Anwohner und Landwirte leiden weiter unter Teilsperrung

02:45 Min. Verfügbar bis 03.06.2028

Landwirte sehen Ernte in Gefahr Ärger am Wiedener Kreuz in Wuppertal

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Seit Wochen sorgt die Teilsperrung am Wiedener Kreuz für Frust. Jetzt auch bei Landwirten kurz vor der Erntezeit.

Besonders angespannt verfolgen die Landwirte in der Region die Entwicklung. Mit der bevorstehenden Getreideernte wächst der Druck, denn viele Betriebe sind auf die Strecke über das Wiedener Kreuz angewiesen.

"Unglaubliche Umwege", sagt Landwirt Carsten Bröker vom Gut zur Linden zur aktuellen Situation. Er und viele seiner Kollegen müssen beinah täglich über das Wiederner Kreuz, um zu ihren Wiesen und Feldern zu fahren oder auch, um Tiere zu transportieren.

"Ganz viele Landwirte aus der Umgebung sind betroffen, weil wir die Strecke eigentlich brauchen, um Futter und Erntegut von A nach B zu fahren." Carsten Bröker, Landwirt
Ein Mann mit grauen Haaren in einem grün-karrierten Hemd schaut links neben der Kamera vorbei

Carsten Bröcker, Landwirt

Kaum Alternativen für große Erntefahrzeuge

Das Problem: Die verfügbaren Ausweichstrecken sind für große landwirtschaftliche Fahrzeuge oft ungeeignet. Einige Maschinen erreichen eine Außenbreite von bis zu 3,5 Metern.

"Wenn wir Futter oder Stroh von Norden nach Süden fahren müssen, ist das aktuell nicht möglich, weil die Kreuzung ja immer noch in die eine Seite gesperrt ist", sagt Bröker. Die übrigen Strecken seien kaum nutzbar. "Die anderen Straßen rundherum können wir nicht benutzen. Die eine ist eine Autobahn, die anderen führen durch Wohnsiedlungen, da sind die Straßen zu eng."

Mit Blick auf die bevorstehende Ernte wächst deshalb die Sorge in der Landwirtschaft, auch bei Carsten Bröker: "Wenn es demnächst mit der Getreideernte losgeht, stellt das für viele von uns ein unlösbares Problem dar."

Halbsperrung am Wiedener Kreuz

Teilsperrung am Wiedener Kreuz

Einsturzgefährdetes Haus bleibt das zentrale Problem

Auslöser der Verkehrsprobleme ist ein einsturzgefährdetes Haus am Wiedener Kreuz. Die Stadt Wuppertal hält einen Abriss für notwendig und hatte dem Eigentümer eine Frist gesetzt, ein Instandhaltungskonzept vorzulegen.

Dieses Konzept liegt inzwischen vor und wird aktuell geprüft. Eine schnelle Entwarnung gibt es allerdings nicht.

"Die Einschränkungen können wahrscheinlich nicht kurzfristig aufgehoben werden. Wir erhoffen uns aber zumindest eine Perspektive", sagt Martina Eckermann von der Stadt Wuppertal. Bis das Gebäude gesichert sei, werde es "wahrscheinlich noch ein paar Monate dauern".

Hoffnung auf eine Perspektive

Wann die Einschränkungen am Wiedener Kreuz aufgehoben werden können, ist weiterhin offen. Erst wenn die die Stadt das eingereichte Konzept geprüft hat, soll klarer werden, wie es mit dem Gebäude und damit auch mit der Verkehrssituation weitergeht.

Bis dahin müssen Anwohner, Pendler und Landwirte wohl weiter mit Staus, Umwegen und Einschränkungen leben.

Wiedener Kreuz macht weiter Probleme

WDR Studios NRW 03.06.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 02.06.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Martina Eckermann, Stadt Wuppertal
  • WDR-Gespräche mit Anwohnern und Landwirten

Sendung: WDR 2 Bergisches LandLokalzeit, 04.05.2026, 13:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 03.06.2026, 19:30 Uhr

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