NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in Yad Vashem

Yad Vashem Gedenkstätte Nicht nach NRW - erste Außenstelle wird in München entstehen

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NRW hatte sich als Standort für die erste Yad-Vashem-Außenstelle beworben. Den Zuschlag erhält nun München.

Yad Vashem macht die Abgründe des Nazi-Terrors auf eindrucksvolle Weise fassbar. Sehr bemerkenswert war die Entscheidung der größten Holocaust-Gedenkstätte der Welt, ihre erste Außenstelle im Land der Täter, in Deutschland, zu errichten. Wie die Gedenkstätte am Donnerstag mitteilte, wird sie in München entstehen. Der Standort des Zentrums sei nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der deutschen Regierung ausgewählt worden. Auch NRW und Sachsen hatten Interesse bekundet.

"München wurde aufgrund seiner strategisch günstigen Lage und seiner Bildungslandschaft ausgewählt, was die Stadt zu einem idealen Standort für die Holocaust-Bildung macht", teilte die Gedenkstätte am Donnerstag mit. Das neue Bildungszentrum soll am Karolinenplatz im Zentrum von München errichtet werden. Zudem soll es eine kleinere Dependance in Leipzig geben. Dort werde es interaktive Lernräume geben. Das Angebot richte sich an Pädagoginnen und Pädagogen in der gesamten Region sowie in deren Nachbarländern.

Bewerbungen auch in NRW

Im NRW-Landtag hatte es eine breite Unterstützung für einen Standort des Yad-Vashem-Bildungszentrums in Nordrhein-Westfalen gegeben. Im November hatten CDU, Grüne, SPD und FDP dies in einem gemeinsamen Antrag begrüßt. Staatskanzleichef Nathanael Liminiski (CDU) warb für NRW mit dem Verweis auf die größte jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

"Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust bleibt eine dauerhafte Verantwortung unseres Landes und ein zentrales Thema der politisch-historischen Bildung" Nathanael Liminiski (CDU), Chef der NRW-Staatskanzlei

"Auch wenn das Bildungszentrum nicht in Nordrhein-Westfalen entstehen wird, unterstützen wir Yad Vashem als verlässlicher Partner bei der geplanten bundesweiten Ausrichtung der Bildungsarbeit", erklärte Liminski nach der Entscheidung am Donnerstag. Das Land NRW werde dafür seine "herausragende Bildungs- und Gedenkstättenlandschaft" sowie das breite politische und gesellschaftliche Engagement gegen Antisemitismus und für Erinnerungskultur einbringen. "Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust bleibt eine dauerhafte Verantwortung unseres Landes und ein zentrales Thema der politisch-historischen Bildung", erklärte Liminski weiter.

Landtagspräsident André Kuper war Ende Oktober nach Israel gereist und hatte dort Gespräche mit dem Leiter der Gedenkstätte, Dani Dayan, geführt. in NRW hatten Essen, Dortmund, Düsseldorf und Köln Interesse als Standorte bekundet.

Eröffnung in zwei bis drei Jahren geplant

Zuvor hatten im September letzten Jahres Dani Dayan und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) mitgeteilt, dass es eine Außenstelle in Deutschland geben soll. Nach Festlegung des Standortes könne das Zentrum rund zwei bis drei Jahre später seine Arbeit aufnehmen, hieß es damals. Die Bildungsstätte werde etwa 20 Mitarbeiter haben. Sie solle offen für alle sein, sich aber besonders an Lehrkräfte richten.

Yad Vashem - nicht nach NRW

WDR 5 Westblick - aktuell 28.05.2026 05:42 Min. Verfügbar bis 28.05.2027 WDR 5

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Unsere Quellen:

  • Eigene Berichterstattung
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR Nachrichten, Düsseldorf nicht Standort von Yad Vashem Außenstelle, 28.05.2026, 10:30 Uhr

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