Wuppertaler will sein unterspültes Haus retten - Stadt will Abriss

WDR 01:44 Min. Verfügbar bis 15.05.2028

Einsturzgefahr Wuppertaler will sein Haus retten - Stadt will Abriss

Stand:

Der Besitzer des einsturzgefährdeten Hauses am Wiedener Kreuz in Wuppertal will so schnell wie möglich mit der Reparatur beginnen. Er habe bereits Beton zu Stabilisierung bestellt – doch noch stehen Gutachten und die Freigabe der Stadt aus. Wenn sich beide nicht einigen, drohen ein Rechtsstreit und eine monatelange Sperrung.

Von Renè Rabenschlag
Zu sehen ist ein Schild "Betreten verboten! Einsturzgefahr!", das am Zaun hängt.

Während die Stadt ihn angeblich zu einem schnellen Abriss gedrängt habe, hätte er am liebsten schon gestern die Fundamente mit Beton stabilisiert. Doch Eigentümer Eckehardt Rogge kann nichts machen. Das Haus ist von der Behörde versiegelt und über das lange Wochenende passiert nichts.

Am Montag will er mit seinem Gutachter einen Plan zur Sanierung vorlegen. Rogge hofft auf schnelle Entscheidungen, befürchtet aber einen Rechtsstreit - auch wegen der Kosten. Seine Versicherung habe die Schadensübernahme abgelehnt.

Hauseigentümer in Wuppertal: Wasserproblem seit 18 Jahren

Mann in blauem Kapuzenpullover und mit grauen Haaren schaut in die Kamera

Eigentümer Eckehardt Rogge möchte sein Haus retten

Seit dem Umbau eines Kanals auf der Straße gebe es regelmäßig Probleme mit Wasser im Keller, berichtet Eckehardt Rogge. Er habe vielfach von Stadt und Stadtwerken gefordert, dass die Ursache behoben werde. Die Stadtwerke hätten auch Untersuchungen an der Wasserleitung und dem Abwasserkanal gemacht, aber keine undichten Stellen gefunden, sagt er.

Die Wuppertaler Stadtwerke wollen zum Hintergrund frühestens nächste Woche öffentlich Fragen beantworten. Im Grundsatz werden jahrelange Kontakte zum Eigentümer aber sowohl von den WSW, als auch der Stadt Wuppertal bestätigt.

Hauseigentümer machte eigene Untersuchungen

Neongelbes Wasser fließt am Straßenrand entlang in den Gulli

Fotos des Tests von Eigentümer Rogge

Rogge selbst zeigt Fotos von einem Regenwassertest, den er auf eigene Faust im April 2024 gemacht hat: Dafür hat er Wasser an der Straße mit einem Spezialfarbstoff neonleuchtend eingefärbt. Sein Ergebnis: Nachdem das Wasser in den Gully gelaufen ist, kam es einige Stunden später im Keller seines Hauses heraus.

Neongelbes Wasser im Keller des unterspültes Hauses

Dieses Foto zeigt Rogges Test im Keller

Nach Rogges Angaben hätten die Stadtwerke diesen Test angezweifelt aber keine weiteren eigenen Untersuchungen gemacht. Stattdessen sei er aufgefordert worden, solche Tests aus wasserrechtlichen Gründen künftig zu unterlassen.

Expertenkonferenz am Mittwoch in Wuppertal

Mit Baken abgesperrte Kreuzung

Autofahrer müssen Sperrung umfahren

Die Sperrung am vielbefahrenen Wiedener Kreuz bleibt so lange bestehen, bis die Bauordnungsbehörde keine Gefahr eines Einsturzes mehr sieht. Eigentümer Rogge, der selbst Bauhandwerker ist, glaubt das schnell zu schaffen.

Rechtsstreit könnte zu monatelanger Sperrung führen

Wenn mit der Statikfrage aber Kosten- und Schuldfrage verbunden wird, droht ein langer Rechtsstreit. Im schlimmsten Fall wäre die wichtige Kreuzung dann für Monate gesperrt. Am Mittwoch, 20. Mai, so erklärte ein Sprecher der Stadt, tritt erneut eine Expertenkonferenz zusammen.

Wuppertaler will sein unterspültes Haus retten - Stadt will Abriss

WDR 15.05.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 14.05.2028

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Unsere Quellen:

  • Reporterinterview mit Hausbesitzer
  • Pressestelle Stadt Wuppertal
  • Pressestelle WSW

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 15.05.2026, 16:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 15.05.2026, 19:30 Uhr
Erstveröffentlichung des Artikels am 15.05.2026

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