Hauptsächlich soll es Beschäftigte aus der Verwaltung am Hauptsitz in Attendorn treffen. Produktion und Logistik bleiben von der Maßnahme unberührt. Die Belegschaft wurde am Dienstag über die Pläne informiert. Am Standort Attendorn sind derzeit rund 1.250 Mitarbeiter beschäftigt.
"Angesichts steigender Kosten und einer gedämpften Nachfrage sieht sich Viega gezwungen, seine Kostenstruktur anzupassen", heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem gebe es in einigen Bereichen mehr Personal als es die aktuelle Lage erfordere.
Aufhebungsverträge angeboten
Den betroffenen Mitarbeitern wurden Aufhebungsverträge angeboten - laut Viega zu sehr guten Konditionen. Das hat der Betriebsrat auf WDR-Nachfrage bestätigt.
"Jeder entlassene Mitarbeiter ist einer zu viel. Aber niemand wurde abgespeist. Die Gespräche mit der Geschäftsführung waren wertschätzend und auf Augenhöhe." Björn Drexelius, Betriebsratsvorsitzender
Der Betriebsrat sei in den Prozess von Anfang an eingebunden gewesen.
Geschäftsführung bedauert Schritt
"Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen", teilte Viega-CEO Markus Brettschneider mit. "Angesichts der aktuellen Herausforderungen sind die Maßnahmen jedoch notwendig."
Alle geplanten Investitionen in die bestehenden deutschen Werke in Südwestfalen, Thüringen und im Saarland sollen dagegen weiterverfolgt werden.
Die Gewerkschaft IG Metall im Kreis Olpe hat angeboten, betroffene Beschäftigte zu ihren Zukunftsperspektiven zu beraten.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Viega
- Interview mit dem Betriebsrat
- Interview mit der IG Metall
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 19.05.2026, 14:31 Uhr
