Ahaus geht doch nicht juristisch gegen Castor-Transporte vor

00:25 Min. Verfügbar bis 19.09.2027

Ahaus geht doch nicht juristisch gegen Atommüll-Transporte vor

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Die Stadt will juristisch nicht gegen die geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus vorgehen. Der BUND klagt aber weiter.

Ahaus wird gegen die 152 genehmigten Castor-Transporte keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten. Das bestätigte die Stadt am Freitag. Vorausgegangen sei eine "intensive und anwaltlich begleitete Prüfung." Das Ergebnis: Durch den Transport, der durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) genehmigt ist, würden wohl keine Rechte der Stadt beschnitten.

Die Atommüll-Fässer sollen etwa 190 Kilometer durch NRW von Jülich bis nach Ahaus transportiert werden.

Die Frage, ob die Transporte und anschließende Aufbewahrung in Ahaus erfolgen sollen, ist eine Frage, die politisch von Bund und Land verantwortet werden muss. Karola Voß, Bürgermeisterin von Ahaus

Stadt scheiterte mit Klage zur Aufbewahrung

Ahaus hatte sich schon gegen die "Aufbewahrungsgenehmigung" vor Gericht gewehrt - allerdings ohne Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht NRW hatte die Klagen im Dezember abgewiesen. Deshalb darf der Betreiber des Zwischenlagers in Ahaus die 152 Behälter des Typs Castor einlagern.

Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß sagte: "Die Frage, ob die Transporte und anschließende Aufbewahrung in Ahaus erfolgen sollen, ist eine Frage, die politisch von Bund und Land verantwortet werden muss. Wir hätten uns, gerade mit Blick auf die weiter andauernde Endlager-Suche, eine andere Entscheidung und entsprechende Unterstützung gewünscht."

Widerspruch bei weiterem Atmomüll-Transport

Bezüglich eines weiteren Transportes und einer Einlagerung von Atommüll aus Garching bei München habe die Stadt aber Widerspruch beim zuständigen Bundesamt eingelegt heißt es. Bis die Prüfungen abgeschlossen sind, darf nichts transportiert oder eingelagert werden.

Der BUND klagt allerdings weiter gegen die Transporte durch NRW.

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Stadt Ahaus

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