BUND gegen Kölner Olympia-Bewerbung

01:04 Min. Verfügbar bis 15.01.2028

BUND gegen Kölner Olympia-Bewerbung

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Das Land will die Olympischen Spiele ab 2036 an den Rhein holen. Der BUND will das mit seiner Kampagne "Nolympia" verhindern: Der Bau eines neuen Olympiastadions im Kölner Norden zerstöre wertvolle landwirtschaftliche Flächen.

Von Christian Bongers

Viel Tourismus, selbst mal bei Olympia dabei sein und erneuerte Sportstätten in der Stadt. Fragt man Passantinnen und Passanten in Kölner Einkaufsstraßen, ob Olympia in ihre Stadt kommen soll, sind viele von der Idee begeistert!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht das komplett anders. Mit ihrer Kampagne "Nolympia Köln" wollen sie die Menschen in Köln vor der Bürgerbefragung zur Olympiabewerbung am 19. April informieren. In erster Linie darüber, dass solch ein Megaevent in ihren Augen für hohe Kosten und Umweltschäden sorgt.

"Olympia gefährdet die Zukunft der Stadt"  

Alleine der angedachte Bau eines neuen Olympiastadions und eines olympischen Dorfes in einem Kaltluftentstehungsgebiet im Kölner Norden zerstöre wertvolle landwirtschaftliche Flächen und biologische Vielfalt. Leichtathletikwettkämpfe wären im Rhein-Energie-Stadion, das zum reinen Fußballstadion umgebaut wurde, nicht möglich.

Achtung: Schuldenfalle?

Der BUND Köln präsentiert seine Kritik bei einer Pressekonferenz

Vor allem über Social Media will der BUND über die Schattenseiten einer Olympiabewerbung informieren.

Außerdem sei die vergangene Ausgabe der Sommerspiele in Paris drei Mal so teurer geworden wie geplant. In Köln, wo als verschuldete Stadt bis zum Ende des Jahres sogar eine Haushaltssperre gilt, sei eine Durchführung der Spiele besonders für jüngere Generationen unverantwortlich. Schließlich müssten sie mögliche Kosten in Milliardenhöhe in Zukunft ausbaden.

BUND will Stimmung gegen Kölner Olympia-Bewerbung machen

WDR Studios NRW 15.01.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 15.01.2028

Ziel ist eine öffentliche Debatte über die Kosten

Wirtschaftlich lukrativ sei Olympia für Ausrichterstädte laut BUND, der auf verschiedene Studien verweist auch nicht. Explodierende Kosten würden die kurzfristigen Einnahmen durch zusätzlichen Tourismus so übersteigen, dass am Ende oft ein Minusgeschäft entstehe. Kritik, die für Ministerpräsident Hendrik Wüst kommenden Woche keine große Rolle spielen dürfte. Dann soll eine Werbekampagne des Landes für die Spiele starten.  

Mitte April sind alle Kölnerinnen und Kölner ab 16 Jahren dazu aufgerufen, bei einer Bürgerbefragung abzustimmen, ob sie für oder gegen eine Olympiabewerbung ihrer Stadt sind. Der Deutsche Olympische Sportbund will dann Ende September entscheiden, welche Stadt für Deutschland ins Bewerbungsrennen für die Olympischen Sommerspiele 2036 geht.

Unsere Quellen:

  • BUND
  • Beobachtungen Reporter vor Ort
  • Umfrage in der Kölner Innenstadt  

Sendung: WDR 2, Lokalzeit Rheinland, 15.01.2026, 13.31 Uhr

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