Vorwahlberichterstattung: Kita und Schule

Aktuelle Stunde 08.09.2025 13:00 Min. UT Verfügbar bis 08.09.2027 WDR Von Nils Rode

So viel zahlen Eltern in ihrer Stadt für Kita-Gebühren

Stand:

Von 0 Euro bis mehr als 1.000: Kita-Gebühren können in Nordrhein-Westfalen von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich sein. Für manche Kommune gehört es zum Konzept, andere steuern nach.

Von Lisa-Marie Eckardt

Eure Themen, eure Wahl: In der Woche vor den Kommunalwahlen beschäftigen wir uns in Online-Analysen und den WDR aktuell-Radionachrichten mit den Themen, die von den Menschen in NRW bei diesen Wahlen laut NRW-Trend als wichtigste Probleme vor Ort wahrgenommen werden.

Eigentlich sollten Eltern von Kindern ab drei Jahren in NRW keine Kita-Gebühren mehr zahlen müssen. So hatte es die schwarz-grüne Koalition 2022 versprochen. Bislang sind aber nur die letzten beiden Kita-Jahre vor der Einschulung in NRW beitragsfrei. Somit können die Kommunen auch für die Dreijährigen weiterhin selbst entscheiden, wie viel sie von den Eltern verlangen. Doch am größten sind die Unterschiede ohnehin bei den Kleinsten, zeigt eine WDR-Analyse.

Wir haben dazu aktuelle Daten von 30 Großstädten in NRW für das Kita-Jahr 2025/26 ausgewertet. Das Ergebnis zeigt: Für die Vollzeitbetreuung von Kindern unter zwei Jahren können die Tarife zwischen 0 und mehr als 1.200 Euro variieren.

Dabei wird deutlich, dass die Höhe der Elternbeiträge nicht nur vom jährlichen Bruttoeinkommen sondern auch vom Wohnort abhängt. Wie stark die Unterschiede von Stadt zu Stadt sind, bekommen besonders Eltern mit niedrigen und sehr hohen Einkommen zu spüren. Der Vergleich mit einer Analyse des IW Köln zum Kita-Jahr 2023/24 zeigt auch: Einige Städte haben nachgebessert – andere nicht.

Ausgewertet wurden Daten auf Basis der Gebührenordnungen, die die Städte auf ihren eigenen Websites veröffentlichen. In Gelsenkirchen wurde die Erhebung der Elternbeiträge zum 1. August komplett ausgesetzt, um berufstätige Familien zu entlasten. Ansonsten gilt in der Regel: Je jünger das Kind, je länger die Betreuungszeit und je höher das Bruttojahreseinkommen der Eltern, desto teurer die Kitagebühr.

Eure Themen, eure Wahl: Das sagt ihr zum Thema Kita und Schule

Wir wollen eure Meinung zu den Themen wissen, die die Menschen in NRW vor der Kommunalwahl als drängendste Probleme empfinden. Das sagt ihr zum Thema Kita und Schule.

Frau mit Sonnenbrille schaut in die Kamera

Ann-Christin aus Erkrath: "Mein Sohn hat seit der zweiten Klasse eine Lese-Rechtschreib-Störung und ich musste mich so durchboxen bis jetzt, bis zur zehnten Klasse, dass das überhaupt akzeptiert wird als Krankheit und dass er da überhaupt Förderung kriegt. Das mussten wir hauptsächlich auch bezahlen, und das finde ich, geht überhaupt nicht, weil fast jedes zweite Kind das hat. Mein Wunsch ist, dass die viel mehr Hilfe an den Schulen kriegen, dass die Kinder mehr unterstützt werden."

Mann schaut in die Kamera

Hauke, 47, aus Detmold: "Ich denke, dass bei Kita-Plätzen leider - auch wenn es Arbeit macht - eine genaue Bedarfslage erst mal eruiert werden sollte. Denn für eine Betreuung, in der irgendwie alle ihre Kinder - alle Arbeitnehmer, sage ich mal - ihre Kinder unterbekommen können sollen, müsste man grundsätzlich eine Betreuungszeit von 6 Uhr morgens bis 19 Uhr abends anbieten."

Person schaut in die Kamera

Lorena aus Uedem: "Wir können eigentlich nichts Negatives über die Kita sagen. Bei uns sind immer genügend Plätze. Ich denke, in der Stadt leben mehr Kinder als bei uns auf dem Land und da ist die Nachfrage größer nach einem Platz. Vielleicht sind die Eltern auch mehr arbeiten. Bei uns gibt es viele Landfrauen und dementsprechend vielleicht auch mehr Plätze."

