Die Gespräche mit dem tschechischen Investor seien "einvernehmlich" beendet worden, teilte Thyssenkrupp am Donnerstag mit. Die EP Group hielt zuletzt 20 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE), geplant war eine Aufstockung auf 50 Prozent.
Thyssenkrupp konzentriert sich auf Jindal
Hintergrund ist ein nicht-bindendes Angebot der indischen Jindal Steel für Thyssenkrupps Stahlsparte. Die EPG respektiere den Wunsch von Thyssenkrupp, sich zunächst auf Gespräche mit Jindal zu konzentrieren, hieß es.
Die Kretinsky-Gesellschaft habe sich bereit erklärt, ihren 20-prozentigen Anteil an TKSE zurückzugeben und eine Rückerstattung des Kaufpreises zu erhalten, den sie an Thyssenkrupp gezahlt habe.
Die Vereinbarung mit der EP Group stammt aus dem Frühjahr des vergangenen Jahres. Ende Juli 2024 verkaufte Thyssenkrupp 20 Prozent an seiner kriselnden Stahlsparte. Die Gespräche über den Kauf der weiteren 30 Prozent durch Kretinsky zogen sich danach jedoch hin.
Ungewisse Zukunft der Stahlsparte von Thyssenkrupp
Die Zukunft der Stahlsparte von Thyssenkrupp ist seit Jahren ungewiss. Überkapazitäten sollen abgebaut werden. Zudem sollen bis zu 11.000 der rund 27.000 Stellen gestrichen oder ausgelagert werden.
Im vergangenen Monat hatte Jindal Steel International überraschend ein Übernahmeangebot für den größten deutschen Stahlkonzern vorgelegt. Thyssenkrupp hatte angekündigt, die Offerte intensiv zu prüfen. Die IG Metall und der Betriebsrat hatten den Vorstoß der Inder begrüßt.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- WDR-Wirtschaftsredaktion
- Mitteilung Thyssenkrupp
- Nachrichtenagentur Reuters