Ein überdimensionales Foto auf einem Bildschirm macht deutlich, was den Menschen in Ahaus - vor allem aber in der Firmenzentrale des Software-Unternehmens Tobit - durch den Kopf gehen dürfte: der plötzliche Tod von Tobias Groten am 3. Mai.
Seit Tagen zeigt der Bildschirm vor dem grauen Firmenbau ein Schwarz-Weiß-Porträt Grotens. Und auch im Gebäude erinnern Fotos an sein Leben und Wirken. Am Nachmittag sind rund 1.000 Menschen hierhin gekommen, um sich von ihm zu verabschieden.
Trauerfeier im Herzen der Firma
Die Trauerfeier findet im sogenanten Atrium statt. Dem Ort, an dem Groten früher der Belegschaft seine Zukunftsvisionen vorgestellt hat. Heute geht es um Vergangenes. Auf der Leinwand läuft ein Porträt über den verstorbenen Firmenchef, anschließend erinnern Freunde, Familie und Wegbegleiter in persönlichen Reden an den Visionär.
Rund 1.000 Gäste sind zur Trauerfeier gekommen
Neben den gut 200 Mitarbeitenden sind auch Gäste aus dem Ausland gekommen, einige von ihnen extra aus der Türkei. Alle Plätze im Atrium sind besetzt, auch am Rand stehen Menschen, um die Trauerfeier zu verfolgen.
Ganz Ahaus ein Reallabor
Vor dem Atrium steht - fast schon ein wenig unscheinbar - ein Ortseingangsschild von Ahaus mit dem Zusatz "Digitalstadt". Eine schlichte Würdigung dessen, was Groten seit der Firmengründung in den 80er Jahren für die münsterländische Stadt getan hat.
Ahaus war sein digitales Reallabor. Supermärkte, Verwaltung, Hotels, Taxis und Bars wurden dank ihm in der kleinen Stadt digitalisiert. Die futuristische Firmenzentrale mit eigenem Campus, auf dem unter anderem Ingenieure ausgebildet werden, werden die Stadt Ahaus wohl weiter prägen.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Lokalzeit, 13.05.2026, 17:31 Uhr