Ein Lied läuft im Radio, im Supermarkt oder im Restaurant – und Stunden später summt man es immer noch vor sich hin. Manchmal reicht aber auch ein einziges Wort oder Geräusch – und schon springt der mentale Plattenspieler an.
Diese kleinen Nervensägen entstehen, wenn eine Melodie besonders eingängig ist: Ein toller Refrain, sich wiederholende Passagen… und schon spielt unser Gehirn den Hit in Dauerschleife ab. Ob man will oder nicht. Besonders oft passiert dies, wenn man mit einfachen Dingen beschäftigt ist: mit Putzen, Aufräumen oder Bügeln. Unser Gehirn ist dann offenbar nicht ausgelastet und sucht sich eine andere Aufgabe.
Ohrwürmer aktivieren dabei übrigens dieselbe Hirnregion wie tatsächlich gespielte Musik, nur dass der Ton "im Kopf" entsteht. Als kleiner Trost: Studien zeigen, dass Menschen mit musikalischer Ader oder hoher Kreativität besonders anfällig für Ohrwürmer sind.
Was also tun, wenn der Ohrwurm nervt? Es gibt kein Allheilmittel, aber ein paar Tricks:
- Einen ganz anderen Song hören
- Kaugummi kauen
- Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes lenken
- manchmal hilft auch der "Gegenohrwurm"
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