Gorißen lobt Maßnahmen zur Afrikanischen Schweinepest
WDR aktuell. 18.07.2025. 01:36 Min.. Verfügbar bis 18.07.2027. WDR.
Die Ministerin verteidigt die Maßnahmen zur Eindämmung und lobt explizit die intensive Arbeit der Jäger in den betroffenen Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und Hochsauerland. Die würde die Ausbreitung der Seuche verhindern, dass hat Silke Gorißen im WDR Radio betont. Aktuell sind 35 infizierte Wildschweine innerhalb der Sperrzone gefunden worden.
Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest hat die Errichtung von Schutzzäunen in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein begonnen. Mobile und feste Zaunanlagen seien zusammen mit der bereits erfolgten Einrichtung von Sperrzonen wichtige Bausteine zur Eindämmung der Tierseuche, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen in Olpe.
Die Zäune sollen verhindern, dass Wildschweine aus den betroffenen Gebieten abwandern und sich die Tierseuche ausbreiten kann.
Sperrzonen I und II
In den betroffenen Gebieten sei aus einer zunächst eingerichteten "Infizierten Zone" Anfang Juli eine Sperrzone II geworden, mit einer zusätzlichen Sperrzone I als Pufferareal, schilderte die Ministerin. "Eine Ausbreitung der Tierseuche über die Sperrzone II hinaus hat bis heute nicht stattgefunden."
Die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein haben den Angaben zufolge schon mehrere Kilometer Zäune an einigen Stellen in der Sperrzone II errichtet. Die betroffenen Gebiete gehören zu den waldreichsten Gebieten in NRW, steile Hänge und tiefe Taleinschnitte machten den Zaunbau herausfordernd.
Wenn es die Vorgabe gebe, auf den Waldwegen zu bleiben und Hunde anzuleinen, dann sei das "sehr angemessen", unterstricht die Ministerin. Würden Wildschweine durch unbedachte Aktionen aufgeschreckt und vertrieben, dann werde die Seuche ins Land hinausgetragen. "Das ist hochgefährlich."
Für Waldbesucher sollen Tore errichtet werden
Für die Zäune stellt die Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft das technische Material bereit, die die Schutzzäune auch kontrollieren und instand halten werde, hieß es beim Landwirtschaftsministerium. Für Waldbesucherinnen und Waldbesucher, Jagdausübungsberechtigte und für die Land- und Forstwirtschaft sollten Tore oder Überfahrrampen installiert werden.
Allgemeinverfügungen gelten in drei Kreisen
Einschränkungen sind in Allgemeinverfügungen der drei Kreise dargelegt: So gibt es Regelungen für die Jagd oder die Forstwirtschaft, Bürger sollen im Bereich der Sperrzonen ausgewiesene Wege nicht verlassen, Hunde dürfen nicht frei herumlaufen.
Im Hochsauerland habe das Veterinäramt daher den für den 10. Oktober beantragten Rothaarsteig-Marathon nicht genehmigen können, da die geplante 42-Kilometer-Strecke vollständig durch die Sperrzone Wald führe, erläuterte der Sprecher. Mehrere Medien hatten über den Ausfall des Sportevents mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmenden berichtet.
Laut Kreis-Sprecher gibt es aber kein grundsätzliches Verbot, jeder Fall werde im Hochsauerland einzeln geprüft - bisher habe man stets eine einvernehmliche Lösung gefunden.
Unsere Quellen:
- dpa
- WDR-Reporter vor Ort