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Castor-Transporte durch NRW: Behörden stellen mögliche Route ins Netz
Stand:
Auf welcher Strecke rollen die Atommüll-Behälter von Jülich nach Ahaus? Auf diese Frage gibt es jetzt möglicherweise eine Antwort.
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Jetzt mitdiskutierenSeit anderthalb Jahren, seit der Billigung der Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus durch das Oberverwaltungsgericht, wird über deren Route spekuliert. Die Behälter mit dem hochradioaktiven Material müssen über 170 Kilometer einmal von Süd nach Nord durch Nordrhein-Westfalen gefahren werden.
Weil sie dabei auch ein potenzielles Anschlagsziel sind, ist der Streckenverlauf von den Sicherheitsbehörden eigentlich als Verschlusssache eingestuft.
Ministerium stellt Zone für Drohnenverbot ins Netz
Jetzt hat das Bundesverkehrsministerium diese hochsensible Route offenbar selbst veröffentlicht: Seit dem späten Donnerstagabend ist auf der "Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt" (Dipul.de) eine Flugverbotszone für Drohnen veröffentlicht, die sich entlang der Autobahnen von Jülich nach Ahaus erstreckt. Sie gilt seit Freitagfrüh 0:00 Uhr bis zum 27. März, und zwar "wegen eines polizeilichen Einsatzes in Nordrhein-Westfalen", wie es auf der Behördenseite heißt.
Der Transport der Atommüll-Behälter muss auf seiner Fahrt durch NRW durch viele Polizistinnen und Polizisten abgesichert werden. Nach WDR-Informationen deckt sich der Bereich der nun veröffentlichten Flugverbotszone mit einem Streckenverlauf, der in der Vergangenheit als mögliche Transportroute für die Castoren kursierte.
Wenig überraschende Route
Die Strecke führt von Jülich aus über die Autobahnen A44 und A46, dann wahlweise die A61 und A44 bei Mönchengladbach oder die A57 vorbei an Neuss, Düsseldorf und Krefeld. Ab dem Kreuz Meerbusch gibt es nur noch eine Zone für das Drohnenverbot entlang der A57 und A42, vorbei an Moers, Duisburg und Oberhausen. Von dort geht es über die A3 bis zum Kreuz Bottrop und dort auf die A31 bis Ahaus. Die Route ist die kürzeste Verbindung über die Autobahnen und daher nicht besonders überraschend.
Das NRW-Innenministerium hat sich zu der Veröffentlichung des Bundesverkehrsministeriums bisher nicht geäußert. Nach einer Anfrage des WDR wurde die Bekanntmachung über die Flugverbotszone auf der Seite der "Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt" am Freitagmittag wieder gelöscht. Sie ist aber weiterhin über Archiv-Seiten im Internet abrufbar.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR.de, Castor-Transporte: Behörden stellen mögliche Route ins Netz, 20.03.2026, 11:45 Uhr


10 Kommentare
Kommentar 10: Ben schreibt am 22.03.2026, 09:51 Uhr :
Warum ist man so Dumm und stellt so etwas Öffentlich ins Netz? Genauso wie Deutschland sich stärken und schützen will. Da sieht man wie Dumm die Regierung ist. Noch leichter kann man ein Angriff oder ähnliches nicht auf den Präsentier Teller legen.
Kommentar 9: Filterblasenpieker schreibt am 22.03.2026, 08:20 Uhr :
Windräder Vögelschredder zu nennen und dann darauf hinzuweisen, dass ihr lärm krank macht, um _für_ Atomkraftwerke zu argumentieren mit dem Namen Behördenleiter....und dann noch von Fakenews zu schreiben.... Wo bin ich nochmal? Achja, in der Wdr-Kommentar-Spalte einer News, die über Google in Explorerfeed gespült wurde. Manfred.. Werner.. Norbert.. wie auch immer der eigentliche Name ist: Mach den Kopf zu!
