Die Afrikanische Schweinepest ist in NRW angekommen
Schweinepest im Sauerland: Einheimische und Touristen sind entspannt
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Im Winter ist der Hochsauerlandkreis ein Magnet für Wintersportler. Den Rest des Jahres zieht es Wanderbegeisterte in die Region. Jetzt gibt es viele Einschränkungen wegen der Afrikanischen Schweinepest. Aber wie gehen die Menschen dort mit der den Schutz- und Sperrzonen um? Vor Ort sind die meisten doch sehr entspannt.
So auch Christof Eggli. Der 62-Jährige beißt genüsslich in seinen Apfel. Er sitzt auf einer Bank in Jagdhaus, einem Ortsteil von Schmallenberg im Hochhochsauerlandkreis. Neben ihm sitzt seine Partnerin.
Eines der vielen Warnschilder
Beide kommen aus der Schweiz und wandern durch die Landschaft im Kreis. "55 Kilometer in acht Tagen – von Brilon bis nach Dillenburg", erzählt er.
"Angst vor der Afrikanischen Schweinepest haben wir keine." Christof Eggli, Wanderer
"Die Warnschilder sind nicht nicht zu übersehen"
In einer Schweizer Zeitung habe er von der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland gelesen. "Angst haben wir keine. Die ist ja für uns Menschen ungefährlich. Wir verhalten uns so wie immer. Wir verlassen eh nicht die Wanderwege und werfen keinen Müll in die Natur", so Christof Eggli. Die vielen Schilder mit den Warnhinweisen seien aber nicht zu übersehen.
Einen Ort weiter, im Luftkurort Grafschaft, laufen Henny Verwaaijen und seine Partnerin Janine Artz. Die beiden kommen aus den Niederlanden und sind ebenfalls zum Wandern hier.
Henny Verwaaijen und seine Partnerin Janine Artz kommen aus Holland zum Wandern ins Sauerland.
"Auch wir haben es in den Medien erfahren mit der Schweinepest. Wir sind aber nicht ängstlich. Wir haben auch keine Schweine auf unserer Tour bisher gesehen. Aber die vielen Warnschilder im Wald, die sind nicht zu übersehen", so der 67-Jährige.
Sauerland Tourismus: "Wir verschweigen nichts"
Jürgen Fischbach ist Geschäftsführer bei Sauerland Tourismus
Diese entspannte Stimmung nennt auch Jürgen Fischbach aus Schmallenberg. Er ist Geschäftsführer von Sauerland Tourismus. "Wir versuchen momentan, ehrlich und transparent die Menschen zu informieren. Wir verschweigen nichts. Wir wollen es aber auch nicht schönreden. Bisher halten sich ja auch die Vorgaben in Grenzen. Die Leute sollen auf den Wegen bleiben und die Hunde an die Leine nehmen. Eigentlich alles Dinge, die selbstverständlich sind", so Fischbach.
Traurig über abgesagte Veranstaltungen
Er erklärt weiter, dass das Wandern in kleineren Gruppen kein Problem sei. Laut Veterinäramt sind Wanderungen mit mehr als 15 Personen nicht empfohlen.
"Es gibt aber weitere Empfehlungen, die der Landesbetrieb Wald und Holz gibt. Sie stellen hier bei uns die Ranger und kennen sich da aus", so der Geschäftsführer von Sauerland Tourismus mit Sitz in Schmallenberg. "Die abgesagten Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Schmallenberger Wanderwoche - das tut den Menschen natürlich schon weh", sagt er.
Auf einer Bank in Oberkirchen sitzen Diana Wattwa, Christiane Leißner, Joris und die Hündin Pepper. Sie kommen aus Schwerte und sind vier Tage im Hochsauerlandkreis.
Diana Wattwa, Christiane Leißner, Joris und die Hündin Pepper aus Schwerte
"Wir haben es mit der Schweinepest wahrgenommen. Wir halten uns eh immer an die Regeln im Wald. Wir essen keine Beeren am Wegesrand und lassen unseren Hund an der Leine. Auf der unserer Strecke haben wir so viele Hinweisschilder wegen der Schweinepest gesehen. Aber Angst macht die uns nicht", sagt Diana Wattwa.
Weniger Übernachtungszahlen gebe es auch nicht. Die seien laut einem Hotelier eher noch angestiegen.
Unsere Quellen:
- Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Saurland Tourismus