Fragwürdiger US-Investor interessiert sich für Thyssen-Krupp-Steel

Lokalzeit aus Duisburg 06.03.2026 28:37 Min. Verfügbar bis 06.03.2028 WDR Von Lars Zamhöfer

US-Investor bekundet Interesse an Thyssen-Stahlsparte

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Für die kriselnde Stahlsparte von Thyssenkrupp in Duisburg könnte ein weiterer potenzieller Käufer auftreten. Der auf Sanierungen spezialisierte US-Investmentfonds Flacks Group hat Interesse an einer Übernahme signalisiert.

Man sei "bereit, ein Angebot abzugeben", sollten die aktuellen Bemühungen von Thyssenkrupp, die Stahlsparte zu veräußern, scheitern, ‌sagte Flacks-Chef Michael Flacks am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Flacks Group - ein rabiater Sanierer?

Der als rabiater Sanierer geltende Flacks ist in der Stahlbranche kein Unbekannter. Er hatte im ​vergangenen Jahr bereits ​Interesse an einem Einstieg bei Europas einst größten Stahlwerk im süditalienischen Taranto bekundet.

"Neue strategische Optionen" für Thyssenkrupp

Die Aktien von Thyssenkrupp drehten nach der Nachricht vorübergehend ins Plus. Sie notierten am Nachmittag 1,5 Prozent höher. "Die großen Fortschritte bei der Neuausrichtung des Stahls und sich verändernde Rahmenbedingungen eröffnen uns auch neue strategische Optionen", sagte ​eine Thyssenkrupp-Sprecher. Das Unternehmen werde "wieder attraktiv". "Bekanntermaßen hat Jindal Steel aus Indien ​Interesse an unserem Stahlgeschäft bekundet, und wir sind in einem konstruktiven Austausch", fügte er hinzu.

Jindal Steel hatte im vergangenen September ein unverbindliches Übernahmeangebot für die seit Jahren kriselnde Stahlsparte vorgelegt. Die Inder ​bemühten sich um die Zustimmung der mächtigen IG Metall und des Betriebsrats und bekannten sich zum Umbau zu einer grünen Produktion.

Übernahme-Verhandlungen mit Jindal Steel "intensiv"

Die Verhandlungen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel über eine Übernahme von Thyssenkrupp Steel Europe seien intensiv, hatte Konzernchef Miguel Lopez zuletzt im Februar gesagt. In der ‌Vergangenheit waren Versuche zu einem Verkauf des Stahlgeschäfts, ein Stahl-Joint-Venture oder ein Börsengang gescheitert.

Das Stahlgeschäft ist der ‌frühere ​Kern des Ruhrkonzerns. Klar ist bereits, dass in den kommenden ​Jahren bis zu 11.000 der rund 26.000 Stellen der Sparte ‌gestrichen oder ausgelagert werden.

US-Investor bekundet Interesse an Thyssen-Stahlsparte

WDR Studios NRW 06.03.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 05.03.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur Reuters

Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 06.03.2026, 15:31 Uhr

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