Grund ist die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, wie der Konzern am Montagmorgen mitgeteilt hat: "Viele Teilnehmende der Kastanienaktion kommen aus Einzugsgebieten, in denen die Krankheit bereits vermehrt aufgetreten ist. Wir möchten deswegen jegliches Risiko einer weiteren Ausbreitung ausschließen und folgen dem Rat der Experten“, so Burkhard Zyber von Haribo.
Schweinepest für Menschen ungefährlich
Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung, die zwar für den Menschen ungefährlich ist, bei Wild- und Hausschweinen aber meistens zum Tod führt. Laut aktueller Informationen wird das Virus nicht nur über Körperflüssigkeiten gestorbener Tiere weitergegeben, sondern kann sich auch über Gegenstände verbreiten - und durch die Nahrung der Tiere, also etwa Kastanien und Eicheln.
Kastanien gegen Süßigkeiten
Da zuletzt vermehrt Fälle der Schweinepest in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen aufgetreten seien, wolle man durch die Absage der Sammelaktion nicht zu einer Ausbreitung der Krankheit beitragen, heißt es von Haribo-Sprecher Zyber: "Wir haben uns daher schweren Herzens entschlossen, dieses Jahr keine Kastanienaktion umzusetzen."
Jahrzehntealte Tradition mit tausenden Teilnehmern
Normalerweise werden die gesammelten Kastanien an Wildgehege und Tierparks abgegeben, wo sie im Winter an die Tiere verfüttert werden.
Die Kastanien-Sammelaktion gibt es bei Haribo seit rund 80 Jahren und ist mit tausenden Teilnehmern jährlich sehr beliebt. Dabei können Sammler Eicheln und Kastanien gegen Süßigkeiten eintauschen.
Wegen der Schweinepest waren schon im vergangenen Jahr die gesammelten Waldfrüchte nicht verfüttert worden, sondern wurden für die Stromerzeugung verbrannt - der Erlös wurde den Wildgehegen gespendet. Auch in diesem Jahr möchte der Konzern die Gehege mit Spenden unterstützen.
Unsere Quelle:
- Haribo
Über das Thema berichten wir am 04.08.2025 auch auf WDR2 in den Lokalnachrichten für Bonn.