Zu teuer. Immer mehr Menschen bleiben der Gastronomie fern

Aktuelle Stunde 22.04.2026 22:53 Min. UT Verfügbar bis 22.04.2028 WDR Von Sebastian Galle

Trotz Tourismus-Booms Warum das NRW-Gastgewerbe weniger Umsatz macht

Stand:

Hoteliers und Gastronomen in NRW kämpfen mit hohen Kosten. Auch die Gäste sind sparsamer geworden. Die realen Umsätze der Branche gingen 2025 ein weiteres Mal zurück. Ein Einblick in Zahlen und Gründe.

Wir wollen deine Meinung hören!

Jetzt mitdiskutieren

Das Geld der Gäste sitzt nicht mehr so locker wie früher, beobachtet Gastronom Ciro Colella. Mal eben so ins Restaurant zu gehen, das sei nicht mehr üblich, sagt er dem WDR. "Diese Leichtigkeit ist heute zum Teil weg."

Wer vor ein paar Jahren noch drei Gänge bestellt habe, lasse das Dessert oder die Vorspeise jetzt eher mal weg, so Colella. Mit seiner Frau leitet er in Düsseldorf zwei beliebte Gastronomie-Betriebe: das Landhaus Freemann und das Nordpark Café.

Ciro Colella steht in einem Lokal.

Ciro Colella, Gastronom aus Düsseldorf

Auch bei Hochzeiten bekommt er es zu spüren: "Die Paare achten jetzt mehr aufs Geld." Hätten sie früher oft mit 120 Gästen gefeiert, seien es heutzutage eher 80. Das reduziert die Kosten - und schmälert die Umsätze.

Zweites Jahr in Folge Einbußen

Nach neuen Berechnungen des statistischen Landesamtes IT.NRW sind die realen Umsätze im Gastgewerbe 2025 schon im zweiten Jahr in Folge zurückgegangen. "Real" bedeutet: Die Inflation wurde rausgerechnet, dadurch lassen sich die Werte besser vergleichen.

Nach der Corona-Pandemie ist das Gastgewerbe in NRW wirtschaftlich nicht mehr auf sein früheres Niveau zurückgekehrt. Dazu gehören vor allem zwei Bereiche: zum einen die Gastronomie mit Restaurants, Cafés, Imbissen, Bars oder auch Catering, zum anderen Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Pensionen und Campingplätze.

Umsatzeinbußen im NRW-Gastgewerbe

WDR 22.04.2026 03:25 Min. Verfügbar bis 21.04.2028 WDR Online

Download

Umsatzrückgang trotz Tourismus-Boom

Was an den Umsatzeinbußen verwundern könnte: Gleichzeitig bricht der Tourismus in NRW Jahr für Jahr Rekorde. Die Zahl der touristischen Übernachtungen im Land hat das Niveau der Vor-Corona-Zeit längst übertroffen. Übernachtungen in privaten Haushalten, beispielsweise bei Freunden oder Familie, gehen nicht in die Statistik mit ein.

Der Grund für diesen scheinbaren Widerspruch: steigende Kosten bei Personal, Waren, Energie und Pacht - bei Preisen für den Kunden, die nicht im selben Maße steigen. So erklärt es Patrick Rothkopf, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga NRW, im Gespräch mit dem WDR.

Enorme Kostensteigerungen - vor allem beim Personal

Im Personalbereich habe man in den vergangenen vier, fünf Jahren Lohnsteigerungen von weit über 30 Prozent gehabt, sagt er. "Und wir können diese Kostensteigerung nicht eins zu eins am Markt so durchsetzen." Das gelte genauso für viele andere Betriebe im Gastgewerbe.

Portrait von Patrick Rothkopf, Präsident des Dehoga NRW

Patrick Rothkopf, Dehoga NRW

Eigentlich müssten die Preise für Beherbergung und Gastronomie angesichts der Kosten also noch weiter angehoben werden, so Rothkopf. Dann aber würden die Gäste womöglich noch mehr sparen und häufiger wegbleiben. Das wiederum würde den Kostendruck weiter erhöhen, weil Personal und anderes ja trotzdem bezahlt werden muss.

