Im vergangenen Sommer verlor ein Fahrer in Ennepetal die Kontrolle über sein Auto - mit tödlichen Folgen.
Es war ein Unfall, der für Fassungslosigkeit gesorgt hat: Am Abend des 13. Juli fährt ein Skoda gegen 19:30 Uhr die Holthauser Talstraße in Ennepetal bergauf. Im Auto sitzen der damals 27-jährige Fahrer sowie die Geschwister Mira, 17 Jahre alt, und Louis, 20 Jahre alt.
Die Unfallstelle in Ennepetal
In der Nähe der Klinik Königsfeld fliegt der Wagen aus der Kurve und landet in einem Baum. Der Fahrer kommt in ein Krankenhaus, für Mira und Louis kommt Hilfe zu spät.
Nach Unfall in Ennepetal: Zwei Jahre und sechs Monate Haft
Das Schöffengericht am Amtsgericht in Schwelm verurteilte den heute 28-jährigen Fahrer aus Gevelsberg jetzt wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zwei Jahren und sechs Monaten. Das Gericht folgte damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft.
Der Angeklagte habe seine Sorgfaltspflicht verletzt, erklärte die zuständige Richterin Anna Walther. Er hätte erkennen können und müssen, dass die Kurve mit deutlich geringerer Geschwindigkeit zu befahren sei. Gegen das Urteil kann noch Revision oder Berufung eingelegt werden.
Geschwindigkeitskontrollen gefordert
Um eine angemessene Beerdigung finanzieren zu können, hatten Freunde der gestorbenen Geschwister eine Spendenaktion gestartet. Dabei kamen knapp über 33.000 Euro zusammen.
Die Anteilnahme nach dem Unfall in Ennepetal ist groß.
Weil es sich bei diesem Unfall nicht um den ersten an dieser Stelle handelte, hatten Anwohner Unterschriften gesammelt. Sie fordern eine strengere Geschwindigkeitsbegrenzung sowie eine dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit dem Amtsgericht Schwelm
- Spendenaufruf auf der Plattform gofundme
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 29.04.2026, 11:31 Uhr