Junge Frau mit Kind auf dem Arm schaut in die Kamera

Isabell, 34, aus Langerwehe: "Wir haben zwei kleine Kinder und uns beschäftigt das Thema Kita und Kita-Gebühren aktuell sehr. Kita-Gebühren sollen im Kreis Düren eingeführt werden. Und ich würde mir sehr wünschen, dass das nicht passiert, weil das eine sehr große finanzielle Belastung ist für alle Familien. Und gerade als Frau, die gerne wieder arbeiten gehen möchte, möchte ich mir nicht überlegen: Kann ich mir das leisten?"

Person schaut in die Kamera

Arkadiusz, 39, aus Düren: "Ich wünsche mir, dass mehr Geld in Bildung investiert wird, da viel zu wenig Lehrer zur Verfügung stehen und die Kinder mehr gebildet werden sollten. In meiner Ausbildung, da fehlten Lehrer und es mussten immer wieder Stunden ausgesetzt werden. Und ein Lehrer war immer für mehrere Klassen und das war halt nicht so gut."

Frau schaut in die Kamera

Nina, 34, aus Dortmund: "Vereinbarkeit von Familie und Beruf finde ich persönlich als Mutter sehr schwierig. Man bekommt nur eine gewisse Zeit Elterngeld und dann muss man eigentlich wieder arbeiten gehen, weil ein Kitaplatz kostet, vor allem U3. Und das ist sehr schwierig, weil die Kinder sehr viel krank werden und man muss irgendwie gucken, wie macht man das. Man hat keine Unterstützung, wenn man nicht irgendwie Großeltern in der Nähe hat. Und da würde ich mir sehr viel mehr Unterstützung wünschen."

Ann-Christin aus Erkrath: "Mein Sohn hat seit der zweiten Klasse eine Lese-Rechtschreib-Störung und ich musste mich so durchboxen bis jetzt, bis zur zehnten Klasse, dass das überhaupt akzeptiert wird als Krankheit und dass er da überhaupt Förderung kriegt. Das mussten wir hauptsächlich auch bezahlen, und das finde ich, geht überhaupt nicht, weil fast jedes zweite Kind das hat. Mein Wunsch ist, dass die viel mehr Hilfe an den Schulen kriegen, dass die Kinder mehr unterstützt werden."

Hauke, 47, aus Detmold: "Ich denke, dass bei Kita-Plätzen leider - auch wenn es Arbeit macht - eine genaue Bedarfslage erst mal eruiert werden sollte. Denn für eine Betreuung, in der irgendwie alle ihre Kinder - alle Arbeitnehmer, sage ich mal - ihre Kinder unterbekommen können sollen, müsste man grundsätzlich eine Betreuungszeit von 6 Uhr morgens bis 19 Uhr abends anbieten."

Lorena aus Uedem: "Wir können eigentlich nichts Negatives über die Kita sagen. Bei uns sind immer genügend Plätze. Ich denke, in der Stadt leben mehr Kinder als bei uns auf dem Land und da ist die Nachfrage größer nach einem Platz. Vielleicht sind die Eltern auch mehr arbeiten. Bei uns gibt es viele Landfrauen und dementsprechend vielleicht auch mehr Plätze."

Isabell, 34, aus Langerwehe: "Wir haben zwei kleine Kinder und uns beschäftigt das Thema Kita und Kita-Gebühren aktuell sehr. Kita-Gebühren sollen im Kreis Düren eingeführt werden. Und ich würde mir sehr wünschen, dass das nicht passiert, weil das eine sehr große finanzielle Belastung ist für alle Familien. Und gerade als Frau, die gerne wieder arbeiten gehen möchte, möchte ich mir nicht überlegen: Kann ich mir das leisten?"

Arkadiusz, 39, aus Düren: "Ich wünsche mir, dass mehr Geld in Bildung investiert wird, da viel zu wenig Lehrer zur Verfügung stehen und die Kinder mehr gebildet werden sollten. In meiner Ausbildung, da fehlten Lehrer und es mussten immer wieder Stunden ausgesetzt werden. Und ein Lehrer war immer für mehrere Klassen und das war halt nicht so gut."

Nina, 34, aus Dortmund: "Vereinbarkeit von Familie und Beruf finde ich persönlich als Mutter sehr schwierig. Man bekommt nur eine gewisse Zeit Elterngeld und dann muss man eigentlich wieder arbeiten gehen, weil ein Kitaplatz kostet, vor allem U3. Und das ist sehr schwierig, weil die Kinder sehr viel krank werden und man muss irgendwie gucken, wie macht man das. Man hat keine Unterstützung, wenn man nicht irgendwie Großeltern in der Nähe hat. Und da würde ich mir sehr viel mehr Unterstützung wünschen."