"Das Ganze führt dann zu so einer Spirale, die sich nach unten dreht." Patrick Rothkopf, Präsident Dehoga NRW

Rothkopf kennt die Probleme der Branche aus eigener Erfahrung. Er leitet das inhabergeführte Hotel-Restaurant Rothkopf in Euskirchen am Nordrand der Eifel. Es hat 38 Betten und ein Restaurant mit 60 Sitzplätzen.

Rothkopf: Senkung der Mehrwertsteuer könne nur "ein Anfang" sein

Er wünscht sich bessere Rahmenbedingungen, auch für Investitionen. Er fordert "flexible Arbeitszeitgesetze" und "eine vereinfachte Fachkräfteeinwanderung". Die erneute Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent könne nur "ein Anfang" gewesen sein.

Auf einem Restauranttisch liegt eine Rechnung

Rechnung in einem Restaurant

Gastronom Colella in Düsseldorf ist froh, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen zu Jahresbeginn nun dauerhaft gesenkt wurde. Denn dass die Steuer nach der Absenkung zur Corona-Pandemie Anfang 2024 wieder angehoben wurde, habe den Kostendruck im Gastgewerbe enorm verschärft, sagt er.

Seine Erklärung: Nach der ersten Absenkung der Steuer wollte das Personal mehr Lohn. Für Colella verständlich: "Ich verdiene mehr, also kann ich auch mehr Lohn zahlen." Als Nächstes hätten die Lieferanten für ihre Waren mehr Geld verlangt. "Klar, verstehe ich", sagte sich Colella. Aber:

"Als dann die Mehrwertsteuer wieder angehoben wurde auf 19 Prozent, ist kein Lieferant gekommen und hat gesagt: Du, wir reduzieren jetzt die Preise wieder." Ciro Colella, Gastronom

"Und dann ist auch kein Mitarbeiter gekommen und hat gesagt: Du, ich verzichte jetzt auf ein Stück meines Lohns", so der Gastronom. Also habe er die Preise anheben müssen. Das gehe aber nur bedingt.

Nordpark Café als Reaktion auf Umsatzrückgang eröffnet

"Auch als Reaktion auf den Umsatzrückgang", wie er sagt, haben Colella und seine Frau dann vor zwei Jahren ergänzend zum Landhaus Freemann das Nordpark Café eröffnet. Das Konzept: Hier soll eine Familie mit zwei Kindern auch unter 100 Euro essen und trinken können.

Man dürfe sich eben nicht ausruhen als Gastwirt, sagt Colella, sondern müsse sich stets aktiv auf neue Zielgruppen zubewegen. Und man müsse den Gästen etwas bieten, wofür sie gerne Geld ausgeben: Service, Qualität und Atmosphäre. Ein Restaurantbesuch sei eben "nicht nur reine Essensaufnahme", sondern "auch so eine Art Kurzurlaub".

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Gastronom Ciro Colella
  • WDR-Gespräch mit Patrick Rothkopf, Hotelier und Präsident Dehoga NRW
  • Branchenzahlen von Dehoga NRW
  • IT.NRW zu Umsätzen im Gastgewerbe
  • Tourismusverband NRW zur Zahl der Übernachtungen

Sendung: WDR 5 Morgenecho, Umsatzeinbußen im NRW-Gastgewerbe, 22.04.2026, 7:50 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 22.04.2026, 18.45 Uhr

Hinweis der Redaktion vom 23.04.2026, 09:45 Uhr: In einer früheren Fassung dieses Beitrags hieß es, zu den Zahlen der touristischen Übernachtungen gehörten keine geschäftlichen Übernachtungen. Das ist nicht korrekt. Außerdem hieß es, auch private Übernachtungen seien nicht enthalten. Das ist missverständlich. Gemeint sind Übernachtungen in privaten Haushalten. Wir haben die Angaben korrigiert.

