Im deutschen Duell setzte sich der gebürtige Hamburger am Donnerstag nach einer konzentrierten Vorstellung mit 6:3, 7:6 (7:4) gegen Routinier Yannick Hanfmann (Karlsruhe) durch. Im gesamten Match über 1:21 Stunden ließ Zverev keine Breakchance zu und gab bei seinem ersten Service insgesamt nur drei Punkte ab.
"Es war ein hohes Level heute von beiden, wir haben beide sehr gut aufgeschlagen", sagte Zverev nach der Partie auf dem Centre Court. "Ich bin sehr zufrieden, es war ein gutes Rasenmatch. Ich hatte nicht viele Chancen, doch die habe ich genutzt. Noch klappt nicht alles, aber ich spiele ja erst seit ein paar Tagen wieder auf Rasen und gebe mir noch Zeit."
Zverev nun gegen Collignon
Zverev, der 2016 (gegen Florian Mayer) und 2017 (gegen Roger Federer) zweimal das Finale in Ostwestfalen verloren hatte, spielt nun am Freitag gegen den Belgier Raphael Collignon, der sich im Qualifikanten-Duell gegen den Italiener Mattia Bellucci mit 4:6, 6:4, 6:3 durchsetzte. Daniel Altmaier aus Kempen trifft im Viertelfinale auf den zweimaligen Halle-Finalisten Daniil Medwedew.
Auch im Doppelwettbewerb ist Altmaier als letzter verbleibender Deutscher noch im Rennen. Mit seinem Partner Joao Fonseca (Brasilien) besiegte er im Viertelfinale am Donnerstag das Duo Sadio Doumbia (Frankreich)/Marc Polmans (Australien) mit 6:4, 7:6 (8:6). Im Halbfinale warten Ben Shelton (USA) und Flavio Cobolli (Italien).
Für Hanfmann war es der letzte Auftritt bei dem ATP-500-Turnier in Halle in diesem Jahr. Der Karlsruher war gemeinsam mit Lokalmatador Jan-Lennard Struff (Warstein) auch im Doppel angetreten, das Duo schied aber im Achtelfinale aus. Auch Zverev musste sich mit seinem brasilianischen Kumpel Marcelo Melo bereits aus dem Doppelwettbewerb verabschieden.
Zverev nutzt ersten Breakpoint
Nach dem mühsamen 6:3, 4:6, 6:2-Auftaktsieg gegen den Tschechen Vit Kopriva präsentierte sich der in Halle topgesetzte Zverev in verbesserter Form. Zverev begann konzentriert und dominierte seine Aufschlagspiele mit seinem starken ersten Service, doch auch Hanfmann gab sich bei eigenem Aufschlag zunächst keine Blöße. So blieben längere Ballwechsel in einem ausgeglichenen ersten Satz die Ausnahme.
Beim Stand von 4:3 für Zverev wackelte Hanfmann erstmals, Zverev erspielte sich die erste Breakchance - und nutzte diese umgehend, als er seinen Return Hanfmann an der Grundlinie vor die Füße donnerte. Zverev hatte weiter eine Quote von mehr als 80 Prozent bei seinem ersten Aufschlag, verwandelte seinen ersten Satzball und gewann Durchgang eins nach 30 Minuten souverän mit 6:3.
Zverev muss in den Tiebreak
In seinem ersten Service-Spiel im zweiten Satz geriet Zverev erstmals mit 0:30 in Rückstand, ließ dann aber wieder vier starke Aufschläge folgen und brachte das Spiel zum 1:1 durch. Zu diesem Zeitpunkt hatte Hanfmann weniger als 50 Prozent seiner Returns ins Feld gespielt. Hanfmann musste den ersten Breakball im zweiten Satz abwehren, servierte anschließend aber wieder stark und ließ kaum etwas zu. Da auch Zverev die Spiele bei eigenem Aufschlag weiter im Eiltempo gewann, ging es in den Tiebreak.
Im Tiebreak gelang Zverev beim Stand von 4:3 das erste "Mini-Break", als Hanfmann eine Longline-Rückhand ins Aus setzte. Bei 6:4 nutzte Zverev seinen ersten Matchball.
Unsere Quellen:
- Spiel zwischen Alexander Zverev und Yannick Hanfmann am 18.06.2026
- Nachrichtenagenturen sid + dpa
- Internetauftritt der Terra Wortmann Open
Sendung: WDR.de, "Zverev gewinnt gegen Hanfmann - Viertelfinal-Duelle stehen fest", 19.06.2026, 10:20 Uhr