Modell des Batteriespeichers

Riesiger Batteriespeicher in Höxter soll 30.000 Haushalte versorgen

Stand:

Einer der größten Batteriespeicher Deutschlands soll in Höxter entstehen - mit Batteriezellen so groß wie ein LKW-Container.

Die Energiewende ist in Ostwestfalen-Lippe längst angekommen. Laut dem Energieversorger Westfalen Weser entstehen jetzt schon fast fünf Gigawatt Strom allein durch Windkraft und Solarenergie. Damit Dunkelflauten, also Tage mit geringer Sonneneinstrahlung, die Wende nicht stoppen, werden Batteriespeicher in der Region gebaut.

30.000 Haushalte am Akku

Das Feld, auf dem der Batteriespeicher entstehen soll

Hier soll der Batteriespeicher entstehen.

Mit seinen knapp 350 Megawattstunden soll der Speicher in Höxter Anfang 2027 etwa 30.000 Haushalte an einem Tag versorgen können – mehr als genug für Tage ohne Sonne. Wenn er heute ans Netz gehen würde, wäre der Speicher einer der drei größten Deutschlands.

Jede Batteriezelle sei so groß wie ein LKW-Container und kann genauso einfach an- und abtransportiert werden. Damit sind die Zellen einfach auszutauschen. Etwa 15 Jahre sollen sie halten. Ob sie dann gegen modernere Feststoffbatterien getauscht werden, wird sich zeigen.

Riesiger Batteriespeicher in Höxter soll 30.000 Haushalte versorgen

WDR Studios NRW 10.09.2025 00:42 Min. Verfügbar bis 11.09.2027 WDR Online

Batteriespeicher besonders attraktiv für Investoren

Menschen mit Warnweste beim Spatenstich

Spatenstich am Mittwoch für den neuen Batteriespeicher.

Für Investor Nils Klatt von der MEAG in München kam ein Gaskraftwerk als Investitionsprojekt nicht in Frage. "Schon allein wegen des CO2-Verbrauchs", sagt er. Ein Batteriespeicher sei außerdem auch viel schneller gebaut und Batterien werden immer günstiger. Deshalb sind sie für Investoren gerade so attraktiv.

Nils Klatt verspricht sich 15 Mio. Euro pro Jahr vom Batteriespeicher in Höxter. Strom wird bei Sonne und Wind gekauft und bei Flaute mit Gewinn verkauft.

Der Speicher selbst wird dabei von gerade einmal einer Person betrieben. In knapp sechs Jahren will er seine Investition schon wieder raus haben.

Unsere Quellen:

  • Westfalen Weser
  • Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort

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