Kommentar 8: Überflüssig schreibt am 21.03.2026, 13:36 Uhr :
Jede Verlagerung von Atommüll ist nicht zumutbar. Wir haben trotz jahrzehnter langer Versuche kein Endlager für Atommüll in unserem Land. Vermutlich wird es auch kein Endlager in unserem Land geben, weil die Möglichkeiten dafür einfach nicht vorhanden sind. Dies sollte die Industrie und vor allem unsere ach so allwissenden Politiker bedenken, wenn sie über Atomenergie debattieren. zum Nachdenken für die Genannten wäre doch: wie wäre es für sie persönlich, wenn ein AKW oder Endlager direkt vor ihrer Haustür wäre? ? ?
Antwort von realitätscheck , geschrieben am 21.03.2026, 20:20 Uhr :
Also, mir wäre ein AKW nach modernsten Standards oder ein unterirdisches Endlager deutlich lieber als ein Wald dieser unsäglichen Vogelschredder. Die machen nämlich mit ihrem Infraschall nachweislich krank, wie man aus Holland weiss: https://www.nporadio1.nl/nieuws/achtergrond/6f2c042c-cf12-417e-b9b6-f9b5385f90ab/nieuw-onderzoek-onhoorbaar-geluid-schadelijk-voor-gezondheid Deswegen werden ja auch in NL gleich mehrere neue AKWs gebaut :)
Kommentar 7: Oliver Goldau schreibt am 21.03.2026, 09:28 Uhr :
Danke für die Infos, damit ein Drohnenverbot nicht zu Fehlinterpretationen führt, in dieser Zeit ist das wichtig. Und ein Zeichen für Transparenz.
Kommentar 6: Behördenleiter schreibt am 21.03.2026, 09:16 Uhr :
Der Beitrags-Titel ist ein typisches Beispiel für fakenews und die Art und Weise, wie sich Medien selbst disqualifizieren. Eine Korrelation ist keine Kausalität. Wenn aus behördlichen Gründen ein Drohnen-Flugverbot notwendig ist, muss es selbstverständlich veröffentlicht werden, denn wie sollen Drohnenpiloten davon sonst erfahren? Dass damit eine "mögliche Route" einhergeht, ist trivial. Daraus zu konstruieren "Behörden stellen mögliche Route ins Netz", ist Faktenverdrehung und ClickBait. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, was die temporäre Flugverbotszone überhaupt soll, denn Autobahnen und Bundesstraßen dürfen sowieso (ohne behördliche Ausnahmegenehmigung) nicht überflogen werden und ein Anflug ist nur in der 1:1 Regelung erlaubt. Da hat also jemand nicht nachgedacht, oder es ist Taktik.
Antwort von A.S. , geschrieben am 21.03.2026, 17:47 Uhr :
Die Flugverbotzone umfasst entlang der A46 und 61 besonders den Bereich neben den Autobahnen, der dort auf häufig Privat- bzw. Betriebsgelände ist und daher diese Veröffentlichung nötig macht. Ich kenne selbst einige Anlieger, die z.B. regelmäßig ihre Windräder, Hallendächer und vor Allem Wildschutzzäune per Drohne kontrollieren und nun erheblich eingeschränkt werden. In einem Fall liegt auch schon die Einschätzung einer Rechtsanwältin vor, dass Art,Umfang und Begründung unangemessen sind und eine entsprechende Klage auf Aufhebung erfolgreich geführt werden kann.
Antwort von Behördenleiter , geschrieben am 22.03.2026, 00:50 Uhr :
@A.S. Rechtsanwälte wollen in erster Linie eines: Geld verdienen. Welcher Anlieger kontrolliert bitte "regelmäßig" (was ja hier als kleiner als Wochenabstand interpretiert werden muss!) Windräder, Hallendächer und Wildschutzzäune und vor allem dergestalt, dass er durch eine Woche(!) Flugverbotszone unbotmäßig benachteiligt wird? Ich zweifle mal stark an, dass eine Klage dagegen erfolgreich wäre, zumal der Ausgang der Klage sowieso erst danach stattfinden würde. Mir fällt nichts ein (nein, auch nicht die Wildschutzzäune), was nicht mal eine Woche nicht mit einer Drohne abgeflogen werden kann. Wie haben die armen Anlieger dass denn vor Erfindung der Drohne gemacht? Gottvertrauen? Oder doch einfach mehr oder weniger regelmäßig per direkter Sichtkontrolle (bezogen auf beispielsweise die Wildschutzzäune)? Was hat man also davon, außer dass man sich "beklagt" hat? Und ja, eine Woche Drohnen-Flugverbot mag lästig sein, ist in Berlin aber Usus, das ist nicht mehr als Jammern auf hohem Niveau.