Kommentare zum Thema

15 Kommentare

  • 15 Hans-Gerd 23.04.2026, 19:15 Uhr

    Ja, wenn die Currywurst, wie hier im Ort, 18,90 € kostet, muss der Gastronom halt auf meinen Besuch verzichten.

  • 14 Lucia Ricke 23.04.2026, 10:22 Uhr

    Wenn das Gastgewerbe so zu kämpfen hat, verstehe ich nicht, warum in Köln, beispielsweise im Agnesviertel, ständig neue Gaststätten aufmachen, die sich zusätzlich im öffentlichen Raum ausbreiten.

    Antworten (1)
    • Paul S. 23.04.2026, 11:20 Uhr

      Ganz einfach zu erklären, weil sich die Geschäfte bei der Gastronomie anscheinend doch sich lohnen. Welcher Wirt jammert nicht? Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Sie verhalten sich wie manche Bauern, Preise setzen sie höher. Die Ausreden kommen, weil es ihnen mal zu viel regnet oder zu warm ist.

  • 13 Fuffel 23.04.2026, 07:03 Uhr

    In diesem Land gibt es so einige Konstanten: Egal wie das Wetter ist, es findet sich immer ein Bauer der drüber jammert. Egal, wie locker den Leuten das Geld sitzt, es findet sich immer ein Gastronom, der drüber jammert, dass keiner kommt - und sucht die Schuld daran natürlich nicht in seiner mindertigen Qualität zu hoffnungslos überteuerten Preisen. Der DEHOGA hat in seinem ganzen Bestehen noch nie gesagt, dass es der Branche gut geht. Und der WDR füllt jede seiner Programmlücken mit Berichten ganz im Sinne der Bauern, Gastronomen und vor allem des DEHOGA. Und selbstverständlich haben Bauernverband und DEHOGA unter ihren Mitgliedern keine schlechten Betriebe und erst recht keine schwarzen Schafe, die einfach nur schlecht wirtschaften und miese Qualität zu überteuerten Preisen bieten. Es sind die Kunden und die Politik schuld. Das ist ja so viel einfacher, als sich selbst ändern zu müssen ...

  • 12 Jobepin 22.04.2026, 19:47 Uhr

    Ich stimme Herrn Colella zu was ein Gastronom leisten sollte. Nämlich: Service,Qualität und Atmosphäre. Nur bei der Qualität und auch oft beim Service hapert es. Portionen werden kleiner und das was serviert wird ist schon mal großzügig interpretiert. Aus einem Kalbschnitzel wird dann eine dünne Scheibe Kalbsbraten unter der Sauce versteckt. Selters Wasser steht auf der Karte, ein günstiges Wasser wird serviert. Abgerechnet aber Selters. Was soll das? Oder Pizza die nicht richtig durchgebacken und matschig ist. Der Kellner behauptet das machen sie immer so. Wenn es nicht mein Geschmack wäre dann eben Pech gehabt. Dazu ein forsches Verhalten des Kellners. Bezahlt habe ich den vollen Preis. Kein bisschen Zuvorkommenheit. Dann eben kein Restaurantbesuch und selber kochen.

  • 11 MüHü 22.04.2026, 17:16 Uhr

    Ich könnte kotzen wenn ich das Lese. Personalkosten gestiegen, ja im Mindestlohn Bereich. Kellner bekommen eh einen geringen Grundlohn und haben das bar Trinkgeld steuerfrei. Die MwSt wurde von 19 auf 7 Prozent gesenkt, ich kenne bis dato kein Restaurant welches dieses an die Kunden weitergegeben hat. Wenn ich für eine Cola 2.80€, für ein Bier 2.40€ und selbst das Wasser 2.80€ kostet, da wundert man sich, das der Gast nur noch geringe Mengen trinkt. Was bezahlen die Gastronomen hier im Einkauf pro Liter? Die Personalkosten sind in der Stundenbereich gestiegen, die MwSt wird jedoch bei jeder Bestellung gesenkt. Wer rechnen kann, erkennt den Fehler. Wenn ich für ein Schnitzel in NRW 23-26€ zahle, warum kostet es in Bayern nur 14-16€ :( Wenn man in die Restaurant guckt wo auch die Leistung stimmt, sind diese immer Voll. Mal über Eure Preisgestaltung nachdenken liebe Gastronomen :) Weniger ist meistens mehr !!!

