Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den Beamten eingestellt, der im März einen Mann in Herne erschossen hat. Routinemäßig untersuchen die Behörden jeden Fall, in dem die Polizei einen Menschen erschießt. Die Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes seien aber "wegen erwiesener Unschuld" des Beamten kurz vor den Feiertagen eingestellt worden, so die Bochumer Staatsanwaltschaft. Der Beamte habe geschossen, um das eigene Leben sowie das der Kollegen und der verletzten Nachbarin zu schützen. Also war es Notwehr.
Mann lief mit Messer auf Polizisten zu
Weil der Arbeitgeber des 51-Jährigen sich Sorgen um ihn gemacht hatte, ist die Polizei im März 2025 zu einem Mehrfamilienhaus nach Herne ausgerückt. Vor Ort habe der Mann dann Gegenstände aus seinem Fenster und durchs Treppenhaus geworfen, so die Staatsanwaltschaft. Dabei war auch eine Nachbarin verletzt worden. Der Mann habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.
Die Polizisten liefen daraufhin zu seiner Wohnungstür. Fünf Polizisten waren im Hausflur des 51-Jährigen. Der lief mit einem Messer bewaffnet auf die Polizisten zu. Ein 26-Jähriger hat ihn daraufhin erschossen.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Staatsanwaltschaft Bochum
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 29.12.2025, 7.31 Uhr.