Und das geht schon in einem kleinen Garten: 50 Quadratmeter reichen als Auslauf für vier bis sechs Hühner, erzählt Simon Mennenkamp vom Geflügelhof Imgenberg in Hamm in WDR 4 Mittendrin.
Natürlich brauchen die Tiere auch noch einen Stall. Entweder kauft man dafür einen fertigen Hühnerstall im Fachhandel. Oder man funktioniert eine Gartenhütte, einen Geräteschuppen oder ein Kinderspielhaus um. Einfach eine Stange an die Wand, auf der die Hühner sitzen und schlafen können – am besten eine Dachlatte mit abgerundeten Kanten. Dann auf den Boden Sägespäne. Und fertig ist das Hühnerhaus.
Wichtig ist vor allem, dass der Stall regendicht ist und die Hühner vor Durchzug schützt. Zug vertragen sie nämlich nicht. Kälte dagegen ist kein Problem. Und natürlich sollte der Stall auch Schutz vor Raubtieren, wie Füchsen, bieten.
Dazu der Tipp von Simon Mennenkamp: Lieber den Stall von Anfang an etwas größer planen. Denn bei seinen Kunden hat er schon oft erlebt: Die Haltung der neugierigen und oft auch anhänglichen und kuscheligen Tiere macht vielen Leuten so großen Spaß, dass aus anfangs vier Hühnern dann doch schnell acht oder zehn werden.
Man kann Hühner übrigens auch mal für ein Wochenende alleine lassen. Dafür gibt es Futterautomaten, automatische Tränken und elektrische Hühnerklappen. Trotzdem ist es natürlich besser, wenn abends ein Nachbar nach dem Rechten sieht. Um zu schauen, ob wirklich alle Hühner sicher im Stall sind und nicht etwa ein Stromausfall die automatische Hühnerklappe lahmgelegt hat.
Ohnehin macht es Sinn, die Nachbarn in das "Projekt Hühner" mit einzubeziehen. Zum Beispiel, damit sie vielleicht in den Ferien die Versorgung übernehmen. Meist geht das auch ganz leicht – einfach ab und an einen kleinen Korb mit frischen Eiern über den Zaun reichen, am besten dekoriert mit ein paar hübschen Flaumfedern. So schließt man vielleicht sogar neue Freundschaften mit Nachbarn.
Die Familie aus Bergkamen, die wir in unserer Sendung besuchen, hat dafür ein schönes Ritual entwickelt. Die kleinen Kinder gehen regelmäßig zu den Nachbarn und tauschen: Frische Hühnereier gegen Schoko-Eier!
Und keine Sorge: Es muss kein krähender Hahn für Unfrieden sorgen. Hennen brauchen nämlich keinen Hahn, sagt Hühnerexperte Simon Mennenkamp. Weder zum Eierlegen, noch um sich wohl zu fühlen.
Sendung: WDR 4 Mittendrin mit Anne Debus, 05.04.2026, 6 Uhr.