Ahaus: Große Anspannung vor ersten Castortransporten

00:41 Min. Verfügbar bis 07.03.2028

Ahaus: Große Anspannung vor ersten Castortransporten

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In Ahaus haben am Samstag hunderte Menschen gegen die geplanten Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus demonstriert.

Von Markus Holtrichter

Veranstalter und Polizei sprechen von 450 Menschen, die sich am Samstag in Ahaus versammelt haben. Die Stimmung: aufgeladen. Der Protest hat zuletzt deutlich an Dynamik gewonnen. Bürgerinitiativen reagieren fassungslos darauf, dass Gerichte nun grünes Licht für neue Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus gegeben haben.

Eine Rednerin steht vor einem Plakat, auf dem "Atommüllverschiebung keine Entsorgung" steht

Gegner der Castortransporte fordern eine Notbremse von Bund und Land

Die Gegner fordern eine Notbremse von Bund und Land. Die Initiativen sagen: Atommüll von einem Lager ins andere zu bringen, das sei unsinnig, solange es kein Endlager gibt. Außerdem meinen sie, die Fahrten seien gefährlich, auch nicht ausreichend gegen mögliche Drohnenangriffe geschützt.

"Wir denken, dass in der heutigen Zeit über 150 Transporte auf der Autobahn mit hochradioaktivem Atommüll eine ganz schlechte Idee sind." Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland

Stadt stellt sich auf Transporte von Atommüll ein

Die Protestler versammelten sich zunächst vor dem Rathaus in Ahaus. Auch die Stadtspitze gehört zu den Gegnerinnen und Gegnern der Castortransporte. Doch sie selbst sah keine Chance, diese rechtlich noch zu verhindern.

Transportroute blockiert: Vorgeschmack auf Störaktionen?

Die Demo zog vom Rathausplatz weiter zur möglichen Route für die Castorfahrten

Die Demo zog vom Rathausplatz zur möglichen Transportroute

Vom Ahauser Rathaus zogen die Demonstranten auf eine große Kreuzung im Zentrum der Stadt. Über sie könnten die LKW die mehr als 150 Castoren ins Zwischenlager bringen. Die Route wurde am Samstag eher symbolisch blockiert. Möglicherweise ein Vorgeschmack auf Störaktionen.

Starttermin noch unbekannt

Wann die Castor-Transporte starten, dazu will sich die Auftraggeberin, JEN Jülich, aktuell nicht äußern. Die Polizei Münster ist dafür zuständig, die Sicherheit zu gewährleisten. Aber auch die hält sich aktuell bedeckt, was einen Termin angeht.

Ahaus: Große Anspannung vor ersten Castortransporten

WDR Studios NRW 07.03.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 06.03.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" und weitere
  • Stadt Ahaus

Sendung: WDR 2, WDR Aktuell, 07.03.2026, 12:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR Aktuell, 07.03.2026, 12:45 Uhr

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