten (2)
    • Suzi Heckantrieb 10.03.2026, 22:41 Uhr

      Im Olympia-Artikel von Ingo Neumayer steht doch, dass die Kosten für Olympia auch durch TV-Rechte abgedeckt sind. Und wer zahlt Rundfunkbeitrag? Der arme Rentner, die Bezieher von Übergangs-, Kranken-, Arbeitslosengeld, arme Studenten, Geringverdiener, Alleinerziehende.

    • Paul S. 11.03.2026, 10:48 Uhr

      @Ruhr „Bayern hatte seine Autobahnmaut“? Wie kommen Sie zu dieser Meinung? Eine Autobahnmaut wurde nicht eingeführt. Die einmal geplante Pkw-Maut wurde aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs als diskriminierend eingestuft und ist seitdem nicht in Kraft getreten.

  • 10 Franziska 1 10.03.2026, 20:18 Uhr

    Man hört, dass die Armut in NRW groß ist. Sind Politiker die für eine Olympia in NRW zustimmen und dafür werben so überzeugt, dass nach der Olympiade es keine Armut mehr geben wird in NRW? Eine Olympiade ist kein geeignetes Wundermittel zur Unterstützung der Politik um ein Land auf die Beine zubringen, wirtschaftlich und für die Zivilbevölkerung. Allgemein bekannt ist, die Preise in der Zeit werden steigen. Jeder will bei Olympia mehr Umsätze machen, wobei diese Umsätze nicht dauerhaft bleiben, wenn der Vorhang wieder fällt nach der Olympiade. Die Kosten die vorher investiert wurden, rechnen sich nicht immer in der Größenordnung wie erwartet. Wer pflegt und finanziert weiter die extra gebauten Gebäude für die Sportler? Es kam schon vor, dass nach Spenderprojekte keiner die Verantwortung weiter übernehmen wollte. Und wenn, dann werden die Unkosten auf die Bürger gelegt. NRW kommt mit Migranten kaum zurecht, wie empfinden NRW Leute die massig bunte Welt dann bei Olympia?

  • 9 Mel 10.03.2026, 19:41 Uhr

    Ich schließe mich an: Dieses Event ist kostentechnisch eine Katastrophe! Mehr als 3/4 aller Kommunen in NRW stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Gerade erst hat das Land NRW den Kommunen mehr als 100 Mio. Euro Schulden erlassen. Diese Olympia-Idee ist ein Wahnsinn, wer finanziert das bitte? Kann man die ganzen Gelder nicht besser in den Schienenausbau stecken und Schulen und Kitas sanieren? Und ich frage mich, warum eigentlich nur ein Teil der Bürger und nicht alle NRW-Einwohner gefragt werden. Wer garantiert denn ein objektives Ergebnis? Lieber Herr Wüst und liebe Landesregierung: Was Ihr da vorhabt ist nicht in Ordnung! Weil es nicht finanzierbar ist. Die Zeche zahlen am Ende wir Bürger. Und zwar über höhere Steuern. Wo bleibt das Gespür für die Nöte der Bürger in NRW?

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