    Antworten (1)
    • Franziska 1 22.04.2026, 22:53 Uhr

      @MüHü, ich würde niemals in ein Lokal essen gehen, wo ein Schnitzel 23/26 Euro kostet. Ich war vor Wochen in Nürnberg in Bayern in einen guten Hotel mit Restaurant. Ich zahlte für ein Wienerschnitzel mit Pommes und kl. Salat 18,50 Euro. Ja, in Bayern hat man noch annehmbare Preise. In München allerdings, die Preise sind sehr hoch. Nicht immer ist die Pacht, die Miete schuld am hohen Preis. Der Tourismus macht es aus, dass Gäste abgezockt werden. Was alle Lokale miteinander verbindet, ja das sind die fertigen Getränke aus Flaschen. Minimale Arbeit, aber dabei hoher Umsatz. Wenig Arbeit, umso mehr kostet es dem Gast. Mein Wirt vor Ort sagte ehrlich vor Jahren: Das meiste verdiene ich an Wein, Bier, Schnaps, Wasser und Espresso, bei einer Schwips- Laune an Sylvester. Dazu benötige ich kein Küchenpersonal. Um ihn nicht zu verärgern hatte ich besser geschwiegen. Zum Kotzen war mir nicht zumute (wie Ihnen), denn seine Speisekarte mit seinen Preisen, war und sind noch annehmbar.

  • 10 Franziska 1 22.04.2026, 17:03 Uhr

    Restaurantbesitzer, sprich die Wirte jammern immer von Jahr, zu Jahr. Ohne besonders harte Krisen im Land, hatten sie schon Wünsche die sich nicht einbürgern ließen. Manches Lokal zum Bsp., haben eine Menükarte mit italienischen Speisen, sie hatten schon Mal den Vorschlag gemacht eine Gedeck-Gebühr zu verlangen. Bevorzugt werden sie bei der niedrigen MwSt. die Gäste merken nichts davon. Bei Einkauf ihrer Waren können sie die MwSt. abschreiben und eine vorhandene Familie hat selbst noch privat was davon. Wenn das Lokal überfüllt ist, wird die viele Arbeit als Stress bezeichnet, ist das Lokal halb leer, dann sprechen international und nationale Wirte schon von Pleite machen. Wirte arbeiten kaum mit einem Personal denen sie hohe Löhne zahlen. Wenn Familienmitglieder in der Küche aushelfen, dann stellen manche keine extra Helfer ein. Es gibt einfach zu viele Restaurants in mancher Stadt, die Konkurrenz ist groß. Wirte, wir Konsumenten zahlen 19 Prozent MwSt. mit oder ohne Geschäft.

  • 9 Andre Schäfer 22.04.2026, 15:39 Uhr

    Höhere Preise wegen allgemein gestigener Kosten, kann ich akzeptieren. Leider wird in vielen Restaurants im gleichen Maße wie die Preise steigen, der dafür geleistete Service halbiert und die Portionsgrößen gleich mit. Und da hört es sich für mich dann auch auf. Wenn dann obendrein noch typisch deutsche Gerichte mit Schweinefleisch von der Karte verschwinden und durch Pute ersetzt werden, dann mach ich mir mein Fleisch lieber selbst. Bestellen tue ich inzwischen auch nichts mehr. Denn keine Pizzeria am Ort hat mehr Schinken auf der Karte, außer von der Pute und Döner gibts hier auch nicht mehr - nur noch Drehspieß, natürlich mit reichlich Hack von der Pute. Zur Krönung steht dafür dann noch der gegenüber 2023 doppelte Preis dran, damit der Chef im Sommer wieder 6 Wochen in Urlaub fliegen kann. Danke. Aber Nein Danke. Und wenn deswegen die Gastronomie jetzt vor die Hunde geht, tja Freunde, selber schuld. Ich zahle keine 19 € für ne Pizza, die Dr. Oetker tiefgekühlt Welten besser kann.

