Am kommenden Dienstag soll es soweit sein: Schwertransporte mit den ersten von insgesamt 152 Castoren mit teils hochstrahlendem Abfall könnten sich auf den Weg von Jülich nach Ahaus machen. Das berichten mehrere Quellen unabhängig voneinander dem WDR.
Die Anti-Atominitiativen haben für diesen Tag bereits Demos und Mahnwachen organisiert. Das betrifft beispielsweise das Forschungszentrum Jülich, das Zwischenlager Ahaus, aber auch Bahnhof und Innenstadt in Ahaus. Entlang der gut 170 Kilometer langen Strecke könnte es kurzfristig weitere Aktionen geben.
Polizei auf mögliche Störaktionen vorbereitet
Das Ganze bedeutet einen Großeinsatz der Polizei. Sie will entlang der Strecke für Sicherheit sorgen und mögliche Störaktionen verhindern. Nach WDR-Informationen sollen Einsatzkräfte unter anderem in einem größeren Hotel nahe Ahaus eingebucht worden sein.
Bürgerinfo am Donnerstagabend
Zunächst steht am Donnerstagabend aber eine Bürgerinfo in Ahaus an. Hier wollen beteiligte Unternehmen und das zuständige Bundesamt BASE Hintergründe zu den anstehenden Castor-Transporten liefern. Es geht um Sicherheit aber auch die Notwendigkeit der Verlagerung des Atommülls.
Stadt wehrt sich vor OVG Münster
Die Stadt Ahaus stellt für die Veranstaltung zwar ihren Ratssaal zur Verfügung, wird sich selbst aber im Hintergrund halten. Die Stadt hat jüngst entschieden, nochmal gerichtlich gegen die weitere Aufbewahrung von Atommüll vorzugehen. Sie sieht allerdings nur die Möglichkeit, so Transporte von Garching nach Ahaus zu verhindern, nicht die weitaus umfangreicheren Fahrten von Jülich.
Unsere Quellen:
- Stadt Ahaus
- Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
- Mitteilung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
- Evangelischer Pressedienst
- Eigene Recherchen des WDR Studio Münster
Sendung: WDR 2 Münsterland, 19.03.2026, 14:31 Uhr