Rattenbekämpfung mit Giftködern in Stadtlohn
00:48 Min.. Verfügbar bis 12.06.2028.
Die Stadt vermutet die Tiere in den Abwasserkanälen. Um zu sehen, wo sich die Ratten in Stadtlohn genau aufhalten, haben Mitarbeiter einer Fachfirma zunächst ungiftige Köder ausgelegt, und zwar in 850 Schächten.
Stadtlohn ist Ratten auf der Spur
In 20 Prozent der Kanalschächte haben die Ratten die Köder angeknabbert, so das Ordnungsamt. Seit Montag werden darum giftige Köder in den Kanälen platziert. Fressen die Tiere das Gift, sterben sie nach drei bis vier Tagen. Das ganze Prozedere soll in zwei Wochen wiederholt werden.
Die giftigen Rattenköder werden mit einer Drahtschnur in die Kanalschächte gehangen.
Umgang mit toten Tieren
Durch das Gift kann es vorkommen, dass die Ratten verwirrt sind und an die Oberfläche kommen. Wer ein totes Tier findet, darf es laut der Stadt in der Biotonne entsorgen.
"Die Ratte ist halt ein Schädling, der dem Menschen folgt." Bernhard Mesken, Ordnungsamt Stadtlohn
"Sie überträgt Krankheiten, verursacht Fraßschäden, Wühlschäden, über die Körperausscheidungen verdreckt sie auch Futter und von daher ist sie einfach unerwünscht."
Ein besonders ungewöhnlicher Fall ist Stadtlohn nicht, findet Bernhard Mesken vom Ordnungsamt.
Leben im Abwasserkanal
Ratten haben in Kanälen sehr gute Lebensbedingungen und können sich dort schnell vermehren - unter anderem, weil dort viel Nahrung ist.
Warum in Stadtlohn gerade so viele Ratten unterwegs sind, versucht die Stadt jetzt herauszufinden. Es könnte auch ein oberirdisches Problem sein.
Unsere Quellen:
- Stadt Stadtlohn
- Gespräch mit Michael Lammers, Klärwerksmeister der Stadt Stadtlohn
- Gespräch mit Bernhard Mesken, Ordnungsamt Stadtlohn
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 12.06.2026, 8.31 Uhr