Mitte September soll der 38-Jährige seine Ehefrau in einem Maisfeld bei Nottuln mit einem Messer attackiert haben. Nach einem Treffen der beiden Ex-Partner und einem gemeinsamen Einkauf soll es erst zum Streit, später dann zum Angriff gekommen sein. Das Messer soll sich der Mann erst kurz vorher bei dem gemeinsamen Einkauf besorgt haben.
Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Verdächtigen erhoben. Er muss sich also vermutlich schon bald vor dem Landgericht in Münster verantworten.
Frau im Maisfeld zurückgelassen
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann die Frau aus Coesfeld mit dem Messer mehrmals in den Bauch gestochen hat.
Anschließend soll der 38-Jährige Bankkarte und Mobiltelefon der Frau mitgenommen und sie lebensgefährlich verletzt in dem Maisfeld liegen gelassen haben. "In der Vorstellung, dass seine Frau in dem Maisfeld versterben würde", wie es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt.
Vermutlich Rache als Motiv
Die schwer verletzte Frau schaffte es, obwohl sie viel Blut verloren hatte, noch bis zu einer nahen Straße. Dort wurde sie von einer Autofahrerin gefunden und im Krankenhaus durch eine Notoperation gerettet.
Die Verletzte hat durch eine Notoperation überlebt.
Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft, dass sich der Mann an seiner Partnerin rächen wollte. 14 Jahre lang waren die beiden ein Paar, wenige Wochen vorher hatte sich die Frau aber von ihrem Mann getrennt.
Tatverdächtiger äußert sich nicht
Einen Tag nach der Tat hatte sich der Mann der Polizei gestellt. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Bisher hat er sich nicht zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Münster
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 07.01.2026, 12:31 Uhr