Jährlich verwendet die evangelische Kirche von Westfalen vier Prozent der Kirchensteuer für den Klimaschutz - nach eigenen Angaben. Die teuerste Herausforderung ist dabei die Sanierung der vielen alten Gebäude. So soll in der Bielefelder Marienkirche ein hybrides Heizsystem eingebaut werden – bestehend aus einer Wärmepumpe und einer Gastherme. 100 Klimaschutzprojekte hat die evangelische Landeskirche von Westfalen in ihrem Klimaschutzbericht 2025 aufgeführt, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Nachhaltiges Handwerken gibt es in Herford. Hier bauen Ehrenamtliche aus alten Industriepalletten neue Möbel; ein Projekt, an dem sich auch Kinder und Jugendliche beteiligen. Und in Exter im Kreis Lippe werden einige Bereiche des Friedhofs nicht mehr für Bestattungen genutzt. Hier sollen Blumenwiesen und Totholzhaufen angelegt werden, um Insekten einen Lebensraum zu geben.
Klimaschutzmanager in den Gemeinden
Besonderer Wert wird auf die nachhaltige Beschaffung gelegt: Die Kirchengemeinden sollen bei regionalen Zulieferern bestellen, das Catering für den Kindergarten möglichst aus dem Ort kommen. Aber auch der Weg des Toilettenpapieres für die Gemeinde soll nicht zu weit sein. Alle Klimaschutz-Projekte werden von der jeweiligen Gemeinde vor Ort entschieden. Die Mitglieder können sich aber beraten lassen beim landesweiten Klimabüro der evangelischen Kirche. In den Gemeinden sind dann speziell geschulte Klimaschutzmanager die Ansprechpartner.
Weniger Treibhausgas-Emissionen
Die Synode der Evangelischen Landeskirche hatte 2022 ein eigenes Klimaschutzgesetz beschlossen. Darin ist eine reale Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bis 2035 um 90 Prozent als Ziel vorgegeben. Die Lippische Landeskirche will sogar bis 2045 sogar die Treibhausgasneutralität erreichen.
Unsere Quellen:
- evangelische Kirche von Westfalen
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit OWL 16.06.2026, 15.31 Uhr
