Infineon plant Stellenabbau in Warstein
Lokalzeit Südwestfalen. 30.10.2025. 01:43 Min.. Verfügbar bis 30.10.2027. WDR. Von Franz Altrogge.
Infineon stellt Halbleiter her, die elektrische Energie bewegen oder umwandeln, zum Beispiel in Elektroautos. Und besonders bei diesen gebe es, laut Unternehmen, aktuell schwache Absatzzahlen. Die zunächst erwartete höhere Nachfrage werde es laut dem Unternehmen nicht geben. Deshalb wird die Produktion bei Infineon angepasst - sowohl in Warstein als auch am ungarischen Standort Cegléd.
Eine mittlere dreistellige Zahl an Arbeitsplätzen soll daher wegfallen - bei insgesamt 2.220 Mitarbeitern in Warstein. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben. Wie das gelingen kann, ist derzeit Gegenstand der Gespräche mit dem Betriebsrat.
Andere Bereiche nicht betroffen
Bereiche wie Windkraft- und Solaranlagen, Ladesäulen, Züge oder Batteriespeicher bleiben wichtiger Bestandteil der Fertigungslandschaft von Infineon in Warstein. Sie sind von dem Stellenabbau nicht betroffen.
Infineon betont, dass der Standort weiterhin eine wichtige Rolle als Innovationszentrum für Leistungshalbleiter-Module spielen wird. Daher soll weiter in den Standort investiert werden, mit dem Schwerpunkt auf neue Produkte für die genannten Anwendungsfelder.
Arne Kohring, der Sprecher der Betriebsleitung von Infineon in Warstein, gibt zu: "Wir haben in den letzten Jahren am Standort Warstein ein starkes Wachstum hingelegt. Jetzt stellen wir fest, dass wir im Bereich der Elektromobilität zu optimistisch waren. Wir haben in Warstein eine Überkapazität aufgebaut, die wir jetzt aufgrund der Bremsspuren im Bereich der Elektromobilität nicht mehr benötigen."
Carmen Schwarz von der IG Metall Arnsberg ist enttäuscht und überrascht, "weil Infineon in den letzten Jahren immer ein Garant dafür war, Arbeitsplätze aufzubauen", so Schwarz.
Unsere Quellen:
- Infineon Sprecher
- IG Metall Arnsberg