Wiedener Kreuz: Umleitung fehlt

Lokalzeit Bergisches Land 15.05.2026 25:01 Min. Verfügbar bis 15.05.2028 WDR Von René Rabenschlag

"Wiedener Kreuz" bleibt gesperrt Autofahrer räumten Absperrungen weg

Stand:

Das "Wiedener Kreuz" in Wuppertal bleibt gesperrt, weil ein Haus einzustürzen droht. Eine fehlende Umleitung sorgt für Chaos.

Von Somaia Methfessel, Raphaela Biermann

Die Wuppertaler Polizei sagte dem WDR am Mittwoch (13.05.26), dass Pendler am Morgen im Berufsverkehr eigenmächtig Warnbaken an der Kreuzung weggeräumt hätten. Das müssten Einsatzkräfte ab sofort verhindern.

Straße mit Absperrung und Sackgassenschild

Das Sackgassenschild, wenn man aus Wuppertal kommt

Grund war laut Polizei, dass die Stadt offenbar versäumt habe, eine Umleitung einzurichten. Die Stadt ihrerseits meinte, dass eine Umleitung an der Stelle schwierig einzurichten sei, weil es nicht die eine sinnvolle Umleitungsroute geben könne. Frühzeitig hätte man mit einem Sackgassenschild und Medienberichten aufmerksam gemacht.

Die Stadt betonte zudem, dass Verkehrsteilnehmer den Bereich großräumig umfahren sollen, da keine offizielle Umleitungsstrecke eingerichtet werden könne. Allerdings wurden inzwischen Hinweistafeln installiert.

"Wiedener Kreuz" ist bis mindestens nächste Woche Mittwoch gesperrt

Mann und Frau stehen nebeneinander und schauen in die Kamera

Dagmar und Dieter Röhrig ärgern sich

Von der Kreuzung Düsseldorfer Straße, Bahnstraße und Wiedener Straße kann man von Wuppertal nach Mettmann oder Wülfrath fahren und beispielsweise über die A46 oder die A535 ausweichen. Nach Angaben der Stadt bleibt der Bereich bis mindestens einschließlich nächste Woche Mittwoch (20.05.2026) geschlossen. Ein Ärgernis für Autofahrer, beispielsweise für Dagmar und Dietmar Röhrig aus Wülfrath.

Jahrelange Vorgeschichte mit Unterspülungen?

Mann in blauem Kapuzenpullover und mit grauen Haaren schaut in die Kamera

Eckehardt Rogge, Hauseigentümer

Der Besitzer erzählte gegenüber einem WDR-Reporter, dass er morgens im Keller die Schäden entdeckt habe. Er sagte auch, dass es eine jahrelange Vorgeschichte gebe: Seit der Erneuerung eines Kanals am Wiedener Kreuz habe es immer wieder Probleme mit Wasser und massiven Unterspülungen von außen gegeben. Doch weder Stadtwerke noch andere Behörden hätten sich bis heute ausreichend darum gekümmert.

Bewohner und Tiere ohne Zuhause

Zu sehen ist ein Schild "Betreten verboten! Einsturzgefahr!", das am Zaun hängt.

14 Bewohner und Hunde, Katzen und Hühner leben in den beiden Häusern. Ob und wann sie wieder in ihre Wohnungen kommen, ist unklar. Unklar ist laut Eigentümer beider Häuser auch, ob das einsturzgefährdete Haus am Ende abgerissen werden muss.

Hohlraum im Keller entdeckt

Wie es nun weitergeht, entscheiden die städtische Bauaufsicht und das Technische Hilfswerk (THW). Da das Gebäude aufgrund der Schäden nicht abgestützt werden könne, besteht die akute Gefahr, dass Trümmerteile bei einem Einsturz direkt auf die Fahrbahn stürzen könnten, teilte die Stadt mit.

Bei den Sondierungs- und Probebohrungen heute wurde im Keller des Hauses an der Düsseldorfer Straße ein rund einen halben Meter tiefer Hohlraum entdeckt. "Auch wenn das Gebäude äußerlich unbeschädigt erscheint, stufen Fachleute die Lage als hochgefährlich ein", hieß es von der Stadt.

Autofahrer räumen Absperrungen weg

01:30 Min. Verfügbar bis 13.05.2028

Unsere Quellen:

  • Polizei Wuppertal
  • Feuerwehr Wuppertal
  • Stadt Wuppertal
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 13.05.2026, 6:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 13.05.2026, 16:00 Uhr

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