Die Mitarbeitenden beim Frachtunternehmen UPS am Flughafen Köln/Bonn sind sauer. So wie es bisher läuft, wollen sie nicht mehr arbeiten. Deshalb fordert die Gewerkschaft Verdi jetzt bessere Bedingungen für deren Arbeit. Die Hauptforderung: Die Arbeitszeit soll beginnen, wenn die Beschäftigten das Frachtzentrum betreten. Bisher wird die Zeit erst erfasst, wenn sie ihren Einsatzort im weitläufigen Frachtzentrum erreicht haben.
UPS-Frachtzentrum in Köln/Bonn ist eins der größten weltweit
Mit dem Warnstreik will Verdi den Druck erhöhen.
Das Frachtzentrum des amerikanischen Unternehmens UPS am Flughafen Köln/Bonn zählt zu den größten weltweit. Die Wege bis zu den Einsatzorten sind teilweise sehr lang. Mitarbeiter brauchen oft bis zu 15 Minuten, bis sie die Stelle erreichen, wo sie eingesetzt werden, kritisiert Verdi. Viele der Beschäftigten sind Teilzeitkräfte, die laut Gewerkschaft auf diese Weise viel Zeit verlieren, die nicht bezahlt wird.
Verdi: UPS-Geschäftsleitung will bisher nicht verhandeln
Bisher sind die Fronten verhärtet. Nach Angaben von Verdi weigert sich die UPS-Geschäftsführung bislang, über die Forderungen zu verhandeln. UPS war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Paketabfertigung durch Streik kaum eingeschränkt
Mit dem Warnstreik will Verdi der Forderung nun erstmals Nachdruck verleihen. Durch die Aktion war aber die Paketabfertigung kaum eingeschränkt. "Künftig könnte es aber größere Aktionen geben", sagte ein Gewerkschaftssprecher dem WDR.
Unsere Quellen:
- Gewerkschaft verdi
- WDR-Reporter beim Warnstreik am Flughafen
Sendung: WDR.de, UPS-Mitarbeiter streiken am Flughafen Köln/Bonn, 16.04.2026, 21:30 Uhr