Bei den Altersgrenzen unterscheiden einige Städte zwischen drei Stufen: unter zwei Jahren, Zweijährige und Dreijährige. Andere Städte haben nur zwei Stufen, wobei der Übergang mal bei zwei, mal bei drei Jahren liegt. Nur Remscheid und Siegen differenzieren nicht nach dem Alter.

Bei Zweijährigen liegt die höchste Gebühr bei rund 900 Euro. Bei Dreijährigen sind es maximal nur noch knapp 750 Euro. In Düsseldorf und Neuss ist die Kita bereits für alle Kinder ab drei Jahren kostenlos, egal wie viel die Eltern verdienen.

Hamm auffällig günstig

Besonders auffällig ist in allen Altersgruppen Hamm: Die Stadt erhebt mit Abstand die niedrigsten Beiträge. Selbst zum Höchstsatz zahlen Eltern hier nur 150 Euro. Geändert hat sich daran nichts und das aus gutem Grund: "Seit 2020 verfolgt die Stadt Hamm das Ziel, familienfreundlichste Stadt Deutschlands zu werden", heißt es auf WDR-Anfrage. Infolge der Pandemie habe die Stadt entschieden, Familien finanziell zu entlasten, etwa indem sie die Elternbeiträge pauschal halbierte.

Dennoch: Eltern mit einem geringeren Einkommen werden in Hamm nicht komplett vom Beitrag befreit, wie in einigen anderen Städten. Von den Beiträgen freigestellt sind in der Regel Menschen, die Sozialleistungen wie etwa Bürgergeld erhalten. Einige Städte sind aber großzügiger und entlasten auch Eltern mit einem Einkommen bis 35.000 Euro und teilweise noch mehr.

Eure Themen, eure Wahl: Das sagt ihr zum Thema Kita und Schule

Wir wollen eure Meinung zu den Themen wissen, die die Menschen in NRW vor der Kommunalwahl als drängendste Probleme empfinden. Das sagt ihr zum Thema Kita und Schule.

Frau mit Sonnenbrille schaut in die Kamera

Ann-Christin aus Erkrath: "Mein Sohn hat seit der zweiten Klasse eine Lese-Rechtschreib-Störung und ich musste mich so durchboxen bis jetzt, bis zur zehnten Klasse, dass das überhaupt akzeptiert wird als Krankheit und dass er da überhaupt Förderung kriegt. Das mussten wir hauptsächlich auch bezahlen, und das finde ich, geht überhaupt nicht, weil fast jedes zweite Kind das hat. Mein Wunsch ist, dass die viel mehr Hilfe an den Schulen kriegen, dass die Kinder mehr unterstützt werden."

Mann schaut in die Kamera

Hauke, 47, aus Detmold: "Ich denke, dass bei Kita-Plätzen leider - auch wenn es Arbeit macht - eine genaue Bedarfslage erst mal eruiert werden sollte. Denn für eine Betreuung, in der irgendwie alle ihre Kinder - alle Arbeitnehmer, sage ich mal - ihre Kinder unterbekommen können sollen, müsste man grundsätzlich eine Betreuungszeit von 6 Uhr morgens bis 19 Uhr abends anbieten."

Person schaut in die Kamera

Lorena aus Uedem: "Wir können eigentlich nichts Negatives über die Kita sagen. Bei uns sind immer genügend Plätze. Ich denke, in der Stadt leben mehr Kinder als bei uns auf dem Land und da ist die Nachfrage größer nach einem Platz. Vielleicht sind die Eltern auch mehr arbeiten. Bei uns gibt es viele Landfrauen und dementsprechend vielleicht auch mehr Plätze."

Junge Frau mit Kind auf dem Arm schaut in die Kamera

Isabell, 34, aus Langerwehe: "Wir haben zwei kleine Kinder und uns beschäftigt das Thema Kita und Kita-Gebühren aktuell sehr. Kita-Gebühren sollen im Kreis Düren eingeführt werden. Und ich würde mir sehr wünschen, dass das nicht passiert, weil das eine sehr große finanzielle Belastung ist für alle Familien. Und gerade als Frau, die gerne wieder arbeiten gehen möchte, möchte ich mir nicht überlegen: Kann ich mir das leisten?"

