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Torsten Burmester wird Oberbürgermeister in Köln. Er kam auf 53,5% der Stimmen. Seine Herausforderin Berivan Aymaz von den Grünen konnte 46,5% der Stimmen für sich gewinnen. Die Noch-Oberbürgermeisterin Henriette Reker beglückwünschte den neuen Oberbürgermeister Burmester bereits.
Berivan Aymaz gesteht Niederlage ein
Die Verliererin Aymaz stand zu ihrer Niederlage: "Zur Demokratie gehört das Wahlergebnis anzuerkennen und dem Kandidaten zu gratulieren. Mit diesem grandiosen Ergebnis, dass ich in die Stichwahl gekommen bin, haben wir trotzdem Geschichte geschrieben."
Die Kölner FDP gratulierte ebenfalls Torsten Burmester zur Wahl als neuen Oberbürgermeister. "Die Kölnerinnen und Kölner erwarten zu Recht, dass Parteigrenzen nicht zum Hindernis für Fortschritt und gute Entscheidungen werden", so Volker Görzel. Im ersten Wahlgang hatte er noch selbst für die FDP um das Amt des Oberbürgermeisters gekämpft.
Hier findet ihr alle wichtigen Wahlergebnisse für Köln:
Viel Überzeugungsarbeit im Wahlkampf
Beide Kandidaten hatten die Tage vor der entscheidenden Stichwahl genutzt, um möglichst viele Wählerinnen und Wähler noch von sich zu überzeugen.
In der Vita gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Burmester war Ministeralbeamter, wurde danach Chef im Deutschen Olympischen Sportbund. Aymaz ist Vizepräsidentin des Landtages, war früher im Stadtrat. Im Wahlkampf betonen beide ihre Erfahrung und Führungsstärke - sie in der Politik, er in der Verwaltung.
Unterschiedliche Haltung zu Großprojekten
Unterschiede zwischen den Kandidaten zeigen sich in der Haltung zu zwei großen Kölner Themen: Aymaz ist gegen die Bebauung der Gleueler Wiese, Burmester dafür. Gleiches gilt für den geplanten Stadtbahn-Tunnel in der Innenstadt: Burmester ist dafür, Aymaz dagegen.
Wer mehr über einzelne Kandidatinnen und Kandidaten erfahren möchte, findet viele Informationen im Kandidat:innencheck zur Kommunalwahl 2025.
Rückblick: Erster Wahlgang am 14. September
Berivan Aymaz war am Wahlabend am 14. September, auch wenn sie in die Stichwahl musste, überwältigt vom Ergebnis. Im WDR-Interview sagte sie: "Ich bin dankbar für jede Stimme, für jedes Vertrauen, das mir geschenkt wurde."
Höhere Wahlbeteiligung als 2020
Beim ersten Wahldurchgang in Köln hatten 57,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit fiel die Wahlbeteiligung höher aus als bei der letzten Kommunalwahl 2020. Vor fünf Jahren hatten 51,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
Die mehr als 800.000 Wahlberechtigten in Köln hatten nicht nur darüber entschieden, wer in Zukunft als Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt steht. Sie hatten auch die Bezirksvertretungen und den künftige Stadtrat gewählt.
Stadtrat gewählt
Die Grünen hatten, auch wenn sie 3,5 Prozentpunkte verloren haben, erneut die meisten Stimmen bei der Wahl des Stadtrats geholt und kamen hier auf 25 Prozent.
Bei der Kommunalwahl 2020 holten die Grünen zum ersten Mal in der Stadtgeschichte die meisten Sitze im Stadtrat. Daraufhin bildeten sie mit der CDU und Volt ein Mehrheitsbündnis.
Im Vorfeld der Wahl gab es zwischen den Fraktionen aber teils gegenteilige Ansichten zu zentralen Themen in der Stadtpolitik - zum Beispiel zum möglichen Bau einer neuen U-Bahn auf der sogenannten "Ost-West-Achse" oder bei der Diskussion über Ausbaupläne des 1. FC Köln im Kölner Grüngürtel.
Öffnen der Briefwahlunterlagen in Köln
00:26 Min.. Verfügbar bis 14.09.2027.
Unsere Quellen
- Infratest Dimap
- Beryvan Aymaz, Bündnis 90/Die Grünen
- Torsten Burmester, SPD
- Reporter vor Ort
Über die Ergebnisse der Stichwahlen berichten wir am 28. September auch im Radio auf WDR 2. Das WDR Fernsehen berichtet ab 18 Uhr live über die Stichwahlen. Sonderausgaben der Lokalzeit mit Ergebnissen aus der Region sind geplant für 18.30 Uhr, 19.49 Uhr und innerhalb der WDR aktuell-Ausgabe ab 21.45 Uhr.