Noch immer zu wenig Regen: Bonn verbietet Wasserentnahme aus Bächen
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Der Regen kann die lange Frühjahrs-Trockenheit nicht ausgleichen: Die Wasserstände in den Bächen in Bonn sind so niedrig, dass die Stadt nun Konsequenzen zieht: Bürger dürfen kein Wasser mehr aus den Bächen holen. Voraussichtlich bis Oktober.
Auch wenn der Regen der letzten Wochen der Natur gut tat: Die lange Trockenzeit des Frühlings konnte er nicht ausgleichen. Die Bonner Bäche sind so trocken, dass Tiere und Pflanzen im Wasser und am Ufer leiden.
Die Untere Wasserbehörde der Stadt Bonn, die die Aufsicht über die Gewässer der Stadt hat, hat daher mit einer Allgemeinverfügung die Wasserentnahme vorübergehend verboten.
Verbot voraussichtlich bis Ende Oktober
Auch viele Gärten leiden unter der Trockenheit.
Weder mit Pumpen, noch mit Eimern oder Gießkannen darf Wasser entnommen werden. Ansonsten drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Untere Wasserbehörde wird die Wasserstände über die nächsten Monate beobachten und das Verbot aufheben, sobald die Bäche wieder genug Wasser haben.
Voraussichtlich wird das Ende Oktober sein. Der Rhein ist als Bundeswasserstraße nicht vom städtischen Verbot betroffen.
Wasser auch in anderen Orten der Region knapp
Die Stadt Bonn folgt mit dem Verbot Empfehlungen des NRW-Umweltministeriums. Auch an anderen Orten der Region gibt es ähnliche Maßnahmen.
So haben beispielsweise auch der Oberbergische und der Rheinisch-Bergische Kreis die Entnahme von Wasser vorübergehend verboten. In Münster, dem Kreis Steinfurt und Warendorf dürfen die Bürger ebenfalls kein Wasser mehr aus der Ems nehmen.
Unsere Quellen:
- Stadt Bonn
- Rheinisch-Bergischer-Kreis
- Oberbergischer Kreis
- Bezirksregierung Münster
Über dieses Thema berichten wir auch im Radio auf WDR2 in der Lokalzeit Köln/Bonn.