Behörden wollen Konzept für Castortransport
Lokalzeit Münsterland. 06.11.2025. 01:45 Min.. Verfügbar bis 06.11.2027. WDR. Von Kirsten Lorek.
Vor Castor-Transport nach Ahaus: Polizei fordert Strahlenschutzkonzept
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Polizisten müssen bei Castor-Transporten vor möglicher Strahlenbelastung geschützt werden. Das fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Anlass sind die geplanten Transporte von Jülich nach Ahaus, die Polizisten zum Schutz vor Angriffen begleiten sollen.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sorgt sich um die Polizisten, die bei den geplanten Transporten im Einsatz sein werden. Deren Gesundheit dürfe nicht gefährdet werden, so NRW-Landesvorsitzender Patrick Schlüter: "Wir erwarten ein Arbeitsschutz- und vor allem ein Strahlenschutzkonzept für unsere Kolleginnen und Kollegen."
Beim letzten großen Castor-Transport 1998 bestand der Schutz darin, dass sich die Polizisten von den Castoren möglichst fernhalten sollten. Männliche Einsatzkräfte durften sich nur kurz in unmittelbarer Nähe der Castoren aufhalten, weibliche gar nicht.
Kurzfristig angesetzter Castor-Transport untragbar
Die Frage ist, ob bei den anstehenden Castor-Transporten die Sicherheit für die Polizeibeamten gewährleistet ist? Laut GdP blieb diese Frage bislang unbeantwortet. Deshalb sei auch ein kurzfristig angesetzter Castor-Transport zum jetzigen Zeitpunkt untragbar, so die Ansicht der Gewerkschaft.
Strecken als Sicherheitsrisiko
Auch die Umweltorgansiation BUND hat große Sicherheitsbedenken und klagt derzeit per Eilantrag gegen die Atommüll-Tranporte durch NRW. Im Moment sichten die Mitarbeitenden gut 22.000 Seiten Material, um zu prüfen, ob die Strecken, die für die schweren Castor-Transporte infrage kommen, ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen.
Gerichtsentscheidung abwarten
"Stichwort marode Brücken", sagt der Geschäftsleiter des BUND NRW Dirk Jansen. "Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn so eine Brücke zusammenbricht und die Anwohner haben plötzlich einen ganzen Castor im Vorgarten!" Daher fordert Jansen, die Gerichtsentscheidung abzuwarten. Ob sich das Land NRW daran hält, ist allerdings eine andere Fage.
Unsere Quellen:
- Gewerkschaft der Polizei NRW
- BUND NRW