Person schaut in die Kamera

Arkadiusz, 39, aus Düren: "Ich wünsche mir, dass mehr Geld in Bildung investiert wird, da viel zu wenig Lehrer zur Verfügung stehen und die Kinder mehr gebildet werden sollten. In meiner Ausbildung, da fehlten Lehrer und es mussten immer wieder Stunden ausgesetzt werden. Und ein Lehrer war immer für mehrere Klassen und das war halt nicht so gut."

Frau schaut in die Kamera

Nina, 34, aus Dortmund: "Vereinbarkeit von Familie und Beruf finde ich persönlich als Mutter sehr schwierig. Man bekommt nur eine gewisse Zeit Elterngeld und dann muss man eigentlich wieder arbeiten gehen, weil ein Kitaplatz kostet, vor allem U3. Und das ist sehr schwierig, weil die Kinder sehr viel krank werden und man muss irgendwie gucken, wie macht man das. Man hat keine Unterstützung, wenn man nicht irgendwie Großeltern in der Nähe hat. Und da würde ich mir sehr viel mehr Unterstützung wünschen."

Ann-Christin aus Erkrath: "Mein Sohn hat seit der zweiten Klasse eine Lese-Rechtschreib-Störung und ich musste mich so durchboxen bis jetzt, bis zur zehnten Klasse, dass das überhaupt akzeptiert wird als Krankheit und dass er da überhaupt Förderung kriegt. Das mussten wir hauptsächlich auch bezahlen, und das finde ich, geht überhaupt nicht, weil fast jedes zweite Kind das hat. Mein Wunsch ist, dass die viel mehr Hilfe an den Schulen kriegen, dass die Kinder mehr unterstützt werden."

Hauke, 47, aus Detmold: "Ich denke, dass bei Kita-Plätzen leider - auch wenn es Arbeit macht - eine genaue Bedarfslage erst mal eruiert werden sollte. Denn für eine Betreuung, in der irgendwie alle ihre Kinder - alle Arbeitnehmer, sage ich mal - ihre Kinder unterbekommen können sollen, müsste man grundsätzlich eine Betreuungszeit von 6 Uhr morgens bis 19 Uhr abends anbieten."

Lorena aus Uedem: "Wir können eigentlich nichts Negatives über die Kita sagen. Bei uns sind immer genügend Plätze. Ich denke, in der Stadt leben mehr Kinder als bei uns auf dem Land und da ist die Nachfrage größer nach einem Platz. Vielleicht sind die Eltern auch mehr arbeiten. Bei uns gibt es viele Landfrauen und dementsprechend vielleicht auch mehr Plätze."

Isabell, 34, aus Langerwehe: "Wir haben zwei kleine Kinder und uns beschäftigt das Thema Kita und Kita-Gebühren aktuell sehr. Kita-Gebühren sollen im Kreis Düren eingeführt werden. Und ich würde mir sehr wünschen, dass das nicht passiert, weil das eine sehr große finanzielle Belastung ist für alle Familien. Und gerade als Frau, die gerne wieder arbeiten gehen möchte, möchte ich mir nicht überlegen: Kann ich mir das leisten?"

Arkadiusz, 39, aus Düren: "Ich wünsche mir, dass mehr Geld in Bildung investiert wird, da viel zu wenig Lehrer zur Verfügung stehen und die Kinder mehr gebildet werden sollten. In meiner Ausbildung, da fehlten Lehrer und es mussten immer wieder Stunden ausgesetzt werden. Und ein Lehrer war immer für mehrere Klassen und das war halt nicht so gut."

Nina, 34, aus Dortmund: "Vereinbarkeit von Familie und Beruf finde ich persönlich als Mutter sehr schwierig. Man bekommt nur eine gewisse Zeit Elterngeld und dann muss man eigentlich wieder arbeiten gehen, weil ein Kitaplatz kostet, vor allem U3. Und das ist sehr schwierig, weil die Kinder sehr viel krank werden und man muss irgendwie gucken, wie macht man das. Man hat keine Unterstützung, wenn man nicht irgendwie Großeltern in der Nähe hat. Und da würde ich mir sehr viel mehr Unterstützung wünschen."

Höchstsatz in Bergisch Gladbach und Mülheim an der Ruhr am teuersten

Bergisch Gladbach ist so eine Stadt. Hier müssen Eltern mit einem Einkommen bis 40.000 Euro nichts zahlen. Dafür sind die Gebühren für Kinder unter zwei Jahren aber für alle doppelt so teuer. So kommt es, dass Bergisch Gladbach mit 1.220 Euro den höchsten Beitrag von Besserverdienern verlangt. Dafür müssen die Eltern allerdings auch mehr als 200.000 Euro brutto im Jahr verdienen.