Kommentar 5: Hugo schreibt am 21.03.2026, 08:28 Uhr :
Die letzten Nölärsche sind erst zufrieden wenn sie in Kinderarbeit produziertes Dosenfutter zu sich nehmen müssen dass von 150 Jahre alten Bananenfrachtern mit Schwerölantrieb um die halbe Welt geschippert wurde. Hauptsache dummes Zeug quatschen von Umweltschutz und dabei mit Vollgas den Planeten zugrunde richten.
Kommentar 4: Ehmann Christian schreibt am 21.03.2026, 08:08 Uhr :
Das Zeug muß woanders hin, besser wäre, es existiert erst gar nicht. Allerdings muß weiter Protest gegen AKW gezeigt werden. Egal ob in Groß oder in Mini. Wasserkraftanlagen in Mini wären mal was neues in Sachen Fortschritt und keine Technologie des Untergangs und der Bedrohung.und wenn die in Ahaus meinen, dort ist nun das Endlager für Mio Jahren.... Ja dann gute Nacht. Das Spiel geht in Jahrzehnten von neu los. Beste Grüße Christian Ehmann
Kommentar 3: Klaus ridder schreibt am 21.03.2026, 07:11 Uhr :
Castor Behälter sind so sicher,dass eine Drohne diese nicht beschädigen kann. Es hat weltweit sei über 75 Jahren keinen Unfall mit signifikanter Strahlenfreisetzung weltweit gegeben. Was soll da die Angstmache?
Kommentar 2: Bürger von Ahaus schreibt am 20.03.2026, 20:29 Uhr :
Gut, dass dieser Transport jetzt endlich mal durchgezogen wird. In Ahaus ist Platz, das Lager in Jülich nicht mehr geeignet. An die paar übrig gebliebenen Demonstranten: Der Atomausstieg ist besiegelt, was wollt ihr also noch? Mit immer gegen alles sein kommen wir in Deutschland nicht weiter! Das Zwischenlager bringt gutes Geld in unsere Stadt. Lasst die Leute also ihre Arbeit machen und geht nach Hause. Wir brauchen hier in Ahaus keine Möchtegern-Weltverbesserer!
Antwort von Sepp , geschrieben am 21.03.2026, 10:01 Uhr :
Sie haben es nicht begriffen. Der Ausstieg ist (zunächst !) besiegelt. AfD und CSU wollen aber wieder Atom, Zitat: Söder fordert Mini-AKW in Deutschland Stand: 15.03.2026 ... Die EU will wieder verstärkt in Atomkraft investieren. CSU-Chef Markus Söder unterstützt das auch für Deutschland - und schlägt ein Pilotprojekt in Bayern vor. Heißt also: Mini-AKW (wie lachhaft dieser Begriff ist, ja ein kleines, niedliches Atomkraftwerkchen, was aber richtig BUMM macht, kommt mir vor wie die Satire von Loriot). Den strahlenden Müll kippen wir dann in Ihren Graten, Herr Bürger von Ahaus.
Kommentar 1: Berlin…. schreibt am 20.03.2026, 19:16 Uhr :
Was passiert, wenn zu viele Informationen über Infrastruktur und dergleichen (also Trassenführungen etc.) vorliegen, ließ sich wunderbar im zurückliegenden Winter erleben. Dort mussten Tagelang Bürger ohne Strom auskommen. Nicht auszumalen…was potentiell mit hochradioaktivem Material alles so passieren könnte