Der Streit zwischen dem Kreis Steinfurt und den gesetzlichen Krankenkassen ist beendet. Die Gebühren für den Rettungsdienst werden neu berechnet und gesenkt - wie stark ist noch offen.
Im Gegenzug zahlen die Kassen weiterhin für die Einsätze. Gebührenbescheide, die an Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt gehen sollten, sind damit vom Tisch.
Kompromiss wie schon in anderen Kreisen
Der Kreis informierte über den Kompromiss am Freitag. Basis ist eine Einigung zu den so genannten Fehlfahrten. Das sind Fahrten, bei denen am Ende kein Patient transportiert wird, z.B. weil er nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden möchte. Ähnliche Kompromisse gab es bereits, zuletzt im Oberbergischen Kreis.
Erst kürzlich hatte das NRW-Gesundheitsministerium auf Landesebene diese Übergangslösung bei Kosten für Rettungsdiensteinsätze verkündet.
Kreistag muss neuen Regeln noch zustimmen
Der Kreistag muss der Einigung noch zustimmen. Kassen und Kreis haben vereinbart, in den kommenden Wochen die Details zu klären.
Womöglich ist das Konstrukt der Gebührensatzung ein auslaufendes Modell, so der Kreis in einer Pressemitteilung. Ziel für das gesamte Bundesland sei es, die Entgelte ab dem kommenden Jahr vertraglich mit den Kassen zu regeln. Dann säßen die verhandelnden Parteien an einem Tisch. Das würde viele Unsicherheiten beseitigen.
Unsere Quellen
- Kreis Steinfurt
Sendung: WDR.de, Kompromiss zwischen Kreis Steinfurt und Krankenkassen bei Kosten um Rettungsdienst, 12.06.2026, 19.50 Uhr