André Kuper, Präsident des Landtags, besucht die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel

Werben für Ableger von Yad Vashem in NRW

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Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ihren ersten Ableger in Deutschland bekommen. Auf seiner Israel-Reise wirbt Landtagspräsident André Kuper dafür, dass er nach NRW kommt.

Vor der Flamme der Erinnerung legte Kuper in der Stille von Yad Vashem einen Kranz für die Opfer des Holocaust nieder. Anschließend unterstrich er im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Gedenkstätte, Dani Dayan: "Wir haben von dem Vorhaben gehört, eine Außenstelle von Yad Vashem in Deutschland, im Land der Täter, zu errichten."

Der NRW-Landtag begrüße das und sei bereit, konkret bei der Umsetzung mitzuwirken. Damit unterstützte der CDU-Politiker auch eine Initiative der Religionsgemeinschaften, gesellschaftlicher Verbände und Gruppen sowie der Antisemitismus-Beauftragten des Landes, Sylvia Löhrmann.

Erste Außenstelle in Deutschland soll nach NRW

Wuest in Israel

Hendrik Wüst (CDU) in Yad Vashem

Vor Wochen war bekannt geworden, dass der weltgrößte Erinnerungsort für die Millionen Opfer der Shoa seine erste Außenstelle in Deutschland bekommen soll. Das Yad-Vashem-Bildungszentrum soll entweder in Bayern, Sachsen oder eben in NRW entstehen.

Wenige Tage vor Kuper hatte sich auch schon der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, für den Standort NRW eingesetzt. Er übergab Dayan, ein Bewerbungspapier samt Unterstützer-Unterschriften - von Vertretern der jüdischen Landesverbände, der christlichen Kirchen sowie des Zentralrats der Muslime in NRW.

"NRW ist ein Land, das vielfältig ist. Wir könnten also dafür sorgen, dass Holocaust-Bildung in alle Teile der Gesellschaft - mit und ohne Migrationshintergrund kommt. Wir liegen im Herzen Europas. Wir sind infrastrukturell gut angeschlossen. Wir haben eine reichhaltige Gedenkstätten-Landschaft." NRW-Europaminister Nathanael Liminski

Lange Beziehung zwischen NRW und Israel

Armin Laschet am 05.09.2018 in der Halle der Namen in der Gedenkstätte Yad Vashem

Armin Laschet (CDU) in Yad Vashem

Nordrhein-Westfalen hat besonders lange und enge Beziehungen zu Israel. So war schon Johannes Rau mehrmals dort – als Landeschef dann 1990. Und auch alle seine Nachfolger. Armin Laschet eröffnete 2020 in Tel Aviv sogar ein eigenes Vertretungsbüro NRW. Es gibt rund 30 Städtepartnerschaften sowie zahlreiche Partnerschaften und Kooperationen in Wissenschaft, Vereinen, Verbänden und Zivilgesellschaft. Daneben Programme für Schüler und Studierende.

Israel: Kommt ein Yad-Vashem-Ableger nach NRW?

WDR 5 Westblick - aktuell 28.10.2025 06:38 Min. Verfügbar bis 28.10.2026 WDR 5

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Höchster NRW-Repräsentant bei Staatspräsident Herzog

Landtagspräsident Kuper traf auch Israels Staatspräsident Itzhak Herzog in dessen Amtssitz in Jerusalem. "Mit unserem Besuch zeigen wir: Nordrhein-Westfalen und sein Parlament stehen zur besonderen deutsch-israelischen Geschichte", erklärte der höchste Repräsentant des Landes NRW. Die Beziehungen der Länder seien unvergleichbar und unauflöslich.

André Kuper, Präsident des Landtags, überreicht ein Werk von Günter Uecker an Itzhak Herzog, Israels Staatspräsidenten

"Wir stehen verlässlich zu Israel, wie wir es seit Konrad Adenauer und Ben Gurion immer getan haben", sagte Kuper. "Wir hoffen und bangen seit dem 7. Oktober 2023 in besonderer Weise mit den Menschen in Israel." Kuper lud Staatspräsident Herzog ein, vor dem Landtag in Düsseldorf zu sprechen. Als Geschenk überreichte er ihm zwei Drucke von Günter Uecker. Die Witwe des Künstlers und sein Sohn hatten die handsignierten Arbeiten mit dem Titel "Israel" und "Mal" als Gastgeschenk zur Verfügung gestellt.

Information über Friedenspolitik

Die Delegation, darunter auch die Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs NRW, Professorin Dauner-Lieb, setzte am Freitag ihre insgesamt viertägige Reise mit einem Besuch in den Palästinensischen Gebieten fort. Beim Besuch des christlichen Dorfs Taybeh im Westjordanland und in Gesprächen über die aktuelle Situation in den Palästinensischen Gebieten wollte sich Kuper über die friedenspolitischen Entwicklungen informieren.

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung des Landtags NRW
  • Interview mit NRW-Minister Nathanael Liminski

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