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Keine Freunde, keine Kita, kein Spielplatz: So sollen die ersten sieben Lebensjahre eines Mädchens aus Attendorn verlaufen sein. Darum ist ihre Mutter verurteilt worden. Das Gericht hat ihr unter anderem Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht sowie Freiheitsberaubung vorgeworfen.
Außerdem war sie wegen Entziehung Minderjähriger, Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Den Großeltern des Kindes wurde vorgeworfen, sie bei den vermeintlichen Taten unterstützt zu haben. Auch sie sind verurteilt worden.
Urteil in Siegen - Kind sieben Jahre in Gefangenschaft | WDR aktuell
WDR. 00:30 Min.. Verfügbar bis 04.05.2028.
Angeblich nach Italien ausgewandert
Über lange Zeit hatte die Mutter erklärt, kurz nach Geburt des Kindes 2015 mit ihrer Tochter nach Italien ausgewandert zu sein. Erst Jahre später fiel der Schwindel auf, nachdem Zeugen den Behörden Hinweise gegeben hatten.
Schließlich befreite die Polizei das Kind im Jahr 2022. Nach Angaben eines medizinischen Gutachters befand es sich in einem schlechten Zustand - körperlich und psychisch.
Urteil um jahrelang eingesperrtes Kind erwartet: das Siegener Landgericht
Suizidversuch der Angeklagten
Der Prozess war Anfang des Jahres mit vielen Verzögerungen gestartet. Zunächst erschienen nur zwei der drei Angeklagten vor Gericht, dann beging die Mutter einen Suizidversuch. Seitdem war die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen.
Unsere Quellen:
- Bisherige Berichterstattung des WDR
- Landgericht Siegen
Sendung: WDR2, Lokalzeit Südwestfalen, 04.05.2026, 6:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR Aktuell, 04.05.2026, 12:45 Uhr