Auch in Mülheim an der Ruhr liegt der Höchstsatz für Kinder unter zwei bei mehr als 1.000 Euro, ab einem Einkommen von 175.000 Euro. Freigestellt werden hier aber nur Eltern mit einem Einkommen bis knapp über 12.000 Euro. Die Schwellen für den Höchstsatz sind in den einzelnen Städten jeweils unterschiedlich hoch.

Während in Düsseldorf der Höchstsatz bereits bei 80.000 Euro Jahreseinkommen liegt und Besserverdiener ab diesem Limit immer den gleichen Satz bezahlen, egal wie viel mehr sie verdienen, fängt er in den meisten Städten bei 100.000 oder mehr an.

Wo es für Besserverdiener teurer wird

Einige Städte zeigen, dass das nicht so bleiben muss. So haben etwa Köln, Dortmund, Gürtersloh, Münster und Leverkusen ihre Höchstsätze ordentlich angehoben. Gütersloh liegt damit nun bei den Zweijährigen, Dortmund bei den Dreijährigen an der Spitze.

Köln hat für die Erhöhung neue Beitragsstufen eingeführt, für diejenigen, deren Einkommen über 100.000 Euro liegt. Die höchste Einkommensstufe beginnt jetzt bei 160.000 Euro und kostet für die U3-Betreuung 830,02 Euro, rund 200 Euro mehr als vor zwei Jahren. Im Gegenzug dazu werden jetzt auch hier Eltern mit einem niedrigen Einkommen freigestellt - allerdings nur bis zu 24.542 Euro.

Nur zwei Städte beitragsfrei bis 50.000

Leverkusen und Aachen sind neben Gelsenkirchen die einzigen von 30 Städten, die auch für Eltern von Kindern unter drei bis zu einem Einkommen von 50.000 Euro beitragsfrei sind.

Hohe Beiträge für alle in Recklinghausen

Manche Städte können es sich leisten, wenig von den Reichen zu nehmen und die Ärmeren trotzdem zu unterstützen - wie Düsseldorf, wo die Beitragsfreiheit bis 40.000 Euro gilt.

Andere Städte verlangen viel von Eltern mit einem höheren Einkommen, entlasten diejenigen mit wenig Geld aber trotzdem nicht - wie etwa in Recklinghausen. Dort liegt der Höchstsatz für Kinder unter zwei bei 843 Euro (ab 125.000 Euro). Dennoch zahlen Geringverdiener mit bis zu 35.000 Euro Einkommen hier den höchsten Beitrag: 204 Euro.

Bochum und Duisburg senken Höchstsatz

Selbst Bochum ist inzwischen beitragsfrei bis 40.000 Euro. Vor zwei Jahren hatte die Stadt in der Kategorie bis 35.000 Euro noch den zweithöchsten Beitrag der untersuchten Städte mit 180,24 Euro für Kinder unter zwei. Allerdings hat Bochum sogar den Höchstsatz gesenkt. Der liegt in dieser Altersgruppe jetzt bei nur noch 580 Euro, fast 200 weniger (ab 125.000 Euro Einkommen).

Auch Duisburg hat den Höchstsatz gesenkt. Der geht zwar bis zu einer Stufe von 200.000 Euro Jahreseinkommen, liegt aber für Kinder unter zwei bei nur 472 Euro - wohingegen die Beitragsfreiheit nur bis 25.000 Euro gilt. Auch in den anderen Altersgruppen sind die Kita-Gebühren für Besserverdiener auffällig niedrig.

Städte mit geringen Höchstsätzen und weitreichenden Beitragsbefreiungen wollen offenbar für einkommensstarke Familien attraktiver sein. Doch es stellt sich auch die Frage, ob sie sich das leisten können. Der Stadt Gelsenkirchen sollen durch die Aussetzung der Gebühren im Haushalt etwa fünf Millionen Euro fehlen. Geld, das dringend für den weiteren Ausbau von Kitaplätzen benötigt werde, sagen Kritiker.

Eure Themen, eure Wahl: Mehr lesen

In der Reihe "Eure Themen, eure Wahl" liefern wir euch Fakten und geben Raum für eure Meinungen zu den Themen, die die Menschen in NRW vor der Wahl am meisten beschäftigen.

Unsere Quellen:

  • IW Köln: Analyse auf Basis der Gebührenordnungen der Städte
  • Eigene Aktualisierung: Änderungen auf Webseiten der Städte

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