    Antworten (1)
    • Anonym 22.04.2026, 19:23 Uhr

      Das ist das wenn Leute nicht mehr bereit sind für Qulität zu bezahlen. Stattdessen den riesigen Konzernen ihr Geld geben die obendrein noch die Massen Tierhaltung unterstützen.

  • 8 Benni 22.04.2026, 14:40 Uhr

    Finde den Fehler: - Ohne Reservierung geht in den meisten Restaurants nichts - 30 € für ein ordentliches Schnitzel, 7 - 9 € für eine Flasche Wasser oder 9 € für ein Mini-Glas Wein - Die MWSt.-Senkung wurde komplett absorbiert - In vielen Gastro-Betrieben muss man betteln, um ein zweites oder drittes Bier zu bekommen Trotzdem nichts als Jammern und Wehklagen!

  • 7 Johann Moritz 22.04.2026, 13:26 Uhr

    Ich gehe immer seltener in ein Restaurant. Nicht nur, weil es mir mittlerweile oft zu teuer ist, sondern auch und hauptsächlich, weil es die Restaurants, in denen ich bis vor einigen Jahren immer wieder gerne eingekehrt bin, weil es ehrliches Essen zu ehrlichen Preisen gab, alle weg sind. Einige wenige haben den Inhaber und damit das Angebot gewechselt (in der Regel nicht zum Besseren), andere machen nur noch Eventgastronomie, und der Rest hat für immer geschlossen. Stattdessen schießen Fastfood- und Dönerläden wie Pilze aus dem Boden. Kann man mal hingehen, aber immer nur Fritten mit Döner will man ja auch nicht, und gemütlich ist meist ohnehin was anderes. Ich habe auch keine Lust, mich ins Auto zu setzen und 20km zu einem Restaurant in der Umgebung zu fahren. Dann kauf ich lieber ein und koche mir selber was leckeres.

  • 6 Besucher 22.04.2026, 13:14 Uhr

    Früher hat man schlechten oder chaotischen Service und mäßige Qualität beim Restaurant-Besuch einfach abgehakt. Bei den heutigen Preisen sieht man das naturgemäß anders und man geht wirklich nur noch in Restaurants die andere empfehlen--und selbst dann hat man oft das Gefühl, ob man nicht selber kurz in der Küchen aushelfen sollte, damit es rund läuft. Dass die Restaurant die Mehrwertsteuersenkung ohne Schulterzucken selber in die Tasche gesteckt haben, ist ebenfalls ziemlich frech. Mein Mitleid hält sich unter dem Strich absolut in Grenzen.

  • 5 Coati Roux 22.04.2026, 11:55 Uhr

    Ich kann nicht für alle sprechen, aber zumindest für mich: Ich würde liebend gerne Geld in die Gastronomie tragen, aber nicht wenige Gastronomen tun alles, um das Geld nicht zu bekommen. TK- und Convenience Futter zu absurden Preisen, unfreundlicher und langsamer Service, schmutzige, unaufgeräumte und laute Gasträume und Toiletten, bei denen mir ein Loch im Wald lieber (und hygienischer) wäre, lassen mich dann doch zu Hause bleiben. Wenn ein frisches und gutes Schnitzel im sauberen Restaurant und freundlich und flott serviert 25 € kostet, nehme ich das gerne und dafür etwas seltener. Aber wenn die oben beschriebene Erfahrung immer noch 19,90 € kostet, werf ich lieber selbst den Herd an. Gleiches für Getränke: Für einen alkoholfreien Cocktail mit Schirmchen, frisch zubereitet und lecker lege ich gerne nen Zehner hin, aber 4,90 € für schale Discounterlimo aus der PET-Flasche von vorgestern vergraulen mich dann endgültig. Und Mantaplatte für nen Fünfer ist endgültig vorbei. Auch klar.

Weitere Beiträge über Unternehmen aus NRW

1 / 2