In der Zufahrt des Brennelemente-Zwischenlager sind Polizei und ein Rettungswagen zu sehen

Das Brennelemente-Zwischenlager genießt Polizeischutz

Zwischenlager in Ahaus Keine Öffnung bei längerer Lagerung nötig

Stand:

Was passiert mit dem Atommüll im Zwischenlager Ahaus, wenn die aktuelle Genehmigung im Jahr 2036 ausläuft? Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung geht davon aus, dass die Behälter nicht geöffnet werden müssen.

Für das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus endet die Genehmigung nach dem aktuellen Stand im Jahr 2036. Weil das Lager über diesen Zeitpunkt hinaus betrieben werden soll, will die Betriebsgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) als Betreiberin eine neue Genehmigung beantragen. Dabei muss sie die Sicherheit der eingelagerten Behälter nachweisen.

Nach einer aktuellen Einschätzung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird es dafür voraussichtlich nicht erforderlich sein, die Behälter zu öffnen. Die Behörde geht Stand heute davon aus, dass die verschlossenen Fässer auch so kontrolliert werden können, um ihre Sicherheit nachzuweisen.

Sicherheit der Behälter im Fokus

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Fragen zur Alterung der Behälter und zum Zustand ihres radioaktiven Inhalts über lange Zeiträume hinweg. Dieses Thema wird voraussichtlich auch in der kommenden Woche auf einer Statuskonferenz zur Zwischenlagerung in Berlin besprochen.

Zwischenlager Ahaus bleibt länger als geplant

WDR Studios NRW 15.06.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 14.06.2028 Von Markus Holtrichter

Hintergrund dieser Diskussionen ist die weiterhin laufende Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle. Nach Angaben des BASE sollen Ende kommenden Jahres Regionen benannt werden, die grundsätzlich als Standort infrage kommen.

Endlager dauert noch Jahrzehnte

Bis zur endgültigen Festlegung eines Standorts dürfte es jedoch noch Jahrzehnte dauern. Die Inbetriebnahme eines Endlagers wird erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erwartet. Die bestehenden Zwischenlager wie das in Ahaus werden deshalb noch lange Zeit benötigt.

Unsere Quelle:

  • Bundesamt für die Sicherheit der Nuklearen Entsorgung

Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 15.06.2026, 16.31 Uhr

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