Ein Hang in einem trockenen Wald, am Boden lodern Flammen.

Aus einem kleinen Feuer wird schnell ein Großbrand

Nach Waldbränden Feuerwehr warnt vor erhöhter Gefahr in der Mainacht

Stand:

Der DWD spricht erhöhte Waldbrandgefahr in NRW aus. In Würselen und Bad Münstereifel gab es bereits erste kleinere Waldbrände.

Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern hat es am Mittwochabend in einem Kiefernwald in Bad Münstereifel gebrannt. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte eine Ausbreitung verhindern. Doch aus so einem kleinen Brand kann schnell ein Flächenbrand werden.

Brandstiftung in Bad Münstereifel?

Die Brandermittler der Polizei werden sich den Brandort noch einmal genauer ansehen. Er liegt direkt unterhalb einer Jugendherberge. Feuer im Wald entstehe in der Regel nicht von allein, erklärt ein Sprecher gegenüber dem WDR. Eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandlegung könne nicht ausgeschlossen werden.

Der Deutsche Wetterdienst weist in seinem Waldbrandindex die Stufe 3 von 5 für NRW aus. Es hat lange nicht geregnet. Die Sonne scheint zudem schon kräftig. Deshalb sind die oberen Bodenschichten und das, was vom Winter noch draufliegt, trocken und leicht entzündlich. Deshalb sind Feuerwehren in ganz NRW sensibilisiert.

Waldbrand in Würselen

Auch in Würselen hatte es am späten Mittwochabend einen Flächenbrand gegeben. Die Feuerwehr ist im Römerweg im Stadtteil Linden-Neusen ausgerückt. In einem Waldstück brannte Unterholz auf rund 200 Quadratmetern. Die Flammen konnten von den Einsatzkräften schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

"Tanz in den Mai" bringt erhöhte Gefahr

Die Feuerwehr mahnt mit Blick auf den "Tanz in den Mai" zu vor- und umsichtigem Umgang. Beim aktuell guten Wetter werden viele draußen feiern. Sowohl in der Städteregion Aachen als auch im Kreis Euskirchen gilt aktuell die zweithöchste Warnstufe im Grasland-Feuerindex (GLFI), dem Frühwarnsystem für Wald- und Vegetationsbrände.

Waldflächen mit trockenem Gras und auf denen Nadeln liegen, sind sogenannte Kalamitätsflächen, "das sind die Flächen, die vor allem gefährdet sind", erklärt Chantal Schwerdt vom Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde. Auf diesen sollten auf keinen Fall mit offenem Feuer hantiert werden.

Lagerfeuer oder Grill oft Brandursache

In Bonn, sagt Feuerwehrsprecher David Bormann, gebe es weniger Probleme mit Wald- als mit Grasflächen. Der Klassiker sei, dass dort ein Lagerfeuer oder ein Grill unbeaufsichtigt zurückgelassen werden und sich daraus ein Brand entwickele. Auch glimmende Zigarettenstummel können bei unrechtmäßiger Entsorgung in der Natur zum großen Problem werden. Vom 1. März bis zum 31. Oktober ist offenes Feuer, dazu zählt auch das Rauchen von Zigaretten, im Wald verboten.

Auch in Aachen haben sich in der Vergangenheit weniger Vorfälle als weiter südlich in Richtung Eifel angehäuft. Ein Sprecher der Aachener Feuerwehr macht dennoch darauf aufmerksam, nicht fahrlässig zu handeln: Fahrzeuge sollten nicht auf trockenen Waldflächen oder in Feuerwehrzufahrten abgestellt werden.

Achtsam sein und die Feuerwehr rufen

In der Jülicher Börde beobachtet Jan-Valtin Wiesmeyer, Leiter des Regionalforstamts Rur-Eifel-Jülicher Börde die Lage. Bei Sonne und Wind trockne hier alles aus. Deshalb habe man für diesen Bereich Waldbrandgefahr angeordnet. Damit steht ein Mitarbeiter 24 Stunden für die Feuerwehr zur Verfügung und berät die Einsatzkräfte, zum Beispiel für ihre Arbeit in schwierigem Gelände. Wichtig sei, dass man sofort handle, wenn man ein Feuer entdeckt, so Wiesmeyer. Dann sollte man sofort die Feuerwehr unter der 112 rufen und am besten seinen Standort über einen so genannten Rettungspunkt angeben. Der sieht allerdings in ganz NRW anders aus. Oft sind es Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben. Die Feuerwehr könne Anrufer aber auch orten, und so den genauen Standort ermitteln.

Waldbrandgefahr in NRW

WDR 30.04.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 29.04.2028 WDR Online

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Unsere Quellen

  • Jan-Valtin Wiesmeyer, Leiter des Regionalforstamts Rur-EIfel-Jülicher Börde
  • Brandermittler aus Bad-Münstereifel
  • Chantal Schwerdt, Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde
  • David Bormann, Sprecher der Feuerwehr Bonn

Sendung: wdr.de, Feuerwehr warnt vor erhöhter Gefahr in der Mainacht, 30.04.2026, 18:00